Für die Identitären ist klar, daß die Zuwanderung aus außereuropäischen Regionen, die sie den „Großen Austausch“ nennen, einen solchen Konflikt darstellt, der sich in desaströsen Folgekonflikten entfaltet. Tatsächlich ist es in diesem Jahr in deutschen Schwimmbändern häufiger als je zuvor zu Konfrontationen entlang ethnisch-kultureller Bruchlinien gekommen, die sich in das Muster des „molekularen Bürgerkrieges“ (Hans-Magnus Enzensberger) einfügen. Vorausgesetzte Normen, die lange unbestritten waren, gelten nicht mehr, und die Schiedssprüche der Autoritäten – Bademeister und Polizei – werden verlacht.
In Berlin hat der Chef der Bäder-Betriebe deshalb vorgeschlagen, die Konflikte von einem Imam schlichten zu lassen. Damit würde noch kein Scharia-Staat entstehen, aber ein weiterer Schritt zur Auflösung der bestehenden Rechtsordnung wäre gemacht, wenn der deutsche Staat, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, islamische Religionsvertreter als inoffizielle Hoheitsgewalt zu Hilfe ruft. ...
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