Verluste aus Derivaten und Gewinne aus Aktien und umgekehrt sind nicht verrechenbar. Beides sind aber Kapitaleinkünfte. Hat jemand 100.000 Verluste einmal hier und 100.000 Gewinne einmal da, steht er super schlecht da: er zahlt jede Menge Steuern, obwohl seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gleich Null ist. Und Steuern sollen ja wohl an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit anknüpfen!
Ähnlich bei der freiwillligen KV: es zählt alles, was positiv ist aus den Einkunftsarten, alles negative fällt voll unter den Tisch.
Ergebnis: Unfaire Besteuerung + Sozialbeiträge, Unternehmer und das eingehen von kalkulierten Risiken werden stark bestraft, Reiche sind gegenüber Ärmeren im Vorteil (denn die können es ggf. eher innerhalb einer Einkunftsart ausgleichen)
|