Global Fashion Group AG - Thread!

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eröffnet am: 20.06.19 23:11 von: BorsaMetin Anzahl Beiträge: 7472
neuester Beitrag: 21.04.26 21:36 von: Scansoft Leser gesamt: 3525705
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22.12.25 23:12 #6876 Wobei es ja wirklich nur ne Kreditlinie ist, di.
für die working Capital Schwankungen eingesetzt werden würden.

Ändert jetzt eigentlich nicht wirklich irgendwas. Ist aber immerhin vorausschauend, sowas jetzt schon abzuschließen und nicht erst auf darauf zu warten, wenn der bisherige Cash auf ein Niveau sinkt, wo dann Kreditlinien teurer würden.

Letztlich kommt vieles darauf an, ob man den Umsatzrückgang eindämmen kann. Sonst wird es mit positiven Cashflows schwer. Aber das Thema hatten wir ja schon. Ich hab immernoch als Ziel im Jahr 2027 einen ausgeglichenen FCF erzielen zu können. Dafür müsste man aber 2027 etwas mehr Umsatz erzielen als 2025. Da bin ich ein wenig skeptisch, aber zumindest Staganation und nur sehr geringen Cashburn sollte man schaffen können.
Für die Aktie wäre eine etwas offensivere Kommunikation des Vorstands wichtig. Wobei man für so eine kleine Aktie ganz zufrieden sein kann, was und wie GFG meldet.
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the harder we fight the higher the wall
23.12.25 09:52 #6877 Ein ausgeglichener FCF
hängt bei GFG nicht primär an Umsatzwachstum, sondern an Margen- und Strukturhebeln. Der steigende Marketplace-Anteil, höhere Bruttomargen, gesenkte Fulfilment- und Marketingquoten sowie niedriges Capex ermöglichen FCF auch bei stagnierendem Umsatz.

GFG befindet sich ja mitten im Modellwechsel mit genau diesen Faktoren, die EBITDA auch bei stagnierendem Umsatz verbessern.  
23.12.25 13:56 #6878 Das versteht sich ja von selbst
Aber aktuell fällt eben der Umsatz noch, und manche Kostenfaktoren (Marketing, fullfilment) werden nicht mehr den Hebel haben wie in den letzten zwei Jahren, wenn man weiter Umsatz verliert. Capex ist auch bereits extrem niedrig.

Was also bleibt ist das Thema Ausweitung MarketPlace, eigene Marken und ansonsten halt Umsatz.
Man sollte eben zumindest keinen Umsatz währungsbereinigt verlieren, wenn man ab 2027 kaum/keinen Cashburn mehr haben will. Ist machbar, aber schon noch ein Stückchen des Weges.  
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the harder we fight the higher the wall
27.12.25 18:18 #6879 Neujahrsrallye coming
Warum so plötzlich Volumen? Ich tippe mal auf mehr in Kürze!  
27.12.25 20:29 #6880 Jaa da kommt was..
Da braut sich gerade etwas zusammen.. sieht für mich auch wie der Startschuss einer Rallye aus. 2-3€ wären absolut genial  
29.12.25 11:29 #6881 Stockflix,
deine 2 - 3 € nehme ich sofort.
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Wie macht man an der Börse ein kleines Vermögen?
Ganz einfach: Indem man mit einem großen anfängt.
30.12.25 03:38 #6882 Das war wohl nix, Kajuscha
Interessant, dass Kajuscha einen Tag vor Weihnachten GFG Aktien in seinem Wkifolio zukaufen und einen Handelstag später heute mit Miniplus verkauft. Warum? Was hat sich geändert?  
30.12.25 08:27 #6883 Ganz einfache Erklärung
Ich hasse GFG :)



Aber im Ernst. Ich weiß zwar nicht warum ich dir eine Erklärung schuldig bin, aber wie man an den wikifolio Trades sehen kann, habe ich zwischen 18. und 22. Dezember bei 0,24 € in den beiden Wikifolios gekauft, und dann am 23.Dezember und am 29. Dezember für jeweils 0,28 € diese Stücke (übrigens eh extrem geringe Volumen) wieder verkauft.
Sowas nennt man Gewinnmitnahme/Trading. Und übrigens sind knapp 15% Kursgewinn innerhalb von zwei Handelstagen für meinen Geschmack kein „Miniplus“.  Du als Professor Dr.Dr. hast da vielleicht andere Ansprüche.
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the harder we fight the higher the wall
01.01.26 15:46 #6884 Kein Wunder, dass Kajuscha Aktien verkauft.
Du glaubst anscheinend nicht an kurzfristig positive News. Kein Wunder, da GFG über Iconic die Schulden erhöht hat und im verborgenen erhöhen kann, so dass Zinsaufwendungen schwierig vorauszusehen sind.  
01.01.26 18:42 #6885 @Janoliver
Du solltest genauer lesen:
Aus der von GFG veröffentlichten Nachricht könntest du eine höhere Verschuldung nur ableiten, wenn du wüsstest, welche Kreditlinien The Iconic bis dahin gehabt hat. Diese Linien werden meines Wissens aber nicht auf Unternehmensebene (nur auf Gruppenebene) berichtet.

Daher gehe ich nicht von einer höheren Verschuldung durch "die neue Kreditlinie" von The Iconic aus.
Warum auch? Der Umsatz sinkt doch.  
01.01.26 19:18 #6886 @Chaecka: The Iconic Kredit wäre auf Grupp.
Da die Töchter vollkonsolidiert werden, sind gezogene Kreditlinien auf Töchterebene auf (Gruppen-)Konzernebene natürlich zu sehen. Wenn es nicht so wäre, dann könnte jedes Unternehmen sich massiv über ihre Töchter unbemerkt verschulden. Dann wäre Berichterstattung uninformativ.
Mein Punkt ist , dass man bei Kreditlinien zu Bilanzstichtagen diese Verschuldung kurzfristig zurückführen kann, um diese Verschuldungsart außerhalb der Bilanzstichtage zu verschleiern.33522543  
01.01.26 19:40 #6887 @Chaecka Du hast mich auf w:o alarmiert!
Für mich ist die Nachricht über höhere Kreditlinien auch eher alarmierend, da zum einen Liquiditätsprobleme durch schleppenden Absatz dahinterstecken könnten und zum anderen kurzfristige Kredite wie Kreditlinien bei schlechten Bonitäten vergeben werden. Ich nehme an, dass GFG mehr Sicherheiten stellen musste, damit eine Erhöhung möglich war. Das könnte durch die verwirrende Darstellung in der Meldung versteckt worden sein. GFG macht ja eben keine Aussagen zum aktuellen Geschäft trotz Ad Hoc, sondern argumentiert mit bekannten alten Zahlen. Für mich nicht sehr positiv alles. Kein Wunder, dass Kajuscha Aktien verkauft hat.  
01.01.26 22:48 #6888 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 02.01.26 15:47
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 
01.01.26 22:56 #6889 Chaecka
Zitat: „ Daher gehe ich nicht von einer höheren Verschuldung durch "die neue Kreditlinie" von The Iconic aus. Warum auch? Der Umsatz sinkt doch.“

Inwiefern sinkt der Umsatz von The Iconic?

In Q3 ist er um 4,9% gestiegen und auch auf 9 Monatsbasis.

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the harder we fight the higher the wall
01.01.26 23:02 #6890 Frohes neues Jahr ...
und offenbar startet 2026 für manche mit alten Reflexen - Kreditlinie gelesen, Alarmglocken an, Insolvenz-Interpretation sofort mitgeliefert.

Die genannten „Alarm“-Punkte sind aus meiner Sicht keine. Eine RCF ist kein Debt ohne Abruf, schlechte Bonität spricht gegen mehrjährige, flexible Linien (schon gar nicht bis 2028) und zu Sicherheiten sagt die Meldung nichts. Alles andere liest man hinein, belegen lässt es sich erst im Abschluss.  
02.01.26 01:10 #6891 Warum ich Kreditlinienveränderungen alarmiere.
Akademische TOP Studien zeigen, dass riskantere Kreditnehmer mehr Monitoring und kürzere Kreditlaufzeiten erhalten. Theoretisch wird das durch anreizkompatible Verträge unter Informationsasymmetrien erklärt. Dasselbe hat TUI lange durchgemacht.33522731  
02.01.26 09:27 #6892 und ist das bei GFG der Fall?
Im Übrigen hinkt der Vergleich mit TUI in deren Krise.

GFG hat ne Menge Cash und 2% Investitionsquote.

Was GFG in der Griff kriegen muss, ist die Ebitda Marge noch ein wenig zu steigern. Dafür müsste man vor allem den Umsatzrückgang in SEA verringern oder am besten stoppen. Dürfte aber auch ohne Umsatzwachstum auf Konzernebene noch steigerbar sein. Ich rechne ja im 2.Halbjahr 2026 mit einem nahezu ausgeglichenem Vorsteuergewinn, ähnlich schon jetzt in Q4/25, wo man nah dran sein dürfte. Auf Jahresbasis wird es aber wohl noch bis 2027 dauern bis man den cashburn stoppt und 2028 bis man auch Nettogewinne erzielt. Bis dahin hat man aber genug Cash. Selbst wenn wir Mitte/Ende 2027 nur noch knapp 40 Cents pro Aktie Netcash haben, bevor dann wieder Cash generiert wird, müsste der Kurs vorher schon mindestens dort hinlaufen. Es sei denn wir bekommen die nächsten 2-3 Quartale überraschend sinkende Margen. Halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.  
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the harder we fight the higher the wall
02.01.26 10:23 #6893 @Dr. Jan: Interessante Annahmen....
Der Gedanke zu anreizkompatiblen Verträgen ist richtig, wird hier aber auf den falschen Vertragstyp angewendet. In der Theorie werden ja Kreditverträge zustandsabhängig vergeben:
1. Bei Distress sind sie kurz und restriktiv, dabei ist das Ziel der Bank den Verlust zu begrenzen z.B. durch eben kurze Laufzeiten, enges Monitoring & harte covenants.
2. Operative Working-Capital-Linien sind erneuerbare Kredite (revolvierend) und über Kosten/Usage-Anreize gesteuert z.B. Gebühren falls Linie "gehortet" wird oder mit längeren Laufzeiten solange Cashflows planbar sind.

Eine mehrjährige RCF wie bei GFG nun vergeben wurde, passt aus meiner Sicht zu letzterem und ist kein Stresssignal. Und Informationsasymmetrien (d.h. die Bank weiß weniger als das Unternehmen) kann man sich bei der offenen Kommunikation von GFG nur sehr schwer vorstellen.

Im Übrigen hinkt der TUI-Vergleich, weil dort ein exogener (COVID-)Schock mit staatlicher Rettungsfinanzierung vorlag. Eine völlig andere Situation als die jetzige Vergabe der normalen Betriebsmittellinie bei GFG.  
02.01.26 11:09 #6894 @Chris
Sehr gute Gedanken, ich sehe aber Kreditlinien als deinen Fall 1 kurzfristiger Finanzierung bei Distress, da diese Linien ja durch Covenants schnell gekündigt werden könnten.
Und ich als Risikocontroller einer großen deutschen Bank kann dir sagen, dass Kredite nach EBA Leitlinien und MaRisk über die ganze Laufzeit in ihrer Kapitaldienstfähigkeit eingeschätzt werden müssen. Daher ist die Wahl für kurzfristige Finanzierung ein glauwürdiges Signal für schlechte (mittelfristige) Bonität.33524400  
02.01.26 11:10 #6895 CEO Barchewitz
hat sich ein kleines Weihnachtsgeschenk unter den Baum gelegt.

100.000 Stk zu 0.276€

Geht doch - starkes Signal!!!

https://www.ariva.de/aktien/...a-notification-and-public-rsf-11860673  
02.01.26 11:11 #6896 Zweites Warnsignal: CEO kaufte 100000 Ak.
Da er nun in Erwartung der Zahlen für 2025 Insiderwissen sehr wahrscheinlich besitzt und nur kaufen kann, wenn er dieses nicht gewinnbringend nutzt, ist für mich klar, dass die bevorstehenden Zahlen nur die Markterwartungen treffen oder unterschreiten. Ich habe heute meine kleine Restposition verkauft. Ich habe ja schon die letzten Tage weitere negative Einschätzungen genannt.  
02.01.26 11:30 #6897 @Katjuscha
Umsatz Iconic in Mio. EURO
Q1/24: 30
Q2/24: 39,5
Q3/24:40,9
Q1-Q3/24: 110,4

Q1/25:32,7
Q2/25:40,9
Q3/25:39,6
Q1-Q3/25:113,2

Macht eine Steigerung von 2,5% über neun Monate, die letzten drei gab es einen Rückgang.

Darum ging es mir aber nicht. Mir ging es um die Interpretation von JanOliver.
Selbstverständlich braucht ein Unternehmen eine Kreditlinie, um Waren zu kaufen, Gehälter zu bezahlen, usw.
Ausserdem braucht ein Unternehmen Kreditlinien, um Anzahlungen durch Bankgarantien absichern zu können.

Beide Arten von Kreditlinien gab es vorher schon. Spricht GFG nun von "neuen Linien", dann vielleicht, weil es einen neuen Bankpartner gibt oder wasweissich.

Wenn nun JanOliver eine Ausweitung der Kreditlinien (aufgrund eines missverständlich geschriebenen Textes von GFG) zu erkennen glaubt, dann widerspreche ich dem, solange wir nicht wissen, wie hoch diese Linien zuvor waren.

Meine Annahme ist, dass die Linien für The Iconic nicht gestiegen sind. Wären sie signifikant gestiegen, hielte ich das für ein positives Zeichen, weil es auf mehr Neugeschäft hinweisen würde.

All das hat uns GFG aber nicht verraten.

So klarer?  
02.01.26 11:43 #6898 @Dr Jan: Gedankengang nachvollziehbar ...
die negativen Schlussfolgerungen halte ich allerdings für nicht zwingend.

Zu deinem "ersten Warnsignal":
Das Banken die Kapitaldienstfähigkeit über die Laufzeit beurteilen müssen, spricht nicht gegen, sondern für eine mehrjährige RCF. Die Bank muss gerade davon überzeugt sein, dass die Cashflows über mehrere Jahre tragfähig sind, sonst dürfte sie die Linie doch gar nicht zusagen.
Wichtig ist die Trennung, dass Kurzfristig kündbar ungleich kurzfristige Distress-Finanzierung ist.
Die Kündbarkeit ist ein Risikosteuerungsinstrument (Notbremse), kein Bonitätssignal. Bonität wird über Cashflows, Stabilität und Puffer beurteilt.
Eine mehrjährige RCF mit laufender Überprüfung ist genau der Zustand, den EBA/MaRisk beabsichtigen: fortlaufendes Monitoring bei grundsätzlich tragfähiger Bonität.

Zu deinem "zweiten Warnsignal":
Insider dürfen kaufen, solange sie keine konkrete ad-hoc-pflichtige Information haben d.h. unabhängig davon ob Zahlen gut oder schlecht werden.
Empirisch korrelieren CEO-Käufe im Mittel positiv mit der langfristigen Performance, nicht negativ. Dass man daraus automatisch schlechte Zahlen ableitet, überzeugt mich daher nicht.
 
02.01.26 11:50 #6899 Chaecka, also für mich ist entscheidend, ob
man währungsbereinigt wächst, wenn wir darüber reden, wenn man es in operatuve Zusammenhänge bringt, wie in diesem Fall zuzm Thema Kreditlinien.
Die Währung mag unsere Sicht als Anleger auf den Konzernumsatz zeigen, aber hat Null mit dem operativen Geschäft von TheIconic zu tun.


ps: Was JanOliver alias Dr.Jos hier schreibt ist schlicht hanebüchen. Jetzt versucht er schon Insiderkäufe negativ zu framen, nachdem er ausgestiegen ist. Also bitte ...
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the harder we fight the higher the wall
02.01.26 11:57 #6900 Jan habe ich ja schon eine Weile
ausgeblended. Doch auch wenn ich nicht weiß, was er geschrieben hat. Die Antworten, die er damit erreicht hat, bestätigen mich darin, weiter zu halten und womöglich bei entsprechenden Nachrichten noch zuzukaufen. Danke Jan.  
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