| Presse: MAN offenbar ohne Chancen bei MTU Friedrichshafen | 16:05 25.11.05 | Wie die "WirtschaftsWoche" am Freitag berichtet, fällt im monatelangen Milliardenpoker um den Dieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen, eine Tochter der DaimlerChrysler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000), noch heute die Entscheidung für einen der drei Bieter. Ursprünglich hatte der Konzern mitgeteilt, er wolle sich mit der Entscheidung bis zur Aufsichtsratssitzung am 14. Dezember Zeit lassen.
Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins ist das Angebot des Münchner Mischkonzerns MAN AG (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) derzeit ohne Chancen. Entsprechend falle die Entscheidung heute zwischen dem US-Investor Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), der von Dubai Capital unterstützt wird, und der Beteiligungsgesellschaft EQT, die zum Einflussbereich der schwedischen Wallenberg-Gruppe gehört. DaimlerChrysler wolle für MTU Friedrichshafen einen Kaufpreis von rund 1,7 Mrd. Euro erzielen. Die drei Interessenten hätten ihre Gebote bis Montag dieser Woche abgegeben.
KKR gilt in Finanzkreisen als Favorit für die Übernahme, so die "WirtschaftsWoche". Der Betriebsrat lehne allerdings einen Verkauf an den US-Finanzinvestor ab. KKR hatte Ende 2003 von DaimlerChrysler bereits den Münchner Triebwerkhersteller MTU Aero Engines Holding AG (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) für rund 1,5 Mrd. Euro gekauft und an die Börse gebracht.
Der schwedische Finanzinvestor EQT hat bei den Belegschaftsvertretern ein besseres Standing, so das Magazin. Zu den Beratern von EQT gehört u.a. der ehemalige Mercedes-Chef Eckhard Cordes, der den Machtkampf um die Nachfolge von Jürgen Schrempp gegen Dieter Zetsche verlor und den DaimlerChrysler-Konzern im August verließ.
Die Aktie von MAN verliert derzeit 0,73 Prozent auf 42,16 Euro, die von DaimlerChrysler gewinnt 0,30 Prozent auf 42,94 Euro.
Und diese MTU ist nun verkauft worden,da bin ich ja beruhigt | |