Wachovia in Problemen - evtl. nächstes Bankenopfer

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neuester Beitrag:  30.09.08 20:26
eröffnet am: 28.09.08 17:31 von: Clubfan Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 30.09.08 20:26 von: oysterperpetual Leser gesamt: 3087
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28.09.08 17:31 #1 Wachovia in Problemen - evtl. nächstes Bankeno.
Hi,

anbei ein Bericht aus dem Handelsblatt. Ich denke, es wird volatil werden die nächsten Tage (ok, dafür braucht man nicht wirklich ne Glaskugel...):

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...te-us-bank-wackelt;2050390

Trotz Rettungspaket: Weitere US-Bankenpleiten möglich
Wachovia: Viertgrößte US-Bank wackelt

Nach dem größten Banken-Zusammenbruch der US-Geschichte steigt der Druck auf eine Reihe weiterer Finanzhäuser. Die zu den führenden US-Großbanken zählende Wachovia steht nach Milliardenverlusten sowie einem Absturz an der Börse unter Zugzwang und spricht laut Medien mit mehreren möglichen Käufern.
Die US-Großbank Wachovia steht nach Milliardenverlusten sowie einem Absturz an der Börse unter Druck. Foto: ReutersLupe

Die US-Großbank Wachovia steht nach Milliardenverlusten sowie einem Absturz an der Börse unter Druck. Foto: Reuters

HB NEW YORK. Zu den Interessenten zählten die US-Konzerne Citigroup und Wells Fargo sowie die spanische Banco Santander, berichteten die "New York Times" und das "Wall Street Journal" am Wochenende übereinstimmend. Experten rechnen unterdessen auch trotz des geplanten staatlichen Rettungspakets mit weiteren Banken-Pleiten in den USA. Neue Zusammenbrüche unter den insgesamt rund 8400 US-Banken seien wahrscheinlich, sagte erst vor kurzem auch die Chefin der staatlichen Einlagensicherung FDIC, Sheila Bair.

Die bisher größte US-Sparkasse Washington Mutual (WaMu) war zum Ende der Woche zusammengebrochen. Die Behörden verkauften sie zum Großteil an den US-Finanzkonzern J.P. Morgan Chase. Wie zahlreiche andere Banken hatte WaMu durch die Kreditkrise Milliardenverluste erlitten und war zuletzt durch einen massiven Kurssturz an der Börse in einen lebensbedrohlichen Abwärtssog geraten.

Die traditionsreiche Großbank Wachovia stürzte am Freitag an der Börse heftig ab. Der Aktienkurs verlor mehr als 27 Prozent und fiel auf nur noch zehn Dollar, nachbörslich ging die Talfahrt weiter. Seit Jahresbeginn büßte die viertgrößte US-Bank rund 75 Prozent ihres Börsenwerts ein.

Wachovias Verkaufsgespräche seien noch in einem "frühen Stadium", hieß es in den Medien. Experten halten nach dem Beispiel des Zusammenbruchs von WaMu inzwischen auch für möglich, dass Interessenten Wachovia zunächst bewusst ins Aus stürzen lassen und sich dann Teile der Bank zu einem Schnäppchenpreis sichern wollen. Fusionsgespräche zwischen Wachovia und der bis vor kurzem reinen Investmentbank Morgan Stanley waren laut Berichten zufolge erst zur Wochenmitte gescheitert.

Allein im zweiten Quartal hatte Wachovia wegen enormer Abschreibungen ein Rekordminus von mehr als neun Mrd. Dollar eingefahren. Die Bank streicht derzeit etwa zehn Prozent ihrer zuletzt rund 120 000 Stellen. Zur Jahresmitte hatte sie wegen der Probleme ihren Chef ausgewechselt.

Die staatliche US-Einlagensicherung für die Branche FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) zählte Ende Juni 117 gefährdete Banken. Ein Quartal zuvor waren es erst 90. Außer WaMu brach in diesem Jahr schon ein Dutzend US-Banken zusammen. Zuletzt war sogar über Probleme des Einlagensicherungsfonds selbst spekuliert worden. Ende Juni hatte die FDIC noch rund 45 Mrd. Dollar in der Kasse.

Hintergrund: Die viertgrößte US-Bank

Die viertgrößte US-Bank Wachovia ist über mehr als 100 Jahre hinweg aus einer Vielzahl von Übernahmen und Fusionen entstanden. Im Zentrum stand in jüngerer Zeit der 2001 erfolgte Zusammenschluss mit der First Union Corporation - nach Ansicht von Experten eigentlich eine für die damalige Wachovia rettende Übernahme durch den Rivalen.

Seither setzte der Konzern seine Einkaufstour fort. Dabei handelte sich die Großbank massive Probleme etwa durch den rund 25 Milliarden Dollar teuren Kauf der US-Sparkasse Golden West ein. Auf dem Höhepunkt des US-Häuserbooms baute Wachovia dadurch das Geschäft mit Hypotheken stark aus. Die Bank bezahlte die Expansion zuletzt mit enormen Abschreibungen und einem Rekordverlust im zweiten Quartal von rund neun Milliarden Dollar.

Wegen der Probleme im Zuge der Kreditkrise löste Wachovia zur Jahresmitte den bisherigen Chef Ken Thompson ab und berief Robert Steel an die Spitze. Die Bank streicht derzeit rund zehn Prozent der zuletzt rund 120 000 Stellen.

Wachovia hat den Konzernsitz in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina - einem der großen Finanzzentren des Landes neben Platzhirsch New York. Die Bank ist nach der niederösterreichischen Donauregion Wachau benannt. Auswanderer gaben Mitte des 18. Jahrhunderts einem Landstrich in North Carolina diesen Namen.  

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28.09.08 18:32 #2 Schon krass, was da abgeht!
 
29.09.08 16:29 #3 RT in USA
Hat jemand den RT aus USA?
Meiner ist um 15:13 stehen geblieben?
Ist die vielleicht vom Handel ausgesetzt?  
29.09.08 16:46 #4 Die ist doch schon geschluckt von der Citi
5% Restwert vom Freitagskurs oder so....  

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29.09.08 16:49 #5 Citi übernimmt Wachovia
für 2,16 Mrd $, macht 0,92 Euro pro Wachovia-Aktie. Das ist das unmittelbare Kursziel. Da der Kaufpreis in Citi-Aktien gezahlt wird, hängt der weitere Verlauf von der Entwicklung der Citi-Aktie ab.  

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29.09.08 16:50 #6 Citigroup übernimmt Bankgeschäft von Wachovia,.

Citigroup übernimmt Bankgeschäft von Wachovia, Aktie von Wachovia stürzt vorbörslich ab

15:11 29.09.08

New York, NY (aktiencheck.de AG) - Die Citigroup Inc. (Profil), die größte Bankgesellschaft in den USA, wird das Bankgeschäft der Wachovia Corp. (Profil) übernehmen. Dies gab der US-Einlagensicherungsfonds Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) am Montag bekannt.

Im Rahmen der Transaktion übernimmt die Citigroup die meisten Vermögenswerte und Verpflichtungen von Wachovia sowie Verluste im Volumen von bis zu 42 Mrd. Dollar. Wachovia-Verluste, die nicht von der Citigroup gedeckt sind, übernimmt die FDIC selbst, hieß es.

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Wachovia hat sich Medienberichten zufolge selbst zum Verkauf gestellt. Wie das "Wall Street Journal" im Vorfeld berichtet hatte, befindet sich die US-Bank in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Konkurrenten Wells Fargo & Co. (Profil) über einen Verkauf des Kreditinstituts. Laut dem Bericht habe Wachovia zuvor mit der Citigroup über eine Transaktion verhandelt, zuletzt sei Wells Fargo jedoch der bevorzugte Verhandlungspartner gewesen.

Die Aktie der Citigroup schloss am Freitag an der NYSE bei 20,15 Dollar und verliert vorbörslich derzeit 4,22 Prozent auf 19,30 Dollar. Die Aktie von Wachovia schloss zuletzt bei 10,00 Dollar und stürzt vorbörslich um 90,60 Prozent auf 0,94 Dollar ab. (29.09.2008/ac/n/a)

Quelle: Aktiencheck

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Gruß DB
29.09.08 17:16 #7 Einstieg
Bin mit 0,85 € eingestiegen und habe mir einen kurzen Kurssprung nach der Eröffnung in den USA erhofft um gleich wieder auszusteigen!
War wohl nicht sehr schlau?  
29.09.08 21:12 #8 du hast glück
es werden akt. 2 dollar bezahlt  
29.09.08 22:56 #9 glück
in meinem depot direktanlage.at ist der wert mit € 0,15 bewertet!
ich hoffe dies ist ein fehler!!!
mit € 1,27 (ariva) wäre ich sehr glücklich  
30.09.08 18:40 #10 noch immer bei Ero 0,15?
30.09.08 20:26 #11 € 0,15
Gott sei Dank nicht - jedoch viel zu früh verkauft (€ 1,35)  
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