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Hamburg (www.aktiencheck.de) - Hat Trump einen Masterplan? Vielleicht, aber nicht nur die erratische Herangehensweise des US-Präsidenten dürfte verhindern, dass er funktioniert, so Dr. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt bei der Hamburg Commercial Bank.
Es sei nicht leicht, einen roten Faden in den Vorstößen von Donald Trump zu erkennen. Eine Klage sei aber durchgängig zu hören, nämlich dass die Welt jahrzehntelang die USA ausgenutzt habe. Dies könne man auf die Sicherheitspolitik beziehen, auf den US-Absatzmarkt und auf die Nutzung des US-Dollars als Weltreservewährung. Wenn man sich in Trump hineinversetze, könne man es auch so formulieren: "Wir bieten der Welt unseren US-Dollar als Reservewährung und schützen euch militärisch und ihr dankt es, indem ihr uns mit euren Waren überschwemmt und wir somit ein Handelsbilanzdefizit haben."
Makroökonomisches und geopolitisches Engineering
Der Vorsitzende des ökonomischen Beratergremiums beim Weißen Haus, Stephen Miran, behaupte, dass durch makroökonomisches und geopolitisches Engineering - also handelspolitische Maßnahmen, staatliche Interventionen an den internationalen Finanzmärkten und sicherheitspolitischen Drohungen - eine Lösung gefunden und das globale Handelssystem umgebaut werden könne.
Dass die Vereinigten Staaten unter anderem von der Reservefunktion des US-Dollar in vielerlei Hinsicht profitieren würden - man spreche auch von dem "exorbitanten Privileg" insofern, als sich die USA günstig verschulden könnten, keine Befürchtung einer Währungskrise haben müssten und den internationalen Zahlungsverkehr kontrollieren würden -, geschenkt.
Wie so häufig sei aber dennoch ein Körnchen Wahrheit in den kruden Thesen Donald Trumps enthalten. Die Tatsache, dass der US-Dollar die wichtigste internationale Reservewährung darstelle, bedeute, dass es eine strukturelle Nachfrage nach US-Dollar gebe, die relativ unabhängig von Handelsbilanzsalden und Zinsdifferenzen sei und tendenziell für eine Überbewertung des US-Dollar sorge. Unter der Überbewertung leide für sich gesehen die Wettbewerbsfähigkeit der USA, d.h. die US-Produkte seien auf dem Weltmarkt überteuert, während der hoch bewertete US-Dollar einen Anreiz darstelle, viele Güter zu importieren. So gesehen sei es also kein Zufall, dass die USA seit knapp 30 Jahren ein Defizit in der Handelsbilanz habe, die Wurzel allen Übels.
Das Ausland bezahle die Zölle
Wenn man das Problem von mehreren Seiten angehe, so der Chefberater Miran, könne Trump seine Ziele durchsetzen. In einem Papier vom November 2024 stelle Miran eine Art Masterplan vor. Die Rezepte würden zwar allesamt extrem fragwürdig erscheinen. Gehe man jedoch davon aus, dass die Argumente in der Trump-Administration verfangen würden, dann würden sich daraus Schlussfolgerungen für die künftige Entwicklung der Zinsen und des US-Dollar ergeben.
Trump nenne immer wieder Zölle als DAS Mittel, um das Handelsbilanzdefizit abzubauen und behaupte gleichzeitig, dass die Ausländer die Last der Zölle tragen würden. Letzteres sei tatsächlich bei oberflächlicher Betrachtung möglich, wenn der US-Dollar in dem Maße aufwerte, wie die Zölle die Güterimporte belasten würden. Wenn beispielsweise ein allgemeiner Zollsatz von 10% zu einer Aufwertung des handelsgewichteten US-Dollar um 10% führe, dann verpuffe der inflationäre Effekt. US-Bürger könnten dann trotz der Zölle mit 100 US-Dollar genauso viele Güter aus dem Ausland erwerben wie vor der Implementierung der Zölle, während die Güter, die das Ausland aus den USA kaufen möchte, sich verteuern würden.
Rezept gehe nicht auf - oder doch?
Die Angelegenheit habe offensichtlich einen Haken, denn mit der Aufwertung des US-Dollar würden die US-Exporte an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, während die Importe tendenziell gleich bleiben würden. Mit anderen Worten, das Handelsbilanzdefizit werde größer statt kleiner. Ein Masterplan wäre aber kein Masterplan, wenn die Angelegenheit nicht trotzdem verargumentiert werden könnte. So sollten die Zolleinnahmen dazu dienen, Steuersenkungen durchzuführen, die wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft allgemein und der Exporteure im Besonderen verbessern würden. Dazu kämen noch die geplanten Deregulierungsmaßnahmen, mit denen die negativen Effekte der Aufwertung ebenfalls kompensiert würden und sich das Handelsbilanzdefizit verringere. Dass die Zolleinnahmen nicht reichen würden, um die geplanten Steuererleichterungen zu finanzieren, diskutiere Miran in seinem Strategiepapier vom vergangenen November nicht.
Auch auf den Einwand, dass die von Zöllen betroffenen Länder mit Gegenzöllen antworten könnten, gebe es eine Antwort. Hier solle die US-Administration mit dem Entzug von Sicherheitsgarantien drohen. Diese Verknüpfung von militärischer Macht und Handelspolitik habe in der Vergangenheit immer wieder beobachtet werden können, wenn Trump den Europäern quasi gleichzeitig die bilateral unausgeglichene Handelsbilanz und die niedrigen EU-Militärausgaben vorgehalten habe. Tatsächlich gebe es aber keine Garantie dafür, dass die unter dem Militärschutz der USA stehenden Länder nicht dennoch Gegenzölle erheben würden und die Lage eskaliere. Finanzminister Scott Bessent habe in diesem Zusammenhang und auch um die Schockwirkung für die Märkte abzumildern vorgeschlagen, Zölle monatlich um 2,5% Prozentpunkte anzuheben (ein Vorschlag der in ähnlicher Weise auch bei Miran zu finden sei Der Ansatz hätte zudem den Vorteil, dass man sich aus Einnahmengesichtspunkten an den optimalen Zollsatz herantasten könnte.
Hier komme die FED ins Spiel
Da man mit den Zöllen jedoch die Aufwertungsproblematik noch nicht beseitigt habe, solle das Ziel eines schwächeren US-Dollars über internationale Währungsabkommen erreicht werden, ähnlich dem Plaza-Abkommen mit Japan in den 1980er Jahren. Die wichtigsten Handelspartner der USA müssten sich also bereitfinden, ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar aufwerten zu lassen. Warum sollten sie das tun? Hier sollten wieder die Zoll- und sicherheitspolitischen Instrumente greifen. Mit anderen Worten: Wenn die USA genügend Druck auf die Handelspartner ausübe, dann werde man diese Länder auch davon überzeugen, dass sie ihre Währungen aufwerten lassen würden.
Aber natürlich hänge alles mit allem zusammen. Denn wenn die EZB, die Bank of Japan usw. zugunsten eines schwächeren US-Dollars intervenieren würden, müssten sie amerikanische Währung verkaufen. Das aber führe für sich gesehen zu höheren Zinsen. Miran schlage hier eine weiteres Engineering vor: Um den Zinsanstieg zu verhindern, sollten die ausländischen Notenbanken ihre verbleibenden US-Dollar Reserven in Richtung einer längeren Laufzeit umschichten. Ganz ohne Vorbild sei auch diese Operation nicht. So habe die FED Mitte der 1960er Jahre langfristige Anleihen gekauft und kurzfristige verkauft und so das Zinsniveau nach unten manövriert. Dass hier natürlich auch die Unabhängigkeit der FED berührt werde, die angesichts der weiterhin zu hohen Inflation kaum Interesse daran haben könne, die langfristigen Renditen zu senken, sei offensichtlich.
Freunde und Feinde
Als ob dieses Vorgehen nicht schon komplex genug wäre, schlage Miran auch vor - leider passe dieser Vorschlag nur allzu gut zu dem bisherigen Gebaren des US-Präsidenten -, dass man die Länder in drei Kategorien unterteile, Freunde, Feinde und neutrale Handelspartner. Freunde würden grundsätzlich vom Sicherheitsschutzschild der USA profitieren und hätten auch einen relativ guten Zugang zum US-Markt, müssten aber einen höheren Beitrag als bisher leisten - ansonsten seien es keine Freunde mehr. Feinde würden nicht von den USA beschützt und würden einen nur sehr eingeschränkten Zugang zu den US-Konsumenten erhalten. Neutrale Länder stünden irgendwo dazwischen. Ganz offensichtlich möchte man hier ein Instrument schaffen, dass die USA für unterschiedliche Ziele einsetzen könne. Jeder Feind könne zum Freund werden, wenn er sich nur entsprechend verhalte und umgekehrt.
Hoffnung auf die Finanzmärkte
Wenn das alles kompliziert und hochgradig riskant klinge dann liege das daran, dass es genau das sei. Immerhin gehe es hier darum, über Jahrzehnte gewachsene und leidlich funktionierende globale Marktstrukturen aufzubrechen. Miran betone mehrfach - und Bessent scheine diese Ansicht ebenfalls zu vertreten -, dass dafür graduell vorgegangen werden müsse. Abgesehen davon, dass graduell für den jetzigen Präsidenten ein Fremdwort sei, könnte der Masterplan, aufgehen, wenn man tatsächlich graduell vorgehe? Könnte die USA den US-Dollar abwerten, die Handelsbilanz ausgleichen, die Zinsen niedrig halten und den US-Dollar als Weltreservewährung behalten und das Wachstum in Schwung halten? Aller Voraussicht nein, das naheliegendste Ergebnis sei ein massiver Anstieg der Volatilität, steigende Zinsen und fallende Aktienkurse und ein Absturz des US-Dollars. Das sollte Hoffnung machen, denn die Finanzmärkte schienen die einzige Institution zu sein, die den US-Präsidenten beeindrucke. (Wochenbarometer vom 13.02.2025) (13.02.2025/ac/a/m)
Es sei nicht leicht, einen roten Faden in den Vorstößen von Donald Trump zu erkennen. Eine Klage sei aber durchgängig zu hören, nämlich dass die Welt jahrzehntelang die USA ausgenutzt habe. Dies könne man auf die Sicherheitspolitik beziehen, auf den US-Absatzmarkt und auf die Nutzung des US-Dollars als Weltreservewährung. Wenn man sich in Trump hineinversetze, könne man es auch so formulieren: "Wir bieten der Welt unseren US-Dollar als Reservewährung und schützen euch militärisch und ihr dankt es, indem ihr uns mit euren Waren überschwemmt und wir somit ein Handelsbilanzdefizit haben."
Makroökonomisches und geopolitisches Engineering
Der Vorsitzende des ökonomischen Beratergremiums beim Weißen Haus, Stephen Miran, behaupte, dass durch makroökonomisches und geopolitisches Engineering - also handelspolitische Maßnahmen, staatliche Interventionen an den internationalen Finanzmärkten und sicherheitspolitischen Drohungen - eine Lösung gefunden und das globale Handelssystem umgebaut werden könne.
Dass die Vereinigten Staaten unter anderem von der Reservefunktion des US-Dollar in vielerlei Hinsicht profitieren würden - man spreche auch von dem "exorbitanten Privileg" insofern, als sich die USA günstig verschulden könnten, keine Befürchtung einer Währungskrise haben müssten und den internationalen Zahlungsverkehr kontrollieren würden -, geschenkt.
Wie so häufig sei aber dennoch ein Körnchen Wahrheit in den kruden Thesen Donald Trumps enthalten. Die Tatsache, dass der US-Dollar die wichtigste internationale Reservewährung darstelle, bedeute, dass es eine strukturelle Nachfrage nach US-Dollar gebe, die relativ unabhängig von Handelsbilanzsalden und Zinsdifferenzen sei und tendenziell für eine Überbewertung des US-Dollar sorge. Unter der Überbewertung leide für sich gesehen die Wettbewerbsfähigkeit der USA, d.h. die US-Produkte seien auf dem Weltmarkt überteuert, während der hoch bewertete US-Dollar einen Anreiz darstelle, viele Güter zu importieren. So gesehen sei es also kein Zufall, dass die USA seit knapp 30 Jahren ein Defizit in der Handelsbilanz habe, die Wurzel allen Übels.
Das Ausland bezahle die Zölle
Wenn man das Problem von mehreren Seiten angehe, so der Chefberater Miran, könne Trump seine Ziele durchsetzen. In einem Papier vom November 2024 stelle Miran eine Art Masterplan vor. Die Rezepte würden zwar allesamt extrem fragwürdig erscheinen. Gehe man jedoch davon aus, dass die Argumente in der Trump-Administration verfangen würden, dann würden sich daraus Schlussfolgerungen für die künftige Entwicklung der Zinsen und des US-Dollar ergeben.
Trump nenne immer wieder Zölle als DAS Mittel, um das Handelsbilanzdefizit abzubauen und behaupte gleichzeitig, dass die Ausländer die Last der Zölle tragen würden. Letzteres sei tatsächlich bei oberflächlicher Betrachtung möglich, wenn der US-Dollar in dem Maße aufwerte, wie die Zölle die Güterimporte belasten würden. Wenn beispielsweise ein allgemeiner Zollsatz von 10% zu einer Aufwertung des handelsgewichteten US-Dollar um 10% führe, dann verpuffe der inflationäre Effekt. US-Bürger könnten dann trotz der Zölle mit 100 US-Dollar genauso viele Güter aus dem Ausland erwerben wie vor der Implementierung der Zölle, während die Güter, die das Ausland aus den USA kaufen möchte, sich verteuern würden.
Die Angelegenheit habe offensichtlich einen Haken, denn mit der Aufwertung des US-Dollar würden die US-Exporte an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, während die Importe tendenziell gleich bleiben würden. Mit anderen Worten, das Handelsbilanzdefizit werde größer statt kleiner. Ein Masterplan wäre aber kein Masterplan, wenn die Angelegenheit nicht trotzdem verargumentiert werden könnte. So sollten die Zolleinnahmen dazu dienen, Steuersenkungen durchzuführen, die wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft allgemein und der Exporteure im Besonderen verbessern würden. Dazu kämen noch die geplanten Deregulierungsmaßnahmen, mit denen die negativen Effekte der Aufwertung ebenfalls kompensiert würden und sich das Handelsbilanzdefizit verringere. Dass die Zolleinnahmen nicht reichen würden, um die geplanten Steuererleichterungen zu finanzieren, diskutiere Miran in seinem Strategiepapier vom vergangenen November nicht.
Auch auf den Einwand, dass die von Zöllen betroffenen Länder mit Gegenzöllen antworten könnten, gebe es eine Antwort. Hier solle die US-Administration mit dem Entzug von Sicherheitsgarantien drohen. Diese Verknüpfung von militärischer Macht und Handelspolitik habe in der Vergangenheit immer wieder beobachtet werden können, wenn Trump den Europäern quasi gleichzeitig die bilateral unausgeglichene Handelsbilanz und die niedrigen EU-Militärausgaben vorgehalten habe. Tatsächlich gebe es aber keine Garantie dafür, dass die unter dem Militärschutz der USA stehenden Länder nicht dennoch Gegenzölle erheben würden und die Lage eskaliere. Finanzminister Scott Bessent habe in diesem Zusammenhang und auch um die Schockwirkung für die Märkte abzumildern vorgeschlagen, Zölle monatlich um 2,5% Prozentpunkte anzuheben (ein Vorschlag der in ähnlicher Weise auch bei Miran zu finden sei Der Ansatz hätte zudem den Vorteil, dass man sich aus Einnahmengesichtspunkten an den optimalen Zollsatz herantasten könnte.
Hier komme die FED ins Spiel
Da man mit den Zöllen jedoch die Aufwertungsproblematik noch nicht beseitigt habe, solle das Ziel eines schwächeren US-Dollars über internationale Währungsabkommen erreicht werden, ähnlich dem Plaza-Abkommen mit Japan in den 1980er Jahren. Die wichtigsten Handelspartner der USA müssten sich also bereitfinden, ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar aufwerten zu lassen. Warum sollten sie das tun? Hier sollten wieder die Zoll- und sicherheitspolitischen Instrumente greifen. Mit anderen Worten: Wenn die USA genügend Druck auf die Handelspartner ausübe, dann werde man diese Länder auch davon überzeugen, dass sie ihre Währungen aufwerten lassen würden.
Aber natürlich hänge alles mit allem zusammen. Denn wenn die EZB, die Bank of Japan usw. zugunsten eines schwächeren US-Dollars intervenieren würden, müssten sie amerikanische Währung verkaufen. Das aber führe für sich gesehen zu höheren Zinsen. Miran schlage hier eine weiteres Engineering vor: Um den Zinsanstieg zu verhindern, sollten die ausländischen Notenbanken ihre verbleibenden US-Dollar Reserven in Richtung einer längeren Laufzeit umschichten. Ganz ohne Vorbild sei auch diese Operation nicht. So habe die FED Mitte der 1960er Jahre langfristige Anleihen gekauft und kurzfristige verkauft und so das Zinsniveau nach unten manövriert. Dass hier natürlich auch die Unabhängigkeit der FED berührt werde, die angesichts der weiterhin zu hohen Inflation kaum Interesse daran haben könne, die langfristigen Renditen zu senken, sei offensichtlich.
Freunde und Feinde
Als ob dieses Vorgehen nicht schon komplex genug wäre, schlage Miran auch vor - leider passe dieser Vorschlag nur allzu gut zu dem bisherigen Gebaren des US-Präsidenten -, dass man die Länder in drei Kategorien unterteile, Freunde, Feinde und neutrale Handelspartner. Freunde würden grundsätzlich vom Sicherheitsschutzschild der USA profitieren und hätten auch einen relativ guten Zugang zum US-Markt, müssten aber einen höheren Beitrag als bisher leisten - ansonsten seien es keine Freunde mehr. Feinde würden nicht von den USA beschützt und würden einen nur sehr eingeschränkten Zugang zu den US-Konsumenten erhalten. Neutrale Länder stünden irgendwo dazwischen. Ganz offensichtlich möchte man hier ein Instrument schaffen, dass die USA für unterschiedliche Ziele einsetzen könne. Jeder Feind könne zum Freund werden, wenn er sich nur entsprechend verhalte und umgekehrt.
Hoffnung auf die Finanzmärkte
Wenn das alles kompliziert und hochgradig riskant klinge dann liege das daran, dass es genau das sei. Immerhin gehe es hier darum, über Jahrzehnte gewachsene und leidlich funktionierende globale Marktstrukturen aufzubrechen. Miran betone mehrfach - und Bessent scheine diese Ansicht ebenfalls zu vertreten -, dass dafür graduell vorgegangen werden müsse. Abgesehen davon, dass graduell für den jetzigen Präsidenten ein Fremdwort sei, könnte der Masterplan, aufgehen, wenn man tatsächlich graduell vorgehe? Könnte die USA den US-Dollar abwerten, die Handelsbilanz ausgleichen, die Zinsen niedrig halten und den US-Dollar als Weltreservewährung behalten und das Wachstum in Schwung halten? Aller Voraussicht nein, das naheliegendste Ergebnis sei ein massiver Anstieg der Volatilität, steigende Zinsen und fallende Aktienkurse und ein Absturz des US-Dollars. Das sollte Hoffnung machen, denn die Finanzmärkte schienen die einzige Institution zu sein, die den US-Präsidenten beeindrucke. (Wochenbarometer vom 13.02.2025) (13.02.2025/ac/a/m)
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