19.01.2009 15:21 UPDATE: Hedgefonds will Aufsichtsrat von Conti abwählen lassen
(NEU: Mit Reaktion Conti, mehr Details)
Von Katharina Becker
DOW JONES NEWSWIRES
AMSTERDAM (Dow Jones)--Der niederländische Hedgefonds EXchange Investors NV will den Aufsichtsrat der Continental AG auf einer außerordentlichen Hauptversammlung abwählen lassen. Die Investmentgesellschaft wirft dem Hannoveraner Automobilzulieferer am Montag vor, Vorstand und Aufsichtsrat setzten die mit dem neuen Großaktionär Schaeffler ausgehandelte Investorenvereinbarung nicht zum Wohle von Belegschaft und Anteilseignern um.
Wegen persönlicher Eitelkeiten würden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit "nicht konsequent zeitnah genutzt und so Arbeitsplätze gefährdet sowie Aktionärsvermögen vernichtet", kritisierte der Investor in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung und spielte dabei auf den wochenlang öffentlich ausgetragenen Machtkampf an. "Der Aufsichtsrat sieht diesem Treiben bisher tatenlos zu, weshalb wir seinen Rücktritt fordern."
Darüber hinaus soll die Hauptversammlung nach dem Willen von EXchange Investors einen Sonderprüfungsantrag stellen, um mögliche Schäden zu beziffern, "die der derzeitige Vorstand der Continental AG durch eigennützige Machtausübung zum Schaden der Minderheitsaktionäre bewirkt hat".
Nach deutschem Aktienrecht können neben dem Vorstand auch Aktionäre eine außerordentliche Hauptversammlung einfordern, wenn ihr Anteil zusammen mindestens 5% des Grundkapitals beträgt. EXchange Investors Vorstandsvorsitzender Frank Scheunert erklärte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, er vertrete die Stimmrecht von etwa 5% der frei handelbaren Continental-Aktien. Continental selbst wollte sich dazu nicht äußern.
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