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Kein Ende in Sicht im US-chinesischen Handelsdrama - Zeit für den Risk-Off Modus?
13.04.18 12:56
INVESCO
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche hat der protektionistische Schlagabtausch zwischen den USA und China nochmals an Schärfe gewonnen und seinen bisherigen Höhepunkt am Ende der Woche erreicht, als US-Präsident Donald Trump per Twitter mit zusätzlichen Zöllen im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar drohte, so Kristina Hooper, Chief Global Market Strategist bei INVESCO.
Daraufhin habe China trotz seines wichtigen Feiertags umgehend mit Zöllen in ähnlicher Größenordnung gekontert und gewarnt, das Land werde "um jeden Preis" auf Gegenwehr setzen. Nach Chinas Kampfansage habe Trump zugegeben, dass seine Handelspolitik den USA gewisse "Schmerzen" bereiten könnte, während US-Finanzminister Steven Mnuchin eingestanden habe, dass ein Handelskrieg zwar unwahrscheinlich, aber "potenziell möglich" sei.
Auch wenn wir von einem tatsächlichen Handelskrieg noch weit entfernt sind, gewinnt der handelspolitische Konflikt wie von Kristina Hooper befürchtet an Schärfe, so die Experten von INVESCO. Hooper sehe auch keinen überzeugenden Anlass für China, Zugeständnisse an die USA zu machen, zumal führende Vertreter des Weißen Hauses versucht hätten, besorgte US-Bürger zu beruhigen, indem sie die amerikanischen Drohungen als reines Verhandlungsinstrument bezeichnet hätten.
Als Jura-Studentin habe Hooper einen Kurs zur Verhandlungsführung belegt. Das sei zwar schon einige Jahre her, aber eine wichtige Lehre sei hängengeblieben: Von einem Verhandlungsgegner, der merke, dass man nur bluffe, sei kaum ein Entgegenkommen zu erwarten. Noch unwahrscheinlicher seien nennenswerte Zugeständnisse der chinesischen Seite im Handelsstreit dadurch, dass die USA diesen Feldzug im Alleingang und ohne Unterstützung durch andere wichtige Handelspartner führen würden. Hinzu komme, dass Chinas Präsident Xi Jinping gerade erst seine Machtposition gefestigt habe und damit vermutlich stärker denn je sei.
Sorgen über einen möglichen Handelskrieg hätten dem Shanghai Stock Exchange Composite Index zuletzt einen Kursverlust von über 10% gegenüber seinem Höchststand vom Januar beschert. Da der Anteil der am Aktienmarkt angelegten Gelder an den chinesischen Privatvermögen jedoch relativ gering sei, dürfte die chinesische Regierung keinen großen Druck verspüren, bedeutende Kompromisse einzugehen. Um es hier noch einmal klarzustellen: Kristina Hooper halte das Vorgehen der USA gegen die chinesischen Patentrechtsverstöße keineswegs für verfehlt, die Erfolgswahrscheinlichkeit des gewählten Ansatzes aber für gering. Besonders gefährlich sei dieser zudem, da China unkonventionelle Formen der Vergeltung wählen könnte - zum Beispiel eine Abwertung der eigenen Währung, ein teilweises oder komplettes Aussetzen seiner Käufe US-amerikanischer Staatsanleihen oder sogar deren Verkäufe.
Es sei kein Wunder, dass US-Investoren die protektionistische Gefahr in der vergangenen Woche ernster genommen hätten. Nach einem Rückgang zur Wochenmitte habe die Aktienmarktvolatilität gegen Ende der Woche wieder angezogen. Schwellenländeraktien seien abverkauft worden, wobei asiatische Aktien moderate Verluste erlitten hätten. Noch deutlicher habe sich die Angst der Anleger in der dramatischen Flucht in US-amerikanische Staatsanleihen gezeigt, die in der vergangenen Woche die höchsten Zuflüsse seit mehr als zwei Jahren verzeichnet hätten. Nach einem Anstieg zur Wochenmitte sei die Rendite der zehnjährigen US Treasury im Anschluss wieder gesunken und habe die Woche letztlich mit 2,79% geschlossen.
Die Marktstimmung habe sich ganz klar verschlechtert. Die kritische Frage laute: Sollten Anleger jetzt in risikoärmere Anlagen umschichten?
Um diese Frage zu beantworten, müsse man zunächst zwei wichtige Faktoren betrachten, die hinter der bisherigen Aufwärtsdynamik an den globalen Aktienmärkten gestanden hätten: Erstens das sich verbessernde globale Wirtschaftsumfeld und zweitens die weiterhin akkommodierende Geldpolitik.
1. Trotz der jüngsten Enttäuschungen sei die globale Wachstumsstory weiterhin intakt.
Die wichtigsten Indikatoren sprächen für eine Fortsetzung des globalen Aufschwungs. Allerdings gebe es einige nennenswerte Schönheitsfehler. Die Arbeitslosenrate in den USA sei weiterhin niedrig, das Bild, das der Arbeitsmarktbericht für März gezeichnet habe, aber nicht mehr so rosig wie zuvor. Mit 103.000 sei die Zahl der außerhalb des Agrarsektors geschaffenen Arbeitsplätze relativ gering gewesen, das Lohnwachstum mit 0,3% gegenüber dem Vormonat und 2,7% gegenüber dem Vorjahr jedoch vergleichsweise hoch (zur Information: Das Lohnwachstum sei die Kennzahl im Arbeitsmarktbericht, die vom Offenmarktausschuss der US-amerikanischen Notenbank (FED) am aufmerksamsten beobachtet werde, da das Lohnwachstum inflationär wirken könne. Eine Fortsetzung dieses Trends könnte die FED dazu veranlassen, die Zinsen in diesem Jahr nicht nur drei, sondern gleich viermal anzuheben).
In Frankreich und Deutschland sei der Einkaufsmanagerindex (PMI) im März gesunken. In Großbritannien habe der PMI für das Verarbeitende Gewerbe bei 55,1 gelegen, der für den Dienstleistungssektor nur noch bei 51,7. In China und Japan seien die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im März gestiegen. Trotz des Anstiegs hier und Rückgangs dort sei wichtig festzuhalten, dass die Werte in allen Regionen über der 50-Punkte-Marke lägen und damit auf eine Fortsetzung des Aufschwungs hindeuten würden.
In Kanada signalisiere die vor kurzem veröffentlichte Umfrage zum Geschäftsausblick der Bank of Canada eine Verlangsamung des BIP-Wachstums in diesem Jahr. Überraschenderweise sei das Geschäftsklima hier aber weiter positiv. Bemerkenswert sei das vor allem, da Kanada einen größeren Protektionismus und speziell eine Absage der USA an NAFTA schmerzhaft spüren dürfte. Deutlich wichtiger als die Stimmung seien aber die geplanten Neueinstellungen, die positiv seien, sowie die Investitionspläne der Unternehmen, die weiterhin solide seien (aber rückläufig gegenüber dem Vorquartal). Die globale Wachstumsdynamik habe etwas nachgelassen, sei aber immer noch positiv.
2. Die Geldpolitik bleibe akkommodierend.
In einer Rede am vergangenen Freitag habe der FED-Vorsitzende Jerome Powell den eingeschlagenen Kurs der geldpolitischen Normalisierung bestätigt. Powell habe erläutert, es sei "zu früh", um die möglichen Auswirkungen eines potenziellen US-chinesischen Handelskriegs auf die wirtschaftlichen Aussichten abschätzen zu können, er sehe jedoch "bislang" keine Auswirkungen. Da völlig unklar sei, wie dieser Konflikt ausgehen werde, sei eine entsprechende Prognose tatsächlich unmöglich. Dadurch entstehe aber eine größere Unsicherheit im Hinblick auf die künftige Richtung der Geldpolitik, weil unklar sei, wie die FED auf eine Verschärfung des Handelsstreits reagieren würde, zum Beispiel mit einer weniger schnellen Straffung der Zinsen.
Abgesehen davon betonte Powell die gute Arbeitsmarktlage und die Aussicht auf eine höhere Inflation - schien aber beides als unproblematisch einzustufen, so die Experten von INVESCO. Das spreche dafür, dass die FED an ihren Plänen für eine schrittweise und maßvolle Straffung der Zinsen festhalte. Kristina Hooper fürchte allerdings immer noch, dass eine unerwartet hohe Inflation die FED dazu veranlassen könnte, die geldpolitischen Zügel schneller zu straffen als bislang erwartet.
Dass diese beiden wichtigen positiven Faktoren weiterhin wirken würden, bedeute nicht, dass es keine Risiken gebe. Das nach Hoopers Ansicht wahrscheinlichste Risiko sei das einer schneller als erwarteten Straffung der Geldpolitik (dieses Risiko gehe natürlich in erster Linie von den USA aus). Eine schnellere Straffung der Geldpolitik bedeute dabei nicht nur, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen könnten - die weitaus größere Gefahr wäre eine schnellere Rückführung der aufgeblähten FED-Bilanz. Dieses Umfeld spreche Hoopers Ansicht nach nicht für eine abrupte Abkehr von Risikoanlagen, aber durchaus für eine breite und tiefe Diversifikation.
Was Anleger in den nächsten Tagen im Blick behalten sollten:
1. Technologiewerte: Angesichts der Anhörung von Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX)-CEO, Mark Zuckerberg, vor dem US-Kongress und der Aussicht auf eine potenziell strengere Regulierung bestimmter Tech-Unternehmen wie Facebook dürften US-amerikanische Technologiewerte wie bereits im März weiter unter Druck stehen.
2. Unternehmensgewinne: Kristina Hooper rechne mit einer sehr guten Berichtssaison in den USA, was positiv für Aktien sein sollte. Bis zum 6. April hätten 53 Unternehmen aus dem S&P 500-Index (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) positive Gewinnschätzungen für das erste Quartal veröffentlicht - deutlich mehr als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Von den nur 23 Unternehmen, deren Ergebnisse für das erste Quartal am 6. April bereits vorgelegen hätten, hätten 74% über eine überraschend positive Umsatzentwicklung berichtet. Hooper rechne damit, dass sich dieser Trend fortsetze.
3. Protektionismus: Chinas Präsident Xi Jinping werde auf dem Boao Forum sprechen. Bislang werde angenommen, dass er die protektionistische Rhetorik abmildern werde. Hooper wäre allerdings nicht überrascht, wenn es anders käme. Wir werden dies aufmerksam beobachten, da weitere Marktturbulenzen zu erwarten wären, falls Xi die Sorgen der Anleger nicht beruhigen sollte, so die Experten von INVESCO. (13.04.2018/ac/a/m)
Daraufhin habe China trotz seines wichtigen Feiertags umgehend mit Zöllen in ähnlicher Größenordnung gekontert und gewarnt, das Land werde "um jeden Preis" auf Gegenwehr setzen. Nach Chinas Kampfansage habe Trump zugegeben, dass seine Handelspolitik den USA gewisse "Schmerzen" bereiten könnte, während US-Finanzminister Steven Mnuchin eingestanden habe, dass ein Handelskrieg zwar unwahrscheinlich, aber "potenziell möglich" sei.
Auch wenn wir von einem tatsächlichen Handelskrieg noch weit entfernt sind, gewinnt der handelspolitische Konflikt wie von Kristina Hooper befürchtet an Schärfe, so die Experten von INVESCO. Hooper sehe auch keinen überzeugenden Anlass für China, Zugeständnisse an die USA zu machen, zumal führende Vertreter des Weißen Hauses versucht hätten, besorgte US-Bürger zu beruhigen, indem sie die amerikanischen Drohungen als reines Verhandlungsinstrument bezeichnet hätten.
Als Jura-Studentin habe Hooper einen Kurs zur Verhandlungsführung belegt. Das sei zwar schon einige Jahre her, aber eine wichtige Lehre sei hängengeblieben: Von einem Verhandlungsgegner, der merke, dass man nur bluffe, sei kaum ein Entgegenkommen zu erwarten. Noch unwahrscheinlicher seien nennenswerte Zugeständnisse der chinesischen Seite im Handelsstreit dadurch, dass die USA diesen Feldzug im Alleingang und ohne Unterstützung durch andere wichtige Handelspartner führen würden. Hinzu komme, dass Chinas Präsident Xi Jinping gerade erst seine Machtposition gefestigt habe und damit vermutlich stärker denn je sei.
Sorgen über einen möglichen Handelskrieg hätten dem Shanghai Stock Exchange Composite Index zuletzt einen Kursverlust von über 10% gegenüber seinem Höchststand vom Januar beschert. Da der Anteil der am Aktienmarkt angelegten Gelder an den chinesischen Privatvermögen jedoch relativ gering sei, dürfte die chinesische Regierung keinen großen Druck verspüren, bedeutende Kompromisse einzugehen. Um es hier noch einmal klarzustellen: Kristina Hooper halte das Vorgehen der USA gegen die chinesischen Patentrechtsverstöße keineswegs für verfehlt, die Erfolgswahrscheinlichkeit des gewählten Ansatzes aber für gering. Besonders gefährlich sei dieser zudem, da China unkonventionelle Formen der Vergeltung wählen könnte - zum Beispiel eine Abwertung der eigenen Währung, ein teilweises oder komplettes Aussetzen seiner Käufe US-amerikanischer Staatsanleihen oder sogar deren Verkäufe.
Es sei kein Wunder, dass US-Investoren die protektionistische Gefahr in der vergangenen Woche ernster genommen hätten. Nach einem Rückgang zur Wochenmitte habe die Aktienmarktvolatilität gegen Ende der Woche wieder angezogen. Schwellenländeraktien seien abverkauft worden, wobei asiatische Aktien moderate Verluste erlitten hätten. Noch deutlicher habe sich die Angst der Anleger in der dramatischen Flucht in US-amerikanische Staatsanleihen gezeigt, die in der vergangenen Woche die höchsten Zuflüsse seit mehr als zwei Jahren verzeichnet hätten. Nach einem Anstieg zur Wochenmitte sei die Rendite der zehnjährigen US Treasury im Anschluss wieder gesunken und habe die Woche letztlich mit 2,79% geschlossen.
Die Marktstimmung habe sich ganz klar verschlechtert. Die kritische Frage laute: Sollten Anleger jetzt in risikoärmere Anlagen umschichten?
Um diese Frage zu beantworten, müsse man zunächst zwei wichtige Faktoren betrachten, die hinter der bisherigen Aufwärtsdynamik an den globalen Aktienmärkten gestanden hätten: Erstens das sich verbessernde globale Wirtschaftsumfeld und zweitens die weiterhin akkommodierende Geldpolitik.
1. Trotz der jüngsten Enttäuschungen sei die globale Wachstumsstory weiterhin intakt.
In Frankreich und Deutschland sei der Einkaufsmanagerindex (PMI) im März gesunken. In Großbritannien habe der PMI für das Verarbeitende Gewerbe bei 55,1 gelegen, der für den Dienstleistungssektor nur noch bei 51,7. In China und Japan seien die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im März gestiegen. Trotz des Anstiegs hier und Rückgangs dort sei wichtig festzuhalten, dass die Werte in allen Regionen über der 50-Punkte-Marke lägen und damit auf eine Fortsetzung des Aufschwungs hindeuten würden.
In Kanada signalisiere die vor kurzem veröffentlichte Umfrage zum Geschäftsausblick der Bank of Canada eine Verlangsamung des BIP-Wachstums in diesem Jahr. Überraschenderweise sei das Geschäftsklima hier aber weiter positiv. Bemerkenswert sei das vor allem, da Kanada einen größeren Protektionismus und speziell eine Absage der USA an NAFTA schmerzhaft spüren dürfte. Deutlich wichtiger als die Stimmung seien aber die geplanten Neueinstellungen, die positiv seien, sowie die Investitionspläne der Unternehmen, die weiterhin solide seien (aber rückläufig gegenüber dem Vorquartal). Die globale Wachstumsdynamik habe etwas nachgelassen, sei aber immer noch positiv.
2. Die Geldpolitik bleibe akkommodierend.
In einer Rede am vergangenen Freitag habe der FED-Vorsitzende Jerome Powell den eingeschlagenen Kurs der geldpolitischen Normalisierung bestätigt. Powell habe erläutert, es sei "zu früh", um die möglichen Auswirkungen eines potenziellen US-chinesischen Handelskriegs auf die wirtschaftlichen Aussichten abschätzen zu können, er sehe jedoch "bislang" keine Auswirkungen. Da völlig unklar sei, wie dieser Konflikt ausgehen werde, sei eine entsprechende Prognose tatsächlich unmöglich. Dadurch entstehe aber eine größere Unsicherheit im Hinblick auf die künftige Richtung der Geldpolitik, weil unklar sei, wie die FED auf eine Verschärfung des Handelsstreits reagieren würde, zum Beispiel mit einer weniger schnellen Straffung der Zinsen.
Abgesehen davon betonte Powell die gute Arbeitsmarktlage und die Aussicht auf eine höhere Inflation - schien aber beides als unproblematisch einzustufen, so die Experten von INVESCO. Das spreche dafür, dass die FED an ihren Plänen für eine schrittweise und maßvolle Straffung der Zinsen festhalte. Kristina Hooper fürchte allerdings immer noch, dass eine unerwartet hohe Inflation die FED dazu veranlassen könnte, die geldpolitischen Zügel schneller zu straffen als bislang erwartet.
Dass diese beiden wichtigen positiven Faktoren weiterhin wirken würden, bedeute nicht, dass es keine Risiken gebe. Das nach Hoopers Ansicht wahrscheinlichste Risiko sei das einer schneller als erwarteten Straffung der Geldpolitik (dieses Risiko gehe natürlich in erster Linie von den USA aus). Eine schnellere Straffung der Geldpolitik bedeute dabei nicht nur, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen könnten - die weitaus größere Gefahr wäre eine schnellere Rückführung der aufgeblähten FED-Bilanz. Dieses Umfeld spreche Hoopers Ansicht nach nicht für eine abrupte Abkehr von Risikoanlagen, aber durchaus für eine breite und tiefe Diversifikation.
Was Anleger in den nächsten Tagen im Blick behalten sollten:
1. Technologiewerte: Angesichts der Anhörung von Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX)-CEO, Mark Zuckerberg, vor dem US-Kongress und der Aussicht auf eine potenziell strengere Regulierung bestimmter Tech-Unternehmen wie Facebook dürften US-amerikanische Technologiewerte wie bereits im März weiter unter Druck stehen.
2. Unternehmensgewinne: Kristina Hooper rechne mit einer sehr guten Berichtssaison in den USA, was positiv für Aktien sein sollte. Bis zum 6. April hätten 53 Unternehmen aus dem S&P 500-Index (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) positive Gewinnschätzungen für das erste Quartal veröffentlicht - deutlich mehr als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Von den nur 23 Unternehmen, deren Ergebnisse für das erste Quartal am 6. April bereits vorgelegen hätten, hätten 74% über eine überraschend positive Umsatzentwicklung berichtet. Hooper rechne damit, dass sich dieser Trend fortsetze.
3. Protektionismus: Chinas Präsident Xi Jinping werde auf dem Boao Forum sprechen. Bislang werde angenommen, dass er die protektionistische Rhetorik abmildern werde. Hooper wäre allerdings nicht überrascht, wenn es anders käme. Wir werden dies aufmerksam beobachten, da weitere Marktturbulenzen zu erwarten wären, falls Xi die Sorgen der Anleger nicht beruhigen sollte, so die Experten von INVESCO. (13.04.2018/ac/a/m)
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