So verkürzt steht das da im Artikel von 138 überhaupt nicht. Da steht auch was von Interessen anderer Mächte. Und: Das ist die persönliche Meinung des Feuilleto-Schreibers, an der m.E, wenig stichhaltig ist...
Die Gaspipeline stand für Katar auf dem Spiel, die von den Saudis aber schon seit längerem verhindert wird, weshalb sie gar nicht aktuell ist und weshalb die sich spinnefeind sind. Geostrategie ist niemals allein auf konkrete Rohstoffprojekte gerichtet. Da geht es eher um längerfristigen Einfluss auf ganze Regionen. Natürlich auch, um sich den Zugang zu Rohstoffen zu erhalten. Allerdings geht es dabei auch nicht darum, sich die Rohstoffe für lau unter den Nagel zu reißen, wie meistens behauptet wird, sondern nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein, vom Markt ausgeschlossen zu werden. So wie das im Kalten Krieg regelmäßig der Fall war, je nach jeweiliger Einflusszone. Syrien ist energietechnisch eher am Rande interessant. Da geht es eher darum, dass diverse Regionalmächte, die sich alle spinnefeindlich gegenüber stehen, sich dort um die strategischen Vorteile streiten. In Syrien waren sie alle am mitmischen. DChina, Russland und USA waren da nur mittelbar involviert. Aber zunächst war der Konflikt sowieso ein innerer. Da musste man nicht rumzündeln. Nachdem die Bevölkerungen, bzw. Teile derselben, der anderen arabischen Staaten in Nordafrika angefangen hatten, sich gegen die eigenen Regime aufzulehznen - was auch nicht reine, von außen gesteuerte Konflikte waren, hat das auch auf Syrien ü+bergegriffen, wo die Sunniten des Nordens sich unter der Fuchtel des Assadregimes untergebuttert fühlten. Was sofort auch den IS auf den Plan gerufenb hat und die Einmischung der Nacchbarstaaten zugelassen hat. Für die USA ist vor allem Israel ein wesentlicher Faktor. Und für Europa ist dort geostrategisch eh nicht viel zu holen, weil die Europäer es gar nicht mehr gewohnt sind, sich auf der Ebene der Geostrategie aktiv zu verhalten, weil man sich angewöhnt hat, das alles den Amis zu überlassen und sich selbst die HGände in Unschuld zu waschen. Interessen gibt es schon. Aber null Plan, wie man die sichern könnte. Und für Russland steht die Anerkennung als Machtfaktor und ihre Mittelmeerbasis auf dem Spiel.
Diese einfache Reduktion auf "Pipeline" ist ein beliebtes Muster für Denkfaule...
Unhjd die Reduzierung aller Konflikte auf die bösen USA ist das beliebte Muster für ideologisch Verblendete. ----------- Alles ist relativ. |