Auch andere haben bemerkt, dass Merkel Phrasen bevorzugt, und zwar unabhängig von den Adressaten. Wer dachte, bei einer Rede vor Harvard-Absolventen wäre es anders, wurde eines Schlechteren belehrt. Der Artikel endet mit der Bemerkung, dass jeder von den bald hundertjährigen Opas mit Krückstöcken es besser gemacht hätte als Merkel und dass der Autor sich davor schämt, dass er als Deutscher erkannt werden könnte.
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Merkels Rede in Harvard : Festgemauert in den Phrasen...
Ein intellektuell niederschmetterndes Niveau ... „Wir schaffen das“ – nur diesmal auf alles Mögliche bezogen Dies und die weiteren Deutschland-Merkel-Etappen trägt sie in einem „Sendung mit der Maus“-Ton, in dermaßen schlichten Hauptsätzen vor, dass man nicht weiß, was man denken soll. Das ist hier doch Harvard oder etwa nicht? Bei den Nutzanwendungen dieser wohl selbst bis nach Amerika inzwischen durchgedrungenen Episoden, die stellenweise wie abgeschrieben aus den Harvard-Mitteilungen wirken und mit denen sie dann wohl so etwas wie Sinn stiften will, wird es noch dürftiger: das „Festgefügte“, das sich ändern könne; die Veränderungen, die „im Kopf beginnen“; das „unvorstellbare Leid“, das Deutschland über Europa und die Welt gebracht habe; die „gemeinsamen“ Werte; Freiheit, Demokratie und Wohlstand, die alle nicht selbstverständlich seien; die Regeln der Technik, die wir setzen sollten, statt unser Leben von Technik beherrschen zu lassen; das „Mögliche“, das manchmal nicht reiche und nicht unbedingt das „Richtige“ sei; sogar für die „Mauer in den Köpfen“ ist sie sich nicht zu schade.
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