erste Quartal nicht überzeugt. Hintergrund: Während der gegenüber dem USDollar schwache Euro den heimischen Unternehmen in die Karten spielt, bedeutet diese Währungsverschiebung Gegenwind für die global aufgestellte und in US-Dollar bilanzierende AVT. Der Umsatz von 13 Mio. Dollar und der operative Gewinn (EBIT) von 1,39 Mio. Dollar lagen rund im Bereich des Vorjahres und damit unter den Markterwartungen. Der Gewinn je Aktie sackte im ersten Quartal von 0,16 auf 0,14 Dollar ab. Auch die von 13,1 auf 12,9 Mio. Dollar gesunkenen Auftragseingänge litten unter dem starken Dollar. Der Vorstand sieht abseits der belastenden Währungsverschiebung positive Rahmenbedingungen und geht mit Blick auf das Gesamtjahr von einer guten Auftragslage aus. Dennoch könnte aus unserer Sicht die Gesamtjahresprognose (Jahresumsatz zwischen 57 und 59 Mio. und EBIT zwischen 6,3 und 6,9 Mio. Dollar) in Gefahr geraten. Allerdings erhält der heimische Anleger durch den schwachen Euro dadurch einen Ausgleich, dass die in US-Dollar erzielten Umsätze, Gewinne und die Dividende für den Euro-Anleger werthaltiger werden. Zudem wurde eine interessante Kooperation mit der deutschen Erhardt+Leimer GmbH gemeldet. Durch diesen strategischen Zusammenschluss wollen die Partner ein breiteres Spektrum an integrierten Automatisierungslösungen für die Druckund Verarbeitungsindustrie anbieten. Dazu erwirbt AVT die Druckinspektionslösungen der E+L GmbH und wird deren Sparten Etiketten- und Verpackungsdruck sowie Wellpappendruck weiterentwickeln. Über die Höhe der Zahlung seitens AVT wurde nichts bekannt. Durch die geplante Vereinbarung wird AVT zum offiziellen Anbieter im Bereich Prüfung und Inspektion der E+L GmbH. AVT erwartet aus dem Joint Venture keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres. Doch ab dem Geschäftsjahr 2016 sollen erste positive Ergebniseffekte sichtbar werden. Wir sehen diese Zusammenarbeit als sinnvoll an. AVT könnte damit die Tür zur Eroberung neuer Geschäftsbereiche aufstoßen. Der Aktienkurs kam zuletzt zurück. Wir stufen die bilanz- und dividendenstarke AVT weiterhin als unterbewertet und als attraktive Depotbeimischung ein. (aus dem HWD) |