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Boston (www.aktiencheck.de) - "Für die Märkte könnte unverändertes Wirtschaftswachstum schlechter sein als eine weiche Landung", sagt Pilar Gomez-Bravo, Co-CIO Fixed Income bei MFS Investment Management.
Nach der soliden Wirtschaftsentwicklung 2023 rechne der Markt mit einer weichen Landung der Konjunktur in den USA und anderen Ländern, also mit einem sanften Auslaufen des aktuellen Wachstums ohne große Verwerfungen an den Märkten.
Eine harte Landung der US-Wirtschaft sei entsprechend unwahrscheinlicher geworden. Stattdessen werde das Risiko, dass die US-Konjunktur überhaupt keine Landung hinlege, immer relevanter. Dieses Szenario, "keine Landung", hätte jedoch weitreichende Folgen.
Eine Stagflation sei das Schlechteste, was Aktien- und Anleihe-Investoren passieren könne. Eine unveränderte Konjunktur bliebe jedoch ebenfalls nicht folgenlos. Das Bruttoinlandsprodukt würde dann weiterhin stärker wachsen und die Inflation wieder steigen.
Wenn dieses Extremrisiko Realität werde, wären mögliche Zinssenkungen nur von kurzer Dauer - eine schwierige Situation für Notenbanken und Investoren.
Die Experten von MFS Investment Management würden glauben, dass "keine Landung" allen Assetklassen schade, weil die höhere Inflation eine massive Reaktion der FED auslösen dürfte. Diese Entwicklung sei zwar aktuell weniger wahrscheinlich, doch die Folgen wären immens. Daher sollten Investoren diese Möglichkeit zumindest in Betracht ziehen.
Nach der Jahresendrally hätten die Experten von MFS Investment Management ihre Duration, also die mittlere Kapitalbindungsdauer ihrer Anleihe-Investitionen, wegen der anhaltend guten US-Konjunkturdaten seit Jahresbeginn stark verkürzt. Interessant scheinen uns Regionen, in denen Konjunktur und Inflation eher für Zinssenkungen sprechen, so die Experten von MFS Investment Management. So seien Europa und manche Schwellenländer wegen günstiger Bewertungen und der Aussicht auf Zinssenkungen noch immer interessant.
Für dollarbasierte Investoren könnte es sich lohnen, außerhalb der USA zu investieren und sich dann in US-Dollar abzusichern. Außerdem würden die Experten von MFS Investment Management glauben, dass eine aktive Laufzeitenallokation wichtiger geworden sei. Ob harte oder weiche Landung - die Zinsstrukturkurven dürften irgendwann steiler werden. Wir wollen daher Positionen eingehen, die von einer Versteilung profitieren, vor allem in den USA; dann können wir die Duration verlängern, wenn die Renditen wieder deutlich gestiegen sind, so die Experten von MFS Investment Management. (28.05.2024/ac/a/m)
Nach der soliden Wirtschaftsentwicklung 2023 rechne der Markt mit einer weichen Landung der Konjunktur in den USA und anderen Ländern, also mit einem sanften Auslaufen des aktuellen Wachstums ohne große Verwerfungen an den Märkten.
Eine harte Landung der US-Wirtschaft sei entsprechend unwahrscheinlicher geworden. Stattdessen werde das Risiko, dass die US-Konjunktur überhaupt keine Landung hinlege, immer relevanter. Dieses Szenario, "keine Landung", hätte jedoch weitreichende Folgen.
Wenn dieses Extremrisiko Realität werde, wären mögliche Zinssenkungen nur von kurzer Dauer - eine schwierige Situation für Notenbanken und Investoren.
Die Experten von MFS Investment Management würden glauben, dass "keine Landung" allen Assetklassen schade, weil die höhere Inflation eine massive Reaktion der FED auslösen dürfte. Diese Entwicklung sei zwar aktuell weniger wahrscheinlich, doch die Folgen wären immens. Daher sollten Investoren diese Möglichkeit zumindest in Betracht ziehen.
Nach der Jahresendrally hätten die Experten von MFS Investment Management ihre Duration, also die mittlere Kapitalbindungsdauer ihrer Anleihe-Investitionen, wegen der anhaltend guten US-Konjunkturdaten seit Jahresbeginn stark verkürzt. Interessant scheinen uns Regionen, in denen Konjunktur und Inflation eher für Zinssenkungen sprechen, so die Experten von MFS Investment Management. So seien Europa und manche Schwellenländer wegen günstiger Bewertungen und der Aussicht auf Zinssenkungen noch immer interessant.
Für dollarbasierte Investoren könnte es sich lohnen, außerhalb der USA zu investieren und sich dann in US-Dollar abzusichern. Außerdem würden die Experten von MFS Investment Management glauben, dass eine aktive Laufzeitenallokation wichtiger geworden sei. Ob harte oder weiche Landung - die Zinsstrukturkurven dürften irgendwann steiler werden. Wir wollen daher Positionen eingehen, die von einer Versteilung profitieren, vor allem in den USA; dann können wir die Duration verlängern, wenn die Renditen wieder deutlich gestiegen sind, so die Experten von MFS Investment Management. (28.05.2024/ac/a/m)
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