Silber - alles rund um das Mondmetall

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neuester Beitrag:  25.04.26 13:55
eröffnet am: 21.02.14 19:10 von: Canis Aureus Anzahl Beiträge: 4885
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26.03.26 22:41 #4876 Gold bleibt Gold

Kurzfristig gerät der Goldpreis unter Druck, da die Furcht vor einem lang andauernden Krieg und einer möglichen Krise der Weltwirtschaft wächst. Der Goldpreis hat innerhalb weniger Tage seit seinem Hoch bei 5.598 Dollar je Feinunze knapp 20 Prozent an Wert verloren. Langfristig sprechen jedoch viele Faktoren weiterhin für das Edelmetall.

  • Gold ist und bleibt das einzige Asset, das kein Gegenparteirisiko hat. Es kann weder seinen Wert komplett verlieren, noch sanktioniert werden. Gerade in geopolitischen Krisen bleibt das ein entscheidender Vorteil.
  • Zudem ist die Sorge groß, dass sich die Krise ausweitet und der Konflikt zu einem Flächenbrand wird. Das treibt auch die Risikovorsorge massiv in die Höhe.
  • Hinzu kommt: Notenbanken kaufen seit Jahren massiv Gold. Vor allem China, Indien und die Türkei kaufen seit 2024 Gold in Rekordmengen und stocken ihre Bestände weiter auf. Hintergrund ist das Bestreben nach noch stärkerer Unabhängigkeit vom US-Dollar, besonders wenn die USA Drohungen und Sanktionen als politisches Werkzeug einsetzen.
  • Und selbst beim Thema Zinsen zeigt sich ein mögliches Limit: Wenn die Wirtschaft durch hohe Energiepreise einbricht, können Zentralbanken die Zinsen nicht unbegrenzt erhöhen, um einen positiven Realzins zu erreichen.

Genau in solchen Phasen – schwache Wirtschaft, hohe Inflation, Wertverlust des Geldes – hat Gold historisch seine Stärke gezeigt. Trotz kurzfristiger Rücksetzer durch Zinsängste bleiben viele Analysten langfristig optimistisch. J.P. Morgan sieht Gold bis Ende 2026 sogar bei 6.300 US-Dollar pro Unze.

Kurz gesagt: Der aktuelle Rückgang ist kein Zeichen von Schwäche. Er zeigt vielmehr, dass Gold weiterhin genau das tut, was es immer getan hat – auf lange Sicht Wert bewahren.

https://www.t-online.de/finanzen/ratgeber/geldanlage/id_101182050/goldpreis-faellt-trotz-krise-diese-gruende-stecken-dahinter.html
Krieg, steigende Ölpreise, wachsende Risiken – und trotzdem verliert Gold an Wert. Klingt widersprüchlich, folgt aber einer logischen Entwicklung der Märkte.
 
27.03.26 12:04 #4877 kumuliert: über 800 Millionen Unzen Defizit
Der Silbermarkt befindet sich in einer Phase struktureller Angebotsdefizite, wobei für das Jahr 2026 von einem anhaltenden und signifikanten Fehlbetrag ausgegangen wird.
Defizitprognose 2026: Das Silver Institute prognostiziert für 2026 ein weiteres Defizit, wobei der Fehlbetrag auf etwa 67 Millionen Unzen geschätzt wird.
Kumuliertes Defizit: Zwischen 2021 und 2025 hat sich das Defizit auf über 800 Millionen Unzen summiert, was in etwa einer gesamten Jahresfördermenge entspricht.
Hintergrund: Es handelt sich um das sechste Defizitjahr in Folge, angetrieben durch eine hohe industrielle Nachfrage (Photovoltaik, Elektronik) bei gleichzeitigem Produktionslimit, da Silber überwiegend als Nebenprodukt der Basismetallförderung anfällt.

Trotz dieser physischen Angebotsknappheit wird der Silberpreis aktuell durch Zinsdruck und einen starken Dollar beeinflusst.  

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31.03.26 22:00 #4878 Inflation explodiert weregn Iran-Krieg

Die Inflation ist im März auf 2,7 Prozent gestiegen – nach 1,9 Prozent im Februar. Haupttreiber sind höhere Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs.

Ökonomen erwarten, dass die Teuerung weiter anzieht. Regierungsberater halten bis zu 3,5 Prozent für möglich, die Berenberg Bank sogar bis zu vier Prozent. 

Eine Modellrechnung zeigt, wo Haushalte besonders draufzahlen.

Lebensmittel: Bis zu 145 Euro mehr für Essen

Aktuell steigen die Preise für Lebensmittel tatsächlich unterdurchschnittlich. Im März lag ihre Inflationsrate nur bei 0,9 Prozent. Aber: Der Iran-Krieg wird die Lebensmittelpreise zeitverzögert ansteigen lassen. 

Erstens erhöhen sich die Transportkosten. Sie machen bei Lebensmitteln einen höheren Anteil aus als bei vielen anderen Produkten. Zweitens wird Stickstoffdünger weltweit hauptsächlich aus Erdgas gewonnen. Die steigenden Gaspreise verteuern also den Dünger. Bauern haben also die Wahl, entweder mehr Geld für Dünger auszugeben oder weniger Dünger einzusetzen. Letzteres führt zu schlechteren Ernten. Beides verteuert Lebensmittelpreise. ...

https://www.focus.de/finanzen/news/...3c6-42a1-886a-762fc6f47368.html  
11.04.26 16:27 #4879 TSM deutliche Umsatzsteigerung trotz Iran-Ko.
HSINCHU (dpa-AFX) - Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert. Der Erlös lag mit 1,13 Billionen Taiwan-Dollar (30,4 Mrd Euro) 35 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der weltgrößte Auftragschiphersteller und wichtige Zulieferer von Nvidia und Apple am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt etwas weniger erwartet. Im März, als der Krieg in der Golfregion schon lief, stieg der Umsatz um 45 Prozent.

Der Quartalsbericht deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach KI-Chips in den ersten Wochen des Iran-Krieges weitgehend ungebrochen geblieben ist. Der Konflikt hat die internationalen Schifffahrtsrouten beeinträchtigt und die Öl- und Gaspreise nach oben getrieben. Die Anleger suchen nun nach Hinweisen, ob sich die Folgen des Konflikts auf die Investitionspläne großer Technologiekonzerne auswirken.

Quelle: dpa-AFX · 10.04.2026, 09:27 Uhr (aktualisiert: 10.04.2026, 09:40 Uhr)
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An der Börse gehts zu wie im Dschungel  -- nur die Beute zählt

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24.04.26 17:56 #4880 Gold verkauft, Konto gesperrt

...Mit der Aufforderung konfrontiert, die Herkunft seines einbezahlten Barvermögens nachzuweisen, versuchte Herr G dem Chatprogramm seiner Bankapp zu erklären, woher dieses stammt. Die geforderten Nachweise, insbesondere den Schenkungsvertrag mit seinem inzwischen verstorbenen Vater sowie (Ver-)Kaufbelege über einzelne Münzen, konnte er jedoch nicht vorlegen. Die Bank reagierte darauf mit einer vorübergehenden Kontosperre und schließlich mit der Beendigung der Geschäftsbeziehung.

Der Fall zeigt ein strukturelles Problem. Gold und andere Sachwerte wurden über Jahrzehnte hinweg häufig anonym, bar oder im familiären Umfeld erworben und weitergegeben. Eine schriftliche Dokumentation war und ist im privaten Umfeld weder üblich noch rechtlich erforderlich. Kaufbelege oder Verträge existieren daher oft nicht oder sind nach Jahrzehnten nicht mehr auffindbar.

Für die Praxis bedeutet dies, dass eine bloße Reaktion im Anlassfall – nicht zuletzt aufgrund der regelmäßigen kurzen Fristsetzungen – oft zu spät kommt. Vielmehr ist es erforderlich, die Vermögenshistorie frühzeitig zu strukturieren und den aktuellen Stand der Mittelherkunft proaktiv nachvollziehbar zu machen. Anleger sind gut beraten, bereits vor Einzahlung oder Überweisung größerer Beträge einen entsprechenden Mittelherkunftsnachweis aufzubereiten und gegenüber der Bank vorzulegen.

Fehlende Unterlagen können bestenfalls im Vorfeld zusammengetragen, ausgehoben oder rekonstruiert werden. Ist dies nicht möglich, kann eine Plausibilisierung der Mittelherkunft dennoch gelingen – etwa durch Erbschafts- oder Vermögensunterlagen von Schenkern oder Veräußerern, historische Korrespondenzen, Kontoauszüge oder eidesstattliche Erklärungen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, auch bei rechtlich zulässigen Privatkäufen und -verkäufen, konsequent auf die schriftliche Dokumentation zu achten. Bereits einfache Kaufverträge oder Bestätigungen können ausschlaggebend sein, um die Mittelherkunft plausibel darlegen zu können und Einschränkungen im Umgang mit Banken zu vermeiden.

https://www.derstandard.de/story/3000000317271/...ufer-achten-sollten
 
25.04.26 13:55 #4881 Darum fällt der Goldpreis mitten in der Krise

Kaum fällt der Goldpreis stärker als erwartet, kommen Zweifel auf: Ist das nur eine Spekulationsblase oder der Beginn eines längeren Absturzes? Und hat Gold seine Rolle als Krisenschutz verloren? Finanzstratege, Buchautor und Edelmetallhändler Ronny Wagner erklärt im Gespräch mit t-online, warum der Preisrückgang im März Anleger verunsichert, ob sich daraus Chancen ergeben – und warum Goldkäufer einen entscheidenden Punkt übersehen.

t-online: Herr Wagner, hat Sie der starke Kursrückgang bei Gold überrascht?

Ronny Wagner: Ja, tatsächlich. Das hat mich verwundert, dass der Goldpreis so stark nachgegeben hat – gerade weil man aus der Vergangenheit im Kopf hat: Krisen wirken sich tendenziell positiv auf den Goldpreis aus. In solchen Phasen profitiert Gold normalerweise.

Wie erklären Sie sich dann den Rückgang von knapp 20 Prozent?

Dass es dieses Mal anders lief, hat vor allem damit zu tun, dass Investoren plötzlich sehr viel Liquidität nachgefragt haben.

War die vergangene Rally eine Scheinrally – und müssen Anleger lernen, dass auch Gold keine Einbahnstraße ist?

Die Kursanstiege der letzten Jahre haben auch Spekulanten in den Markt gezogen. Die ziehen sich bei Rückgängen schnell wieder zurück. Viele Menschen sehen Gold aber gar nicht als Investment, sondern als Absicherung gegen ein fragiles Finanzsystem. Es geht ihnen nicht um Rendite, sondern um Schutz. Deshalb waren viele überrascht, dass Gold sich plötzlich anders verhält als früher. Ich glaube aber, dass jetzt wieder die Anleger die Oberhand gewinnen, die Gold als Absicherung halten. ...

https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/...-jetzt-tun-sollten.html  
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