Ich hab keine aktuellen Zahlen. Aber neulich habe ich nebenbei in einem Artikel gelesen, dass schon 2004 Swaps, basierend auf Staatsanleihen in der Höhe von 160 BILLIONEN Dollar an Kontraktionsvolumen unterwegs waren. Reale Summe aller außenstehenden Staatsanleihen zum selben Zeitpunkt: 31 Billionen.
Das dürfte heute nicht weniger sein. Und das ist nur ein kleiner Teil des mit synthetischem "Geld" aufgeblähten Finanzmarktes.
Die Risiken sind in der Finanzkrise ja deutlich geworden und wir haben ja auch derzeit noch die Nachwehen derselben. Inklusive der Krisenfolge von noch höher aufgeblähten Schulden der Staaten - die jetzt ebne vollends zum Problem werden. Ok. Der Schock mag nötig gewesen sein, um die Ausgabendisziplin ins Bewusstsein zu katapultieren.
Aber um welchen Preis... Und: Neben der Ausgabendisziplin der Staaten braucht es nunmal eine Reduzierung der Risiken für den Staat als last lender. Sonst ist alle Disziplin Schall und Rauch, wenn die Rettungsaktivitäten für völlig außer Rand und Band geratene Casinomärkte alle Anstrengungen auf Konsolidierung der Staatsfinanzen in immer schnellerem Rhythmus zunichte machen.
Dann darben die Volkswirtschaften für die Schäden der Big Casinoplayer.
Das Monster muss gezähmt werden. Da führt kein Weg dran vorbei. Das braucht Mut in der Politik. Und zwar mehr Mut, als Rettungspakete gigantischen Ausmaßes zu schnüren. Neben aller Konsolidierung von Staatshaushalten.
----------- Ich darf "vermuten, schlussfolgern und ... unterstellen", sofern die Wortwahl eine persönliche Meinungsäußerung erkennen lässt. Laut einer Jurawebsite. (Link gelöscht wegen Werbung.) |