1. Hermes ( WKN: 886670 )
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neuester Beitrag: 21.04.26 19:39
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| eröffnet am: | 08.03.23 14:45 von: | Mr. Millionäre | Anzahl Beiträge: | 35 |
| neuester Beitrag: | 21.04.26 19:39 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 18280 |
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Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont meldet ein Umsatzwachstum von 7 % im vierten Quartal, getrieben durch starke Nachfrage nach Schmuck in den USA. Gleichzeitig belasten die schwache Uhrensparte in Asien und globale Unsicherheiten die Branche.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Richemont trotzt Luxuskrise: Schmuckgeschäft boomt trotz globaler Unsicherheiten
LVMH hat im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang in seiner wichtigsten Sparte hinnehmen müssen. Der Umsatz im Bereich Mode und Lederwaren sank organisch um 9 Prozent, wie der französische Luxuskonzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 7,8 Prozent gerechnet.
Lesen Sie den ganzen Artikel: LVMH verliert 100 Milliarden Euro an Börsenwert – Luxusboom vorbei?
https://www.ariva.de/aktien/...ermes-schwaecheln-nach-zahlen-11791670
Hermès glänzt im dritten Quartal mit starkem US-Geschäft und stabiler China-Nachfrage. Berenberg bleibt trotz hoher Bewertung bei "Kaufen".
Lesen Sie den ganzen Artikel: Hermès bleibt Luxus-Champion – Analysten erwarten glänzendes Weihnachtsquartal!
https://www.ariva.de/aktien/...waechst-staerker-als-erwartet-11906740
https://www.finanznachrichten.de/...-als-nur-ein-luxusproblem-486.htm
Hermès ist für mich eines der besten Luxusunternehmen der Welt und operativ klar stärker als die meisten Wettbewerber. Die Firma ist kein Modekonzern im üblichen Sinn, sondern ein sehr diszipliniert geführtes Haus mit extremer Markenmacht, knapper Produktion, hoher Preissetzungsmacht und ungewöhnlich tiefer vertikaler Integration. Genau diese Kombination hat Hermès in den vergangenen Jahren robuster gemacht als viele andere Luxuswerte. Am 20. April 2026 lag der Schlusskurs bei 1.696 Euro; die Marktkapitalisierung bewegt sich damit um 178 Milliarden Euro. Der Analystenkonsens lag zuletzt bei „Outperform“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 2.169 Euro und einer Spanne von etwa 1.580 bis 2.650 Euro. Das zeigt: Der Markt traut Hermès weiter viel zu, aber die Bewertung bleibt selbst nach dem Rücksetzer anspruchsvoll. (MarketScreener)
Die Geschichte erklärt einen guten Teil dieser Sonderstellung. Hermès wurde 1837 in Paris von Thierry Hermès als Sattler- und Geschirrmacherwerkstatt gegründet. 1880 verlegte Charles-Émile Hermès das Geschäft an die bis heute ikonische Adresse 24 Rue du Faubourg Saint-Honoré. Unter Émile Hermès begann die Öffnung in neue Produktwelten: 1925 kam erste Herren-Ready-to-wear, 1927 Schmuck, 1928 Uhren und Sandalen hinzu. Aus dem Pferde- und Sattelhaus wurde über Generationen eine unabhängige, familiengeprägte Luxusmarke mit handwerklicher DNA. Diese Kontinuität ist bei Hermès kein Marketingtext, sondern Teil des Geschäftsmodells. (Hermès)
Die Geschäftsfelder sind breiter, als viele denken. Hermès spricht selbst von 16 Métiers. Im Kern stehen Lederwaren und Reitsport, dazu kommen Damen- und Herrenmode, Schuhe, Gürtel, Handschuhe, Hüte, Seide, Schmuck, Uhren, Parfum, Beauty, Möbel, Art de vivre und Tableware. In den Zahlen für 2025 sieht man aber klar, wo das wirtschaftliche Herz schlägt: Lederwaren und Sattlerei setzten 7,07 Milliarden Euro um, Ready-to-wear und Accessoires 4,53 Milliarden Euro, die übrigen Hermès-Sparten 2,06 Milliarden Euro, Seide 964 Millionen Euro, Parfum/Beauty 489 Millionen Euro und Uhren 549 Millionen Euro. Leder ist also nicht nur Imagekern, sondern der zentrale Gewinntreiber. Regional ist Asien ohne Japan mit 6,70 Milliarden Euro weiter der größte Markt, gefolgt von den Americas mit 3,08 Milliarden Euro und Europa mit 3,94 Milliarden Euro. (Hermès)
Fundamental sieht Hermès nach wie vor sehr stark aus. 2025 erzielte der Konzern 16,0 Milliarden Euro Umsatz, 6,57 Milliarden Euro operatives Ergebnis und eine operative Marge von 41,0 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 4,52 Milliarden Euro, das bereinigte Free Cashflow-Niveau bei 3,88 Milliarden Euro, die restatete Nettoliquidität bei 12,77 Milliarden Euro. 26.494 Mitarbeiter zum Jahresende und der weitere Ausbau eigener Produktionskapazitäten zeigen, dass Hermès nicht einfach Nachfrage abschöpft, sondern seine Engpässe kontrolliert ausweitet. Genau das ist wichtig: Hermès wächst nicht durch aggressive Distribution, sondern durch begrenzte, bewusst geführte Expansion. Im ersten Quartal 2026 kamen trotz schwierigem Umfeld noch 4,07 Milliarden Euro Umsatz zusammen, also plus 5,6 Prozent währungsbereinigt; besonders stark waren Americas mit +17,2 Prozent, während der Mittlere Osten und touristische Nachfrage in Frankreich belasteten. (Hermès Finance)
Bei der Dividende ist Hermès aktionärsfreundlich, aber nicht klassisch renditestark. Die Hauptversammlung hat am 17. April 2026 für das Geschäftsjahr 2025 eine ordentliche Dividende von 18,00 Euro je Aktie beschlossen. Davon waren 5,00 Euro bereits am 18. Februar 2026 als Abschlag gezahlt worden; der Rest von 13,00 Euro wird am 23. April 2026 ausgezahlt, Ex-Tag ist der 21. April 2026. Die Historie zeigt einen klaren Aufwärtstrend der ordentlichen Dividende: 8,00 Euro für 2021, 13,00 Euro für 2022, 15,00 Euro für 2023, 16,00 Euro für 2024 und nun 18,00 Euro für 2025; zusätzlich gab es für 2023 und 2024 jeweils 10,00 Euro Sonderdividende. Das ist stark, aber wegen des hohen Aktienkurses lag die indikative Rendite auf Basis der damaligen Bewertung nur bei rund 1,25 Prozent. Hermès ist damit kein Einkommenswert, sondern ein Qualitätswert mit wachsender Ausschüttung. (finance.hermes.com)
Der Haken ist die Bewertung. Selbst nach dem Kursrutsch im April bleibt Hermès teuer. Für 2026 wurden zuletzt etwa 37,6-mal Gewinn und rund 9,6-mal Umsatz bezahlt; Reuters verwies im Februar sogar auf rund 45-mal Forward Earnings. Das ist eine Bewertung, die kaum operative Fehler verzeiht. Der Markt zahlt hier einen massiven Aufschlag für Markenstärke, Kapitalrendite, Bilanzqualität und Krisenresistenz. Das ist nachvollziehbar, aber nicht billig. Wer Hermès kauft, kauft kein Schnäppchen, sondern Exzellenz. Das kann funktionieren, aber nur solange Wachstum, Knappheit und Preismacht intakt bleiben. (MarketScreener)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre sind die Aussichten trotzdem gut. Hermès bestätigt mittelfristig weiter ein ambitioniertes Umsatzziel bei konstanten Wechselkursen. Die strukturellen Treiber sind klar: weltweite Superreiche, hohe Loyalität, knappe ikonische Produkte, Kontrolle über Vertrieb und Handwerk sowie vorsichtiger Kapazitätsausbau. Im ersten Quartal 2026 hat das Unternehmen sogar neue Produktionsstätten und weitere Werkstattprojekte bis 2030 genannt. Das spricht für langfristige Planung statt Quartalsdenken. Die Risiken sind ebenfalls klar: China und der asiatische Luxuszyklus, geopolitische Störungen, Währungseffekte, Tourismusabhängigkeit in einzelnen Märkten und vor allem die sehr hohe Bewertung. Meine Einschätzung ist deshalb eindeutig: Hermès ist als Unternehmen herausragend, als Aktie aber nur dann wirklich attraktiv, wenn man bereit ist, für Qualität dauerhaft einen Premiumpreis zu bezahlen oder auf schwächere Einstiegsphasen zu warten. Wer 10 bis 15 Jahre denkt, bekommt hier eher einen Luxus-Zinseszinstitel als einen Turnaround-Wert. Wer auf kurzfristige Unterbewertung hofft, ist bei Hermès falsch. (finance.hermes.com)
Autor: ChatGPT
Frage an die KI: Sollte man sich momentan eher Hermes oder LVMH ins Depot legen?
Wenn du heute nur einen von beiden nehmen willst und nicht auf den Turnaround wetten, dann ist Hermès der stärkere Titel. Operativ ist Hermès weiter klar robuster: Q1 2026 lag der Umsatz bei 4,1 Mrd. Euro, währungsbereinigt +6%, und 2025 kam Hermès auf 16 Mrd. Euro Umsatz bei einer wiederkehrenden operativen Marge von 41%. Das ist im Luxussegment außergewöhnlich stark. (finance.hermes.com)
LVMH ist im Moment eher der günstigere, aber unsauberere Case. Q1 2026 lag der Konzernumsatz bei 19,1 Mrd. Euro, organisch nur +1%; im Kernsegment Fashion & Leather Goods sogar -2% organisch. Für 2025 meldete LVMH 80,8 Mrd. Euro Umsatz, aber die operative Marge lag bei 22% und der Gewinn aus dem laufenden Geschäft sank um 9%. Das ist immer noch stark, aber deutlich weniger sauber als bei Hermès. (lvmh.com)
Der Haken: Hermès ist teuer, LVMH ist billiger. Reuters schrieb im Februar, Hermès handle bei rund 45x Forward Earnings, also mehr als doppelt so hoch wie LVMH. Gleichzeitig sind 2026 beide Aktien stark gefallen: Hermès laut Reuters etwa -24% YTD, LVMH etwa -26% bis -27% YTD. Das heißt: Bei Hermès kaufst du Qualität zu einem hohen Preis; bei LVMH kaufst du eher Hoffnung auf Erholung. (Reuters)
Meine klare Einordnung:
Hermès, wenn du einen Titel suchst, den man eher wegen Qualität, Preissetzungsmacht und Margenstärke hält.
LVMH, wenn du bewusst auf Bewertungsaufholung und zyklische Erholung setzen willst.
Unterm Strich:
Momentan eher Hermès als LVMH — aber nur, wenn dir die hohe Bewertung bewusst ist.
Wenn du Chance/Risiko suchst, ist LVMH interessanter. Wenn du Robustheit suchst, ist Hermès sauberer.
Wichtig: Deine Annahme wäre falsch, falls du glaubst, Hermès sei aktuell automatisch der „sichere“ Kauf. Das operative Geschäft ist besser, ja. Aber der Markt verlangt dafür schon sehr viel, und genau deshalb reagiert die Aktie auf Enttäuschungen hart. (Reuters)
Autor: ChatGPT
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