Schwere Ermittlungspannen im Fall Ermyas M. Ermyas M. und seine Frau Steffi sagten erstmals zu der Nacht aus, in der der 38-Jährige lebensgefährlich verletzt wurde. Die beiden Angeklagten bestreiten alle Vorwürfe.
POTSDAM - Bei den Ermittlungen zur lebensgefährlichen Attacke auf den Deutsch-Äthiopier Ermyas M. in Potsdam ist es nach Darstellung der Verteidigung zu schwerwiegenden Pannen gekommen. Nach der Tat vom Ostersonntag 2006 wurden Spuren nicht von Kriminaltechnikern, sondern von Streifenpolizisten gesichert, wie ein beteiligter Beamter am Freitag vor dem Potsdamer Landgericht einräumte.
Anwalt Matthias Schöneburg kritisierte, dadurch seien möglicherweise Beweismittel verloren gegangen. Der Polizist hat nach eigenen Angaben am Tatort Scherben von Bierflaschen in einer Papiertüte gesammelt. DNA-Spuren an einer Scherbe konnte später nicht eindeutig einem der Angeklaten zugerechnet werden. Der Polizit räumte auch ein, seine Tatort-Fotos könne man "im Prinzip vergessen".
Auch auf Aussagen des dunkelhäutigen Ermyas M. kann sich die Staatsanwaltschaft nicht stützen. Der 38-Jährige erklärte: "Ich erinnere im Großen und Ganzen gar nichts." Ermyas M., der seit 1988 in Deutschland lebt und derzeit an seiner Promotion als Ingenieur arbeitet, konnte als erster Zeuge des Verfahrens lediglich von den Stunden vor der Tat zu berichten: Zusammen mit seiner Frau sei er auf einem Grillfest einer Nachbarin gewesen und habe auch Bier getrunken. Gegen 3 Uhr sei er mit seiner Frau kurz in deren Wohnung gegangen, um diese dann wieder zu verlassen. An die Zeit danach bis zum Aufwachen in der Klinik habe er keinerlei Erinnerung, sagte Ermyas M., der nach der Attacke längere Zeit im Koma lag.
Auch die Ehefrau des Opfers, muss am Freitag in den Zeugenstand. Sie berichtet, wie sie in der Tatnacht offenbar das Geschehen nach dem Schlag live am Telefon mitverfolgte. Zunächst habe sie das Klingeln überhört, weil sie unter der Dusche stand. Auf dem Mailbox-Mitschnitt ist auch der Spruch: "Scheiß Nigger" zu hören. Als sie danach ans Telefon ging, sprach Ermyas M. nicht mit ihr. Stattdessen hörte sie einen anderen Mann sagen "lass uns abhauen".
Mehrfach geht es an diesem zweiten Verhandlungstag auch um den Bierkonsum von Ermyas M. unmittelbar vor der Tat. Kurz verliert der Mann in der hellen Hose und dem hellbraunen, kurzärmeligen Hemd die Ruhe, als einer der Anwälte von über zwei Promille Blutalkohol spricht. Es seien 1,66 gewesen, antwortet Ermyas M. barsch. Und die Ehefrau ergänzt: "Alkoholkonsum macht ihn nicht aggressiv."
AP, dpa erschienen am 10. Februar 2007
http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/10/686320.html
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© ZEIT online, Tagesspiegel | 08.02.2007 12:46
Ermyas M.: "Die beiden waren es" Der vor rund zehn Monaten bei einem Übergriff lebensgefährlich verletzte Ermyas M. geht von der Täterschaft der beiden jetzt in Potsdam vor Gericht stehenden Männer aus.
Potsdam - "Wenn ich ehrlich bin, die beiden waren es", sagte der dunkelhäutige Deutsche am Mittwochabend in der RTL-Sendung "Stern TV".
http://www.zeit.de/news/artikel/2007/02/08/91446.xml
"Wenn ich ehrlich bin, ich denke mir mein Teil ,und sag das auch, und auch das wenn mir Typen wie Kacky versuchen eine : Posting 64.
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