03.03.2011 13:32Schockstarre bei Muehlhan Der Hamburger Spezialist für Schiffsbeschichtungen und andere industrielle Dienstleistungen ist 2010 in die roten Zahlen gerutscht. Nicht nur das, auch die Banken müssen jetzt einspringen. Die Börsianer sind geschockt, die Aktie fällt. Dramatisch bergab auf ein neues Zwölf-Monats-Tief geht es heute für die Aktie des Hamburger Maritim-Spezialisten Muehlhan. Der im Entry Standard der deutschen Börse gelistete Titel verliert über fünfzehn Prozent und kostet nur noch 1,44 Euro. Damit ist die Aktie auf dem besten Weg, zum Penny-Stock zu werden.
Neue Gewinnwarnung Die Anleger reagieren geschockt auf das katastrophale Jahresergebnis 2010, das nochmals unter denen schon im Herbst nach unten angepassten Prognosen des Unternehmens lag. Muehlhan, das unter anderem Oberflächenschutz für Schiffe sowie Industriedienstleistungen anbietet, hatte erklärt, im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht zu sein.
Demnach wird 2010 ein Verlust vor Steuern von 2,5 Millionen Euro anfallen, unter dem Strich wird der Fehlbetrag bei 4,4 Millionen Euro liegen. Der Umsatz ist von 191 auf 165 Millionen Euro gesunken. Das liegt nochmals klar unter der bereits reduzierten Erwartung eines Umsatzzieles von 190 Millionen Euro und einem Ebit von sieben Millionen Euro. Gründe für das drastische Verfehlen der Jahresziele sind Wertberichtigungen auf Beteiligungen, ausgefallenen Kundenforderungen sowie Überkapazitäten im Sektor Windkraft.
MUEHLHAN AG INH... 1.42-0.07-5.13%Banken übernehmen das Kommando Aufgrund der schwachen operativen Entwicklung ist Muehlhan zudem nicht mehr in der Lage, die Bedingungen der Anleihe über 20 Millionen Euro sowie der Betriebsmittelkredite zu erfüllen. Das bedeutet konkret, dass die Banken zunächst die Zwischenfinanzierung für das Unternehmen gewährleisten müssen. Hierüber hat Muehlhan bereits eine Vereinbarung bis zum 31. März getroffen, über weitergehende Regelungen werde verhandelt.
rm
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