Sich selbst als „klug“ zu bezeichnen, ist oft nicht klug, da es soziale Skepsis hervorruft und psychologisch betrachtet häufig auf Selbstüberschätzung hindeutet.
Hier sind die Hintergründe: Der Dunning-Kruger-Effekt - Psychologische Studien zeigen, dass Menschen mit geringer Kompetenz dazu neigen, ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Dies liegt daran, dass ihnen das Wissen fehlt, die eigenen Defizite realistisch einzuschätzen. Daher wird die Aussage „Ich bin klug“ von anderen oft als Zeichen von Inkompetenz gewertet. Die Wahrnehmung durch andere in Bezug auf Menschen die sich selbst als klug bezeichnet, wirkt oft arrogant oder selbstherrlich. Wahre Klugheit wird meistens von anderen erkannt und dann auch bestätigt. Sie geben sich einer illusorischen Überlegenheit hin und neigen dazu, sich besser einzuschätzen als den Durchschnitt, was oft dazu führt, dass man sich selbst für klüger hält, als man tatsächlich ist.
Bescheidenheit vs. Kompetenz: Kompetente Menschen unterschätzen ihre Fähigkeiten tendenziell eher, während weniger Kompetente ihre Fähigkeiten überschätzen. Zusammenfassend lässt sich also sagen - Wer tatsächlich klug ist, hat es meistens nicht nötig, es heraus zu posaunen. Klugheit zeigt sich im Handeln und im Wissen, dass man niemals auslernt...
Quelle: Gesellschaft für Gehirntraining e.V. |