US30233G2093 - EyePoint Pharmaceuticals
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neuester Beitrag: 18.04.26 22:36
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| eröffnet am: | 25.07.23 20:56 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 14 |
| neuester Beitrag: | 18.04.26 22:36 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 4748 |
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Totgesagte leben länger.
Manchmal kommen sie wieder.
Erinnert sich noch jemand an das Unternehmen Psivida? Wurde in den 2000ern mal ziemlich gehyped, ich hatte damals auch ein paar Stücke davon, trennte mich aber glücklicherweise noch rechtzeitig davon.
Inzwischen firmiert Psivida als EyePoint Pharmaceuticals und wie man sieht, ist der Kurs jetzt nach all den Jahren etwa dort angekommen, wo er damals aufgehört hat:
Will Eyepoint Pharmaceuticals Inc (EYPT) Stay at the Top of the Healthcare Sector?
Tuesday, July 25, 2023 02:17 PM | InvestorsObserver Analysts
Irgendwie fallen mir da so alte Sünden aus den 2000ern ein: Biophan, Hepalife (die ebenfalls von den Toten wiederauferstanden scheint!).... oh Mann.
Oder eine neue, die mit französischem Charme daherkam: Poxel SA
Ich werde ab und an mal hier reinlurken, aber ins Depot kommen mir solche Titel sicher nicht mehr.
Ernsthaft?
DekaBank Deutsche Girozentrale Takes $820,000 Position in EyePoint Pharmaceuticals, Inc. (NASDAQ:EYPT)
Posted by Defense World Staff on Apr 15th, 2024
https://www.defenseworld.net/2024/04/15/...ticals-inc-nasdaqeypt.html
EyePoint Pharmaceuticals to Host Conference Call for Q1 2025 Financial Results on May 7
April 30, 2025 — 07:14 am EDT
Hier eine Auskunft von ChatGPT zu diesem Unternehmen:
"EyePoint Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: EYPT) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Watertown, Massachusetts, USA. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung innovativer Therapeutika zur Behandlung von Netzhauterkrankungen spezialisiert, insbesondere durch die Anwendung von Mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) und Nanotechnologie zur gezielten Medikamentenabgabe. Im Jahr 2018 erwarb EyePoint das Unternehmen Icon Bioscience und benannte sich anschließend in EyePoint Pharmaceuticals um. (Google, Wikipedia)
Finanzdaten (Stand: Dezember 2024)
- Umsatz: 43,27 Millionen USD (Rückgang von 5,97 % im Vergleich zum Vorjahr)
- Nettoverlust: 130,87 Millionen USD (84,9 % höher als im Vorjahr)
- Barmittel und kurzfristige Investitionen: 370,91 Millionen USD
- Marktkapitalisierung: 451,48 Millionen USD (StockAnalysis, Google)
Pipeline und klinische Studien
EyePoint entwickelt derzeit DURAVYU (ehemals EYP-1901), ein Medikament zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Die Phase-3-Studien LUGANO und LUCIA verlaufen planmäßig, mit positiven Ergebnissen aus der Phase-2-Studie VERONA. Die Ergebnisse der Phase-3-Studien werden für 2026 erwartet .(wallstrank.com, StockAnalysis)
Analystenbewertungen
Die Mehrheit der Analysten bewertet die Aktie von EyePoint mit "Strong Buy". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 25,71 USD, was einem potenziellen Anstieg von etwa 294 % gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. (StockAnalysis)
Fazit
EyePoint Pharmaceuticals ist ein innovatives Unternehmen im Bereich der Augenheilkunde mit vielversprechenden klinischen Entwicklungen. Trotz finanzieller Herausforderungen zeigen die positiven Studienergebnisse und die starke Analystenbewertung Potenzial für zukünftiges Wachstum."
Stand 17. April 2026 ist EyePoint für mich eine hochspekulative, aber fachlich ernstzunehmende Biotech-Wette auf ein einzelnes, sehr wertvolles Kernasset. Das Unternehmen ist heute im Kern kein klassischer Pharmawert mit tragfähigem Produktumsatz, sondern eine klinische Retina-Gesellschaft, deren Investmentcase fast vollständig an DURAVYU hängt, einem noch nicht zugelassenen, langwirksamen intravitrealen Wirkstoff-Insert auf Vorolanib-Basis für wet AMD und DME. Zum zuletzt verfügbaren Kurs um den 17. April 2026 lag die Aktie bei rund 14,93 USD, die Marktkapitalisierung bei knapp 982 Mio. USD. (EyePoint, Inc.)
Die Geschichte von EyePoint ist länger und substanzieller, als der heutige Kursverlauf vermuten lässt. Die Wurzeln liegen bei pSivida; laut 2025er 10-K geht die Vorgängergesellschaft auf eine australische Gesellschaft aus dem Jahr 2000 zurück, während die heutige Delaware-Gesellschaft 2008 gegründet wurde. 2018 folgten der Merger mit Icon Bioscience und die Umbenennung in EyePoint Pharmaceuticals, Ende 2025 dann noch die Kürzung auf EyePoint, Inc. Aus dieser älteren Phase stammen auch die zugelassenen Produkte bzw. Technologien: DEXYCU wurde am 9. Februar 2018 von der FDA zugelassen, YUTIQ im Oktober 2018; EyePoint selbst verweist 2026 auf vier zugelassene Augenpräparate über drei Jahrzehnte hinweg. Das ist wichtig, weil es zeigt: Hinter EyePoint steckt nicht bloß eine schöne Folie, sondern echte Entwicklungserfahrung in okulärer Drug-Delivery. (SEC)
Die Fundamentals sind für einen Value-Investor trotzdem zunächst unerquicklich. 2025 erzielte EyePoint nur 31,4 Mio. USD Umsatz, davon 1,6 Mio. USD aus Produktverkäufen, 16,7 Mio. USD aus Lizenz- und Kollaborationsumsätzen und 13,0 Mio. USD aus Royalties. Gleichzeitig lagen die operativen Aufwendungen bei 274,8 Mio. USD, davon allein 221,0 Mio. USD für Forschung und Entwicklung; der Nettoverlust belief sich auf 232,0 Mio. USD. Ende 2025 standen dem jedoch 306,1 Mio. USD an Cash, Cash Equivalents und Wertpapieren gegenüber, bei 57,9 Mio. USD Gesamtverbindlichkeiten und 82,8 Mio. ausstehenden Aktien. Rein rechnerisch entspricht das rund 3,70 USD Liquidität je Aktie; auf Basis der aktuellen Marktkapitalisierung ergibt sich ein Unternehmenswert von grob 675 Mio. USD. Das ist für eine Phase-3-Biotech nicht billig auf heutige Umsätze, aber auch nicht absurd, wenn man positive Zulassungsdaten unterstellt. Man darf nur nicht verdrängen, dass EyePoint 2025 zusätzlich 172,5 Mio. USD über ein Offering aufgenommen hat, dass eine ATM-Fazilität existiert und dass zum Jahresende neben 2,59 Mio. Pre-Funded Warrants auch 11,19 Mio. potenziell verwässernde Aktien aus Optionen, ESPP und RSUs ausstanden. Verwässerung ist hier kein Nebenthema, sondern Teil des Modells. (SEC)
Warum ist die Aktie trotzdem interessant? Weil DURAVYU fachlich ein ernsthafter Kandidat ist. In wet AMD laufen mit LUGANO und LUCIA zwei randomisierte, doppelt verblindete, aflibercept-kontrollierte Phase-3-Studien mit zusammen über 900 Patienten; primärer Endpunkt ist Nichtunterlegenheit beim Sehschärfen-Verlauf, bei gleichzeitigem Sechs-Monats-Redosing. Der unabhängige Data Safety Monitoring Committee empfahl im November 2025 die Fortsetzung beider Studien ohne Protokolländerungen, und EyePoint erwartet Topline-Daten beginnend ab Mitte 2026. Parallel wurden im März 2026 bereits die ersten Patienten in den beiden Phase-3-DME-Studien COMO und CAPRI dosiert; die DME-Daten werden in der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet. Dazu kommt supportive Phase-2-Historie: In DAVIO 2 bei wet AMD wurden die primären und sekundären Endpunkte erreicht; EyePoint berichtete statistische Nichtunterlegenheit beim BCVA-Verlauf, ungefähr 85 bis 88 Prozent geringere historische Behandlungslast sowie mehr als 80 Prozent Patienten mit null oder nur einer Supplemental-Injektion in sechs Monaten. Für DME meldete das Unternehmen für VERONA das Erreichen von primären und sekundären Endpunkten. Das alles ersetzt keine Phase 3, aber es ist deutlich mehr als eine bloße Hoffnungsgeschichte. (EyePoint, Inc.)
Die bullische These ist deshalb klar: EyePoint adressiert mit wet AMD und DME zwei sehr große Retina-Märkte, das Produkt wird per Standard-Injektion in der Praxis gegeben, die Firma hat bereits Registrierungschargen in Northbridge hergestellt, baut die kommerzielle Vorbereitung mit einem neuen Chief Commercial Officer aus und hat Anfang 2026 den Patentschutz für die DURAVYU-Insert-Formulierung nach eigenen Angaben bis 2043 verlängert. Gelingt die wet-AMD-Phase 3, könnte EyePoint relativ schnell von einer verlustreichen Entwicklungsfirma in eine Übernahmekandidatin oder fokussierte Ophthalmologie-Gesellschaft mit echter Umsatzperspektive kippen. Die bärische These ist aber genauso klar: Noch ist DURAVYU nicht zugelassen, EyePoint verbrennt viel Geld, die Umsatzbasis ist schwach, das Unternehmen trägt Altlasten aus DEXYCU mit sich herum, darunter ein FDA-Warning-Letter für YUTIQ-bezogene cGMP-Themen an der Watertown-Anlage sowie eine im ersten Quartal 2026 grundsätzlich vereinbarte DOJ/HHS-Beilegung im Zusammenhang mit DEXYCU-Marketingpraktiken. Hinzu kommt echter Wettbewerbsdruck: Reuters berichtete im März 2026 über den Rechtsstreit mit Ocular Therapeutix, dessen Konkurrenzprogramm Axpaxli zuvor in einer späten wet-AMD-Studie einen wichtigen Erfolg gemeldet hatte. EyePoint kämpft also nicht im luftleeren Raum, sondern in einem harten Rennen. (EyePoint, Inc.)
Meine Kursziele würde ich bei EyePoint deshalb nur szenariobasiert formulieren. Im negativen Szenario, also bei enttäuschenden wet-AMD-Daten oder neuen Sicherheitsproblemen, halte ich einen Rückfall in den Bereich von etwa 5 bis 7 USD für plausibel. Dann bliebe im Wesentlichen die Kasse abzüglich weiterer Burn, etwas Restwert aus Plattform und Pipeline sowie die Hoffnung auf Verpartnerung. Im Basisszenario, also bei positiven wet-AMD-Daten, fortbestehender DME-Option und ohne größere regulatorische Störungen, sehe ich die Aktie eher im Bereich von 22 bis 28 USD fair. Im bullischen Szenario – starke Phase-3-Daten, zügige NDA-Vorbereitung, glaubwürdige Launch-Readiness, später auch Erfolg in DME – halte ich 40 bis 50 USD für erreichbar. Das ist keine mathematische Präzision, sondern die saubere Abbildung eines binären Profils: Heute zahlt der Markt ungefähr 675 Mio. USD Enterprise Value für ein Phase-3-Retina-Asset mit starker Cash-Position, aber ohne zugelassenen Lead-Umsatz. (SEC)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist mein Urteil zweigeteilt. Auf Sicht von fünf Jahren kann EyePoint bei Erfolg in wet AMD und später DME erheblich größer werden; dann wäre das Unternehmen keine Story-Aktie mehr, sondern ein realer Retina-Spezialist mit Produkt, Produktion und möglicherweise zusätzlicher Pipeline-Optionalität über EYP-2301, für das 2026 präklinische Tox- und PK-Daten avisiert sind. Auf Sicht von zehn bis fünfzehn Jahren ist die Unsicherheit aber außergewöhnlich hoch: Entweder gelingt der Übergang zu einer kleinen, profitablen Ophthalmologieplattform mit langlebigem IP-Schutz, oder EyePoint bleibt trotz möglicher erster Zulassung strategisch zu schmal und wird von Konkurrenz, Preis- und Erstattungsdruck oder der nächsten Kapitalrunde wieder eingeholt. Unterm Strich sehe ich EyePoint deshalb nicht als konservative Langfristanlage, sondern als qualitativ interessante, aber klar binäre Biotech-Spekulation mit überdurchschnittlicher Chance und ebenso realem Absturzrisiko. Für risikofeste Anleger ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau attraktiv genug, um sie ernst zu nehmen; für vorsichtige Anleger ist sie Stand heute zu datenabhängig. (SEC)
Autor: ChatGPT






