Doping mit fatalen Folgen Der Missbrauch von Anabolika ist im Leistungssport seit den 50er Jahren bekannt und macht immer wieder Schlagzeilen. Doping ist aber nicht nur schlecht für den Ruf der Sportler : Es wirkt sich oft auch dramatisch auf die Gesundheit aus, berichtet die Fachzeitschrift Der Anaesthesist. So scheinen Anabolika ANZEIGE auch den Immunglobulinspiegel zu senken, was sich unter anderem in einer erhöhten Infektanfälligkeit niederschlägt.
Berichtet wird von einem 30-jährigen Amateur-Bodybuilder, der sich regelmäßig muskelaufbauende Substanzen (anabol-androgene Steroide) injizierte und dabei einen Spritzenabszess entwickelte. Diesen konnte ein Arzt zwar erfolgreich entfernen, doch einige Stunden nach der Operation verschlechterte sich die Situation des Patienten. Er erlitt eine Blutvergiftung mit einem schweren septischen Schock, das Röntgenbild ergab eine "weiße Lunge" - Verschattungen durch ein Lungenödem, wie es für das akutes Lungenversagen typisch ist.
Die meisten Sportler nehmen anabol-androgenen Steroide zur Leistungssteigerung unkontrolliert ein. Teilweise greifen sie zu nicht genau definierten Substanzen vom Schwarzmarkt. Die Anleitungen sind meist abenteuerlich: Die Injektionsschemata werden mündlich von Trainingspartnern vermittelt oder aus dem Internet übernommen. Oft nehmen die Sportler 50- bis 150fache Dosen ein.
Eine amerikanische Studie ermittelte bereits 1991, dass sieben Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anabolikamissbrauch betreiben. Klinische Studien zu diesem Thema sind aber noch rar. Bei dem Amateur-Bodybilder hat sogar die dramatische, plötzliche Erkrankung keine Wirkung gezeigt: Vier Monate nach dem Schockereignis stehen bei ihm Training - und Doping - wieder auf dem Tagesplan.
FAZIT: alles ist möglich, aber der Tag der Abrechnung kommt .... |