Baufinanzierer BHW nicht überrascht über Ausstiegspläne von BGAG
Hameln (ddp.vwd). Der Hamelner Baufinanzierer BHW zeigt sich nicht überrascht über die Ausstiegspläne der Gewerkschaftsholding BGAG. Dies sei keine Neuigkeit, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage. Beim Börsengang von BHW habe die BGAG bereits gesagt, dass sie unter Umständen bereit sei, Anteile an einen strategischen Investor zu verkaufen.
Zuvor hatte der auf Sanierungen spezialisierte neue Vorstand Helmut Balthasar in einem Interview der «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe) gesagt, dass er Verkäufe in den Bereichen vorantreiben werde, in denen gewerkschaftliches Engagement nicht mehr gebraucht werde. Auf dem Prüfstand stünden unter anderem die Anteile an BHW, an der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) und umfangreiche Immobilienengagements. Am Hamelner Finanzdienstleister ist die BGAG zu 39,1 Prozent beteiligt.
«Am Ende des Prozesses wird sich die Frage stellen, ob es die BGAG in ihrer heutigen Form noch geben wird», sagte Balthasar. Es sei zwar noch nicht sicher, dass die 39,1 Prozent am Finanzdienstleister BHW und die 50 Prozent an der AHBR verkauft werden, aber es gebe «keine Denkverbote».
Die BGAG, die dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie ver.di, der IG Bergbau und Energie und der IG Bauen-Agrar-Umwelt gehört, besitzt nach eigenen Angaben vor allem Beteiligungen an Finanzdienstleistern und an Unternehmen der Immobilienbranche. Unter Balthasars Verantwortung soll die Holding auf «Kernaufgaben gewerkschaftlichen Engagements fokussiert» werden. Dazu gehört etwa der Bund-Verlag, ein Fachverlag für Arbeits- und Sozialrecht. Einen am Wochenende erschienenen Bericht über eine wirtschaftliche Schieflage hat das Unternehmen zurück gewiesen. ddp.vwd/mos/hwa
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