Laut Forschungsergebnissen der New York University* sollen jene Schlagwörter in digitalen Medien überproportional Klick- zahlen und Watchtime erhöhen, da sie Empörung sowie Wut hervorrufen, Stichwort "Negativity bias, also Negativitätsver- zerrung oder Negativitätsdominanz"**, die wiederum auf neu- ronaler Ebene Aufmerksamkeit generieren, somit Rezipierende binden.* *Quelle zwischen Minute 4:14 und 7:15 https://www.youtube.com/watch?v=YHPYIluiB1M ** Quellen https://www.swr.de/kultur/sprache/...t-von-bernhard-poerksen-100.html https://www.hsu-hh.de/negativitaetsverzerrung
Thema: - Engagement / Likes, Klicks, Kommentare, Teilen (Interaktion der User) - Rabbit-Hole-Effekt / in digitale Medien hineingezogen werden - Doomscrolling / exzessive Konsumieren negativer Nachrichten - Deep Dive / tief abtauchen - Watchtime / Wiedergabezeit
Ziel der Betreiber digitaler Medien: - Klickzahlen zu erhöhen - User möglichst lange zu binden - Nutzerdaten abzugreifen ---> Werbung zu verkaufen
Hilfsmittel: - Algorithmen https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-in-einfacher-sprache/303035/algorithmus/
Mögliche negative Folgen für anfällige Konsumierende: - Unzufriedenheit - Radikalisierung - Verschwörungstheorien - Verneinung von Fakten - Realitätsverlust - Abschottung
Generell wollen digitale Medien nicht beschleunigen, erleichtern, vereinfachen. Ganz im Gegenteil versuchen sie Nutzende so lange wie möglich zu binden, denn erhöhte Klickzahlen sowie Wiedergabezeiten erleichtern das Abgreifen von Nutzer- daten, was die Werbeeinnahmen der Betreiber digitaler Medien enorm steigert.
"Der Rabbit-Hole-Effekt – auch Kaninchenbau-Effekt – bezeichnet ein Phänomen, bei dem Menschen sich mit einem Thema beschäftigen, und in den sozialen Medien weitere ähnliche Inhalte zu dem Thema vorgeschlagen bekommen und sich so immer intensiver mit dem Thema beschäftigen, was im Extremen zu Abkapselung, Isolation und Radikalisierung führen kann. Der Rabbit-Hole-Effekt führt unter anderem zu Doomscrolling und sorgt dafür, dass Aufmerksamkeit gebunden wird und jemand sich ohne externes Feedback immer tiefer mit einem Thema beschäftigen kann, sodass jemand in eine andere Welt begibt, die mit der Realität nicht viel zu tun haben muss. (Stangl, 2025)." Verwendete Literatur Stangl, W. (2025, 5. Dezember). Rabbit-Hole-Effekt. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. https://lexikon.stangl.eu/33765/rabbit-hole-effekt
"Bereits nach zehn Minuten drehten sich mehr als 80 Prozent der Videos um Einsamkeit, Depressionen, Liebeskummer und Suizidgedanken. Nach einer halben Stunde lag der Anteil bei mehr als 90 Prozent. Die Journalisten befanden sich in einem sogenannten «Rabbit Hole». Der Begriff steht metaphorisch dafür, dass man sich so tief in einem Thema verliert, dass man nicht mehr herausfindet – wie in einem Kaninchenbau." https://www.beobachter.ch/digital/...ktok-leid-verstarken-kann-550256
https://www.zdf.de/play/reportagen/purplus-100/...und-plattformen-100 https://www.t-online.de/leben/alltagswissen/...utet-der-begriff-.html https://praxistipps.chip.de/...e-und-facebook-sie-manipulieren_126817 https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/...nd-was-hilft-dagegen/
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/...4d84-b1d1-4f9948416810 https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/...a-f75e-427a-99c4-900437cf82cf
https://www.zdf.de/play/reportagen/...be-telegram-und-co---strg-f-108
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