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Der südkoreanische Hanwha-Konzern hat den Übernahmevertrag für den insolventen, einst weltgrößten Solarhersteller Q-Cells unterzeichnet. Ein Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten, wenn die Gläubiger dem Kauf zustimmen.
Ob der Hanwha-Konzern tatsächlich zum Zuge kommt, muss die Q-Cells-Gläubigerversammlung am 29. August entscheiden. Der Vertrag stehe ansonsten, gab Insolvenzverwalter Henning Schorisch bekannt. Neben der Übernahme von Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sieht der Kaufvertrag Schorisch zufolge außerdem einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe vor. Der strategische Investor beabsichtige, den weitaus größten Teil der gesamten Q-Cells-Gruppe zu übernehmen, hieß es. Auch der Produktionsstandort in Bitterfeld-Wolfen soll größtenteils erhalten bleiben. Q-Cells hatte Anfang April Insolvenz angemeldet. Zuletzt beschäftigte der Solarhersteller rund um den Globus 2200 Mitarbeiter, unter ihnen 1300 am Hauptsitz in Bitterfeld-Wolfen und 500 in Malaysia. Freude im strukturschwachen Osten Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) begrüßte das bisher erreichte Ergebnis. "Unsere Strategie geht offenbar auf. Das Ergebnis bestätigt unsere Auffassung, dass die Solarbranche in Sachsen-Anhalt eine Zukunft haben kann", sagte Haseloff. |