Roper Technologies (WKN: 883563) ROP

Seite 1 von 1
neuester Beitrag:  14.04.26 23:07
eröffnet am: 30.09.20 20:52 von: Tamakoschy Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 14.04.26 23:07 von: MrTrillion3 Leser gesamt: 9933
davon Heute: 44
bewertet mit 1 Stern

30.09.20 20:52 #1 Roper Technologies (WKN: 883563) ROP
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/ROPER-TECHNOLOGIES-INC-14279/

Roper Technologies Inc. ist eine diversifizierte Gruppe, die um 4 Produktfamilien herum organisiert ist:

- produkte für die wissenschaftliche und industrielle Bildverarbeitung (29,7% des Nettoumsatzes): Produkte und Software für die digitale Bildverarbeitung, medizinische Produkte, tragbare und fahrzeugmontierte Computer usw.;

- produkte der Industrietechnik (29,6%): Industriepumpen, Durchflussmess- und Dosiergeräte, Industrieventile und -steuerungen, Geräte für die Materialanalyse usw.;

- funkfrequenzprodukte (28,5 %): Mautsysteme und Verkehrskontrollgeräte, Sicherheits- und Zugangskontrollsysteme, Campus-Kartensysteme, Systeme zur Verfolgung mobiler Güter, Temperatur-Fernüberwachungssysteme usw.;

- energie- und Kontrollsysteme (12,2%): Kontrollsysteme, Ausrüstung zur Prüfung der Flüssigkeitseigenschaften, Sensoren, zerstörungsfreie Inspektions- und Messinstrumente usw.


https://www.morningstar.com/stocks/xnys/rop/financials

http://investors.ropertech.com/  
06.01.21 20:07 #2 Einstieg
So, habe die aktuelle Konsolidierung für eine erste Position genutzt, da ich davon ausgehe dass es langfristig weiter nach oben gehen wird.  
07.04.22 21:33 #3 Ist ja echt was los hier im Forum
Und ich steig auch mal ein.  
24.07.24 16:37 #5 Puh
Das ist ein herber Dip heute bei Roper Technologies. Man ist jetzt wieder auf dem Niveau des vergangenen November, sämtliche Hoffnungen auf AI basierende Umsatzerhöhung sind nicht erfüllt worden. Roper prognostiziert Ergebnisse wie selbst vorhergesagt ohne Überraschung.

Es gibt zwar erste Anwendungen von AI bei Roper, doch ist der Großteil der Software bisher frei von AI und ich behaupte auf Grund der Gliedrigkeit der Holdingstruktur und der Vielzahl an Softwareprodukten wird das so noch eine Weile bleiben.

Es gilt nun die Beruhigung des Dips abzuwarten, danach kann man über einen Einstieg auf nun deutlich gunstigerem Niveau nachdenken. Auf meiner Wachliste ist Roper nun sehr weit oben angelangt zum aufstocken meiner schon vorhandenen Position.  
28.10.24 23:21 #7 Zahlen
Wieder gute Zahlen, EPS gesteigert.

Liegen lassen und langsam auf dem Weg nach oben genießen.  
16.11.25 10:00 #8 Noch mehr gefällig? Diese drei Unternehmen ...
Dies ist ein automatisiert generierter Hinweis auf die neueste News zu "Roper Technologies Inc" aus der ARIVA.DE Redaktion.

Die Ertragslage vieler Unternehmen ist weiterhin gut. Das hat jetzt Atmos Energy, Roper Technologies und Iron Mountain zu zweistelligen Dividendenerhöhungen veranlasst!

Lesen Sie den ganzen Artikel: Noch mehr gefällig? Diese drei Unternehmen haben ihre Dividende jetzt kräftig angehoben!  
14.04.26 23:07 #9 US7766961061 - Roper Technologies

Roper Technologies ist für mich zum Stand 14.4.2026 kein klassischer Industriewert mehr, sondern im Kern ein hochwertiger Software- und Nischenplattform-Konzern mit einigen ergänzenden technologiegetriebenen Produktgeschäften. Die Gesellschaft hat 2025 den Umsatz um 12 % auf 7,90 Mrd. US-Dollar gesteigert, das adjusted EBITDA um 11 % auf 3,14 Mrd. US-Dollar und den adjusted Gewinn je Aktie um 9 % auf 20,00 US-Dollar; der Free Cashflow lag bei 2,47 Mrd. US-Dollar. Wichtig ist dabei: Zum 14.4.2026 liegen die Zahlen für das erste Quartal 2026 noch nicht vor, sie sind erst für den 23.4.2026 angekündigt. Meine Einschätzung stützt sich also auf den Geschäftsbericht 2025, die Q4-/Jahreszahlen 2025 und die 2026er Guidance. (ropertech.com)

Die Geschichte von Roper ist genau der Grund, warum die Aktie so interessant ist. Das Unternehmen stammt historisch aus einem alten Industriegeschäft und wurde 2015 offiziell von Roper Industries in Roper Technologies umbenannt, um den Wandel in Richtung technologie- und softwarelastiges Portfolio abzubilden. Unter Brian Jellison und später Neil Hunn, der seit 2018 CEO ist, wurde Roper zu einem disziplinierten Kapitalallokator umgebaut. Große Meilensteine dieser Transformation waren unter anderem Deltek 2016 für 2,8 Mrd. US-Dollar, Vertafore 2020 für 5,35 Mrd. US-Dollar, Transact Campus 2024 für 1,5 Mrd. US-Dollar und CentralReach 2025 für rund 1,65 Mrd. US-Dollar. Genau so baut man keinen Zykliker, sondern einen dauerhaften Cashflow-Compounder. (ropertech.com)

Heute ist Roper laut eigenem Aktionärsbrief ungefähr zu 75 % Vertical-Market-Software und zu 25 % Technology-Enabled Products aufgestellt; das Management spricht sogar von „virtually no cyclical exposure“. Ganz so glatt ist es zwar nicht, weil Deltek, DAT, ConstructConnect oder Neptune natürlich durchaus Endmarkteinflüsse spüren. Aber die Richtung stimmt: 2025 entfielen rund 56,7 % des Umsatzes auf Application Software, 20,3 % auf Network Software und 23,0 % auf Technology Enabled Products. Noch wichtiger: Softwareumsatz machte 6,13 Mrd. US-Dollar beziehungsweise rund 77,6 % des Gesamtumsatzes aus, und allein recurring software revenue lag bei 4,48 Mrd. US-Dollar beziehungsweise rund 56,7 % des Gesamtumsatzes. Das ist qualitativ ein ganz anderes Profil als bei einem klassischen Mischkonzern.

Auch die Margen zeigen die Qualität. Die Segment-Operating-Margins lagen 2025 bei 26,8 % im Application-Software-Segment, 43,5 % im Network-Software-Segment und 34,5 % bei Technology Enabled Products; auf Konzernebene lag die operative Marge bei 28,3 %. Besonders stark ist, dass Roper trotz seiner Größe weiter sehr hohe Cash-Konversion liefert. Genau deshalb wird die Aktie seit Jahren nicht als „Industrie“, sondern als Premium-Compounder bepreist. Das operative Modell ist dezentral, die einzelnen Töchter bleiben nahe am Kunden, während die Zentrale im Kern Kapitalallokation, Führungskräfteauswahl und Performance-Steuerung übernimmt. Das ist schlicht ein starkes Modell.

Die Bilanz ist ordentlich, aber nicht frei von Risiken. Zum Jahresende 2025 standen 297 Mio. US-Dollar Cash 9,30 Mrd. US-Dollar Nettofinanzverbindlichkeiten gegenüber; das Management weist für Ende Q4 2025 ein Net Debt/EBITDA von 2,9x aus. Zugleich spricht Roper von mehr als 6 Mrd. US-Dollar Kapitalspielraum für weitere Übernahmen und hatte Anfang 2026 noch 2,5 Mrd. US-Dollar unter der Aktienrückkaufsermächtigung offen. Die Quartalsdividende wurde Ende 2025 auf 0,91 US-Dollar erhöht; das war die 33. jährliche Anhebung in Folge. Der Haken: Die Bilanz ist extrem akquisitionslastig. Goodwill von 21,34 Mrd. US-Dollar und sonstige immaterielle Vermögenswerte von 9,76 Mrd. US-Dollar machen zusammen rund 90 % der Bilanzsumme aus. Das ist für einen Serial Acquirer nicht ungewöhnlich, aber man darf es nicht verniedlichen: Wenn Roper einmal zu teuer zukauft oder Geschäftsmodelle strukturell kippen, steckt das Risiko zuerst in diesen Positionen.

Der Grund für die Schwäche der Aktie ist nicht, dass das Geschäftsmodell kaputt wäre. Der Grund ist, dass das Wachstum zuletzt unter den eigenen Ansprüchen lag. Im Aktionärsbrief sagt das Management selbst, dass 2025 mit 5 % organischem Wachstum unter der ursprünglichen Erwartung lag; genannt werden als Bremsen Deltek wegen Unsicherheit im US-Government-Contracting, Neptune wegen Tarif-/Surcharge-Themen und Procare wegen operativer Probleme. Für 2026 stellt Roper nur rund 8 % Gesamtumsatzwachstum, 5–6 % organisches Wachstum und adjusted EPS von 21,30 bis 21,55 US-Dollar in Aussicht. Reuters berichtete Ende Januar, dass genau diese vorsichtige Guidance – vor allem wegen Deltek – den Kurs an dem Tag um 14,9 % einbrechen ließ. Das ist der Kern der Story: kein Qualitätsproblem, sondern ein Multiple-Reset wegen vorerst nur solider statt überragender organischer Dynamik.

Trotzdem sehe ich hier keinen gefallenen Engel, sondern eher einen sehr guten Compounder in einer Bewertungsdelle. Der Aktienkurs lag am 14.4.2026 bei 354 US-Dollar, die Marktkapitalisierung bei rund 53,6 Mrd. US-Dollar. Auf Basis des Midpoints der 2026er adjusted-EPS-Guidance handelt die Aktie damit nur bei rund 16,5x adjusted Gewinn; der Free-Cashflow-Return auf die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei rund 4,6 %. Für ein Unternehmen mit Ropers Geschäftsqualität, Margenprofil und Kapitalallokationshistorie ist das nicht teuer. Billig im absoluten Sinn ist es aber auch nicht, weil das organische Wachstum erst wieder beweisen muss, dass es nachhaltig Richtung 6–7 % und darüber gehen kann. Der Sell-Side-Konsens liegt je nach Datenanbieter grob bei 461 bis 477 US-Dollar, also deutlich über dem aktuellen Kurs. (ropertech.com)

Meine eigene 12-Monats-Einschätzung liegt etwas konservativer als manche Analystenziele. Ich halte eine faire Spanne von 400 bis 470 US-Dollar für plausibel. Das ist meine Ableitung aus der 2026er Gewinn-Guidance und einem aus meiner Sicht vertretbaren Bewertungsrahmen von etwa 19x bis 22x adjusted EPS. Unter 380 US-Dollar wird die Aktie für langfristige Qualitätsinvestoren aus meiner Sicht klar interessant, zwischen 400 und 470 US-Dollar wäre sie fair bis gut bezahlt, und oberhalb von 500 US-Dollar bräuchte es wieder sichtbar stärkeres organisches Wachstum, damit die Bewertung dauerhaft hält. Das ist genau der Punkt: Die Aktie ist heute eher ein Re-Rating- und Ausführungs-Case als ein klassischer Turnaround. (ropertech.com)

Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre gefällt mir Roper fundamental weiterhin sehr gut. Das Management sagt selbst, dass eine nachhaltige Verschiebung des organischen Wachstums von der 5 %-Zone auf 7 %+ einen spürbaren Effekt auf die langfristige Cashflow-Compoundierung hätte. Zusätzlich arbeitet Roper daran, KI nicht als Marketingetikett, sondern direkt in vertikale Workflows einzubauen; genau dort kann das Unternehmen tatsächlich Mehrwert monetarisieren, weil es Daten, Prozesse und Kundenbeziehungen besitzt. Ich halte das für glaubwürdig. Für 2031 erscheint mir in einem Szenariorahmen ein Kursband von grob 560 bis 830 US-Dollar plausibel, wenn adjusted EPS über fünf Jahre etwa 8 % bis 12 % jährlich wächst und der Markt dann 18x bis 22x Gewinn bezahlt. Für 10 bis 15 Jahre wäre ein exaktes Punkt-Kursziel nicht seriös. Was ich aber für seriös halte: Wenn Roper die Kapitalallokation diszipliniert hält, Deltek stabilisiert, Procare verbessert und KI bei mehreren Plattformen tatsächlich in Umsatz verwandelt, dann ist über diesen Zeitraum eher eine deutliche Verdopplung bis mehr als Verdreifachung als ein strukturelles Dahinsiechen das wahrscheinlichere Bild.

Mein Fazit ist deshalb klar: Roper Technologies ist für mich eines der besseren Langfrist-Unternehmen im US-Markt, weil es hohe wiederkehrende Erlöse, starke Nischenpositionen, sehr gute Margen, hohe Cash-Konversion und bewährte Kapitalallokation verbindet. Die Schwäche der Aktie ist real, aber sie ist bisher vor allem eine Frage des verlangsamten organischen Wachstums und der gesunkenen Bewertungsbereitschaft des Marktes. Für kurzfristige Anleger ist das unerquicklich. Für geduldige Anleger mit fünf Jahren plus Zeithorizont ist genau so eine Phase oft der interessanteste Zeitpunkt, sich mit so einer Aktie zu beschäftigen. Meine Einschätzung lautet daher: operativ sehr starkes Unternehmen, Aktie nach dem Einbruch wieder attraktiv, aber nur dann wirklich überdurchschnittlich, wenn das Management die Rückkehr zu höherem organischem Wachstum liefert.

Autor: ChatGPT

 
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen:    


Bitte warten...