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Goldpreis gibt im Juni nach




04.07.22 14:30
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis bleibt auch im Juni um Abwärtstrend und gibt nach, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine mit den damit verbundenen Wohlstandsverlusten belaste das Friedensmetall Gold. Zusätzlich würden liquiditätsgetriebene Verkäufe durch die anhaltende Schwäche an den Anleihemärkten und an den Aktienbörsen belasten. Bei einigen Goldminenaktien kommt es zu Ausverkaufssituationen, die nicht gerechtfertigt erscheinen, da sich die Gewinnspannen trotz der steigenden Kosten immer noch auf einem hohen Niveau befinden, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Ungeachtet dessen befinde sich das Interesse deutscher Anleger für physische Edelmetalle auf einem sehr hohen Niveau, sodass physische Ware nur mit Aufpreisen und Lieferzeiten zu bekommen sei. Dies gelte auch für das Schwestermetall Silber, für das hohe Aufgelder für physische Ware gefordert würden.

Langfristig dürfte sich der Aufwärtstrend bei den Edelmetallen fortsetzen, da die Regierungen weltweit die Kontrolle über ihre Haushalte verloren hätten, sodass diese nur noch über Schulden mit frisch gedrucktem Geld der Zentralbanken finanziert werden könnten.

Der aktuelle Anstieg der Zentralbankzinsen werde relativ schnell zu Spannungen im Bankensystem, vor allem im Euroraum führen, sodass die Geldhähne trotz hoher Inflationsraten wieder aufgedreht werden müssten. An diesem Punkt würden die Anleger wahrnehmen, dass die Zentralbanken den Kampf gegen die Inflation verloren hätten und würden dann versuchen, sich mit Investments in Sachwerte gegen den Verfall der Währungen zu schützen.

Das langfristige Bild einer stabilen und breit angelegten Aufwärtsbewegung für die Edelmetallmärkte bleibe erhalten. Das Goldpreisziel der Experten liege weiterhin bei 2.300 bis 2.500 USD/oz.

Die Stabilitas Fonds würden im Juni parallel zu den Minenaktien deutlich zurückfallen.

Mit der Verschärfung der Geldpolitik zeichne sich ein Einbruch der überschuldeten Weltwirtschaft ab, dem nur durch eine Wiederaufnahme der Inflationspolitik begegnet werden könne. Langfristig werde der Inflationsdruck im Weltwährungssystem durch die dann wieder expansive Geldpolitik der Zentralbanken zunehmen, sodass Gold unter Absicherungsaspekten gegen den Verfall der Kaufkraft der Währungen an Bedeutung gewinnen könnte. Die Aktienmärkte, Immobilienmärkte und Edelmetallmärkte würden zunächst noch unter der rückläufigen Liquidität leiden, dürften aber ihren Aufwärtstrend umso schneller wieder aufnehmen, sobald die Zentralbanken bei einem Einbruch der Weltwirtschaft im Kampf gegen die Inflation kapitulieren würden.

Grundsätzlich werde erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-"Währungen" schwinde, würden Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe ausweichen. Dabei sei seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stünden die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien sei dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Der Markt für Minenaktien sei 2021 erneut vernachlässigt worden und verfüge damit für 2022 über ein deutliches Gewinnpotenzial, da die Bewertung der Minenaktien im aktuellen Umfeld von negativen Realzinsen, der hohen Profitabilität der Goldproduktion sowie der fehlenden Anlagealternativen immer noch günstig erscheine. (04.07.2022/ac/a/m)







 
 
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