Es ist schon ein Leid mit dieser Giorgia Meloni. Man möchte sie mit einem Stock anstupsen und zurufen: „Jetzt mach doch endlich was Rechtsextremes!“ Aber nichts. Rom funktioniert im europäischen Netz geräuschlos, keine Skandale, nicht einmal eine kleine Kapitänsaktion wie unter Matteo Salvini; auch bei der Migration tritt die neue Regierung mit Eleganz statt mit dem Brecheisen auf.
Doch irgendetwas, so dachte sich offenbar der ARD-Korrespondent in Rom, Jörg Seisselberg, müsse man doch Meloni anhängen. Nach 100 Tagen ein ruhiges, effektives Dahinregieren. Keine Uniformen, keine Flaggen, nicht einmal eine Militärparade. Mittlerweile halten auch weiter rechts von Meloni stehende Persönlichkeiten die Frau für ein U-Boot, weil sie lediglich konservative Inhalte vorantreibt, statt in 100 Tagen alle Ausländer aus Italien rausräumt und aus der Nato austritt. https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/...chte-stammwaehler/ |