Carsten Englert Mit Spannung wurden die Zahlen des Stuttgarter Autobaues erwartet. Der Spannungsbogen endete in einem Horrorfilm: Daimler hat ein tiefrotes Jahr hinter sich und lag nochmals deutlich unter den sowieso schon schwachen Analystenerwartungen. Die Aktie erlebt ein Blutbad.Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat heute Morgen um zehn Uhr die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2009 gemeldet. Eins Vorweg: die Zahlen sind katastrophal. Daimler erlitt in 2009 einen Nettoverlust von 2,64 Milliarden Euro, während Analysten "lediglich" 1,86 Milliarden Euro Verlust erwarteten. Im Vorjahr erwirtschafteten die Schwaben noch einen Gewinn von 1,41 Milliarden Euro. Der "Gewinn" je Aktie enttäuschte folglich mit minus 2,63 Euro (erwartet waren minus 1,68 Euro) ebenfalls. Von Händlern wurde zudem die Tatsache, dass das Management die Dividende für 2009 streicht als besonders negativ gewertet. Laut den Händlern dürften nun vor allem Fonds die Aktie auf den Markt werfen. Ein Lichtblick Als einziger Lichtblick erscheint die Bekräftigung der EBIT-Prognose von plus 2,3 Milliarden Euro für das laufende Jahr. Allerdings erscheint es fraglich, ob der Markt diesen Planzahlen nun noch glaubt. Dementsprechend ist die Aktie auch unter die Räder gekommen: In der Spitze verlor Daimler fast neun Prozent und stürzte auf bis zu 29,93 Euro ab. Bei 30 Euro hat die Aktie jedoch eine tragfähige Unterstützung. Dort prallte der Kurs auch wieder nach oben ab und notiert mittlerweile wieder bei mehr als 31 Euro 
Abwarten angesagt Durch den heutigen Kurssturz hat sich das charttechnische Bild deutlich eingetrübt. Fundamental muss Daimler nun auch erst mal wieder Vertrauen zurückgewinnen. Wer nicht investiert ist, sollte daran zunächst nichts ändern und eine Stabilisierung des Kurses abwarten. Investierte Anleger setzen knapp unterhalb der wichtigen Unterstützung von 30 Euro bei 29,50 Euro einen Stoppkurs und harren vorerst aus http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...der_id_43__dId_11564609_.htm |