Die Lage in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist sehr angespannt. Dutzende Menschen kamen bereits ums Leben. Noch immer herrscht Unklarheit über den Verbleib von Staatschef Gaddafi. Die Lage in Libyen im FOCUS-Online-Ticker.
21:05 Uhr: In der libyschen Hauptstadt Tripolis machen regierungstreue Milizen nach einem Augenzeugenbericht Jagd auf Gegner von Staatschef Muammar el Gaddafi. Mitglieder der „Revolutionskomitees“ hätten das Stadtzentrum besetzt, sagte ein Bewohner, der in der Nähe des zentralen Grünen Platzes lebt. Das Staatsfernsehen hatte zuvor berichtet, das Militär habe „die Verstecke der Saboteure“ gestürmt. Die Kommunikationsverbindungen in die Stadt waren unterbrochen, und auch Handyanrufe nach Libyen waren vom Ausland aus unmöglich.
20:53 Uhr: Ein Transportflugzeug des österreichischen Bundesheeres mit etwa 60 EU-Bürgern sitzt offenbar am Flughafen in Tripolis fest. „Der gesamte Luftraum ist derzeit gesperrt“, sagte ein Sprechers des Verteidigungsministeriums in Wien. Die Maschine hätte um 18.30 Uhr von Tripolis aus in Richtung Valetta auf Malta starten sollen. Unter den Passagieren befinden sich 15 Österreicher und weitere 45 EU-Bürger, darunter „ziemlich sicher auch einige Deutsche“.
20:29 Uhr: Venezuelas Regierung dementiert Berichte, wonach der libysche Revolutionsführer Muammar el Gaddafi auf dem Weg in das südamerikanische Land sei. Der venezolanische Kommunikationsminister Andrés Izarra weist im TV-Sender „Telesur“ entsprechende Gerüchte zurück. Der libysche Machthaber hat sich seit der Eskalation der Gewalt in seinem Land nicht mehr öffentlich zu Wort gemeldet, was zu Spekulationen über seinen Aufenthaltsort geführt hat.
20:24 Uhr: In der libyschen Mittelmeerstadt Tobruk nahe der ägyptischen Grenze sind nach Angaben von Augenzeugen zehn Ägypter erschossen worden. Die Täter seien libysche „bewaffnete Banden und Söldner“ gewesen.
19:51 Uhr: Vertreter Libyens bei den Vereinten Nationen fordern Gaddafi zum Rücktritt auf. Das libysche Volk werde sich Gaddafis entledigen, sollte er sein Amt nicht niederlegen.
19:43 Uhr: Der Bundesregierung liegen nach Angaben von Außenminister Westerwelle keine Hinweise auf eine Flucht Gaddafis vor. Er könne Meldungen nicht bestätigen, nach denen sich Gaddafi möglicherweise nach Venezuela abgesetzt habe, sagte Westerwelle.
19:25 Uhr: Augenzeugen berichten im Fernsehsender El Arabija, allein am Montag seien in der libyschen Hauptstadt Tripolis 160 Menschen bei Zusammenstößen ums Leben gekommen.
19:09 Uhr: Die beiden auf Malta gelandeten Offiziere der libyschen Luftwaffe sind vor der Gewalt in ihrem Land geflohen. Die Piloten baten bereits über Funk um politisches Asyl. Sie waren von einem Militärstützpunkt in der Nähe der Hauptstadt Tripolis gestartet und hatten den libyschen Luftraum im Tiefflug verlassen, um nicht entdeckt zu werden.
19:06 Uhr Die meisten der libyschen Diplomaten bei den Vereinten Nationen haben sich von Staatschef Gaddafi losgesagt und sind auf die Seite der Opposition gewechselt. Lediglich der UN-Botschafter selbst halte noch zu dem umstrittenen Diktator, berichtete der New Yorker Korrespondent der „Los Angeles Times“.
18:53 Uhr: Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bestellt den libyschen Botschafter in Deutschland ein. Dschamal el Barag sei wegen des gewaltsamen Vorgehens der libyschen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten ins Auswärtige Amt einbestellt worden, hieß es in einer Erklärung.
18.44 Uhr: Ein Einwohner der libyschen Hauptstadt Tripolis berichtet im Sender El Dschasira, dass Kampfflugzeuge viele Orte in der Stadt bombardierten.
18.24 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußert sich über die Lage in Libyen besorgt und fordert ein sofortiges Ende der Gewalt. Nach Angaben seines Sprechers hat Ban auch mit Machthaber Muammar el Gaddafi gesprochen.
18.20 Uhr: Etliche entlassene Polizisten demonstrieren in der ägyptischen Hauptstadt Kairo für ihre Wiedereinstellung. Die Polizei war bei den wochenlangen Unruhen in dem Land eines der Hauptziele der Demonstranten.
17.59 Uhr: Der französische Energiekonzern Total zieht nach eigener Mitteilung die meisten ausländischen Mitarbeiter und ihre Familien aus Libyen ab. Die Ölproduktion sei von den Unruhen aber nicht beeinträchtigt.
17:57 Uhr: „Das Auswärtige Amt ist voll damit beschäftigt, alles zu organisieren, um unsere eigenen Landsleute dort in Sicherheit zu bringen“, sagt der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP). Besonders in Bengasi, wo es in den vergangenen Tagen mehrfach gewaltsame Proteste mit Toten gegeben hatte, sei die Situation „völlig unübersichtlich“ und die Lage von Ausländern „ausgesprochen kritisch“.
17.46 Uhr: Nach einem Bericht des TV-Senders El Dschasira werden Demonstranten in Tripolis von Militärflugzeugen beschossen.
17.24 Uhr: Der britische Außenminister William Hague sagt, es gebe Hinweise darauf, dass Machthaber Gaddafi auf dem Weg nach Venezuela ist. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.
16.54 Uhr: Zwei libysche Kampfflugzeuge landen Zeugen zufolge auf dem internationalen Flughafen der Mittelmeerinsel Malta. Weitere Informationen liegen zunächst nicht vor http://www.focus.de/politik/ausland/...oppositionelle_aid_602185.html |