(DER FONDS) Der deutsche Aktienindex Dax erreichte im Oktober seinen höchsten Stand seit fünf Jahren - dennoch bleiben die deutschen Privatanleger distanziert. Das stellt die aktuelle Investor-Confidence-Studie von JP Morgan Asset Management fest.
Weiterhin halten nur 54,5 Prozent der befragten Anleger die positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Die Fraktion der Pessimisten erhielt aber ebenfalls Zulauf: Jeder Siebte rechnet jetzt mit fallenden Börsenkursen.
Zwar hat sich der Anteil der Optimisten gegenüber dem Stimmungstief im September leicht erhöht. Doch damit wurde nur das schwache August-Niveau wiederhergestellt. „Die deutschen Privatanleger scheinen nach wie vor verunsichert“, erläutert Jean Guido Servais, Marketing Director Deutschland, Österreich und Schweiz bei JPMorgan Asset Management. „Obwohl alle Aktienmärkte weltweit neue Rekordmarken feiern konnten.“
Das Investitionsklima der deutschen Privatanleger fällt auf den niedrigsten Stand seit März 2005. Fast jeder zweite Befragte nimmt Abstand von der Geldanlage. Nur noch rund 40 Prozent der Deutschen planen Investitionen in den kommenden zwölf Monaten. Bei den am Markt verbleibenden Privatanlegern liegen Fonds nach wie vor auf Platz 1 der Anlageformen. Sie gaben rund 6 Prozentpunkte nach und liegen jetzt bei rund 24 Prozent. Ebenso verloren Direktinvestitionen in Aktien an Vertrauen und belegen hinter den Sparbuchanlagen Platz 3 der Anleger-Hitliste.
„Auch bei den institutionellen Anlegern nahm die Risikoneigung deutlich ab“, so Servais. Der so genannte Risk Appetite Index sank im Oktober auf ein Dreijahrestief. In der Gesamtbetrachtung zeigt das Investmentbarometer aber leicht nach oben: Es stieg um 0,3 Punkte. Allerdings hatte der Index im Vormonat mit 4,3 Punkten seinen Jahrestiefstwert erreicht.
INFO: Die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte Investor-Confidence-Studie von JP Morgan Asset Management wird seit März 2002 monatlich erhoben. Seit März 2004 bezieht JP Morgan auch Anleger aus Großbritannien mit ein. Hinzu kommen vierteljährlich die Schweiz, Schweden und Belgien. Pro Umfrage werden pro Land je 2.000 Frauen und Männer ab 14 Jahren befragt. Ihre Auswahl entspricht einem repräsentativen Querschnitt der jeweiligen Bevölkerung. Die Oktober-Umfrage wurde vom 13. bis 27. Oktober durchgeführt.
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