Gedanken zu hinterfragen, sich immer wieder selbst hinterfragt.
Man muss nicht wahnsinnig gebildet sein, um sowas wie emotionale Intelligenz zu entwickeln oder die Fähigkeit die eigene Wahrnehmung zu analysieren-
Mich würde beispielsweise mal interessieren, wieso viele Leute in Chemnitz oder Köthen etc. den Totschlag eines Menschen als Anlass nehmen, auf die Straße zu gehen, um erstens wütend gegen die Bundesregierung zu demonstrieren und zweitens sogenannte Schweigemärsche abzuhalten (wahlweise in manchen Städten zusammen mit Rechtsextremisten), während sie diesen Drang nicht verspüren, wenn eine Stadt weiter ein anderer Totschlag passiert ist, nur halt mit anderem Täter- und Opferprofil.
Konkret, wieso wurde bei dem homosexuellen Opfer in Aue, das durch drei deutsche Täter 20 Minuten lang auf einem öffentlichen Platz zu Tode geprügelt wurde, keine Demonstration organisiert und kein Schweigemarsch für das Opfer? Ich glaube schon, dass man sich als besorgter Bürger (das ist gar nicht negativ gemeint) mal fragen sollte, wieso man bei Aufrufen über Facebook etc. in Chemnitz oder Köthen bereitwillig mitmacht, aber bei so einem Fall wie in Aue nicht. Könnte es vielleicht daran liegen, dass interessierte Kreise solche Fälle wie in Chemnitz sofort aufgreifen, um Stimmung gegen Zuwanderung zu machen, während es bei den vielen anderen Morden und Totschlägen nicht diese Hysterie gibt, weil halt nur ein Schwuler oder ein Obdachloser als Opfer und vor allem der Täter keinen Migrationshintergrund hat? Also man sollte sich da schon manchmal selbst Fragen stellen. ----------- the harder we fight the higher the wall |