Quelle
http://www.ariva.de/news/kolumnen/...reszeit-fuer-Edelmetalle-5687441
„Fatale Strategie der EZB“, „Limitierter Effekt der losen Geldpolitik“ oder „Die Bazooka der EZB trifft nicht“ ist nach der Zinsentscheidung der europäischen Notenbank von Seiten vieler Volkswirte zu hören. Doch die vermeintlichen Experten werden falsch liegen. Zumindest wenn es um den Wert von geldähnlichen Edelmetallen geht. Denn negative Zinsen sollten immer breitere Käuferschichten für Gold und Silber erschließen. Anleger, die ohnehin auf Gold gesetzt haben, können nun ihre Positionen weiter ausbauen. Denn die Opportunitätskosten sind verschwunden. Außer Aktien gibt es kaum mehr Anlageklassen, bei denen das Chance-Risikoverhältnis ein Engagement erlauben würde.
Gold hat somit den Malus langer Jahre abgelegt, nämlich dass es keine Rendite abwirft. Deutsche Staatsanleihen zum Beispiel werfen heute sogar eine negative Verzinsung ab. Die Vorzüge von Gold und damit auch des kleinen Bruders Silber werden daher neu entdeckt. Sie sind Sachwerte, die die Kaufkraft und auch die Liquidität erhalten können. Wenn immer mehr Investoren dies in ihre Köpfe bekommen, dann sollte die Nachfrage nach Gold und Silber deutlich steigen. Und überlegt man, wie klein doch der Goldmarkt gegenüber Aktien- und vor allem Anleihenmärkten ist, dann sind Kurszielen kaum Grenzen gesetzt. Die monatlich nachgefragte Menge Gold hat etwa den Wert von umgerechnet 14 Milliarden Euro. Und die EZB allein will nun monatlich für 80 Milliarden Euro Anleihen aufkaufen. Es ist klar, nur eine kleine Umschichtung von Anleihenmärkten in den Goldmarkt, wo ohnehin nichts mehr zu verdienen ist, würde den Goldpreis enorm in die Höhe treiben. Das alte Hoch dürfte in ein bis zwei Jahren nur mehr Geschichte sein. Anleger, die in diesem Jahrhundert-Bullenmarkt dabei sein wollen, kaufen sich heute Gold und Silber. |