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Gold! Preis pro Unze Gold auf Allzeithoch




02.01.24 18:00
fairesearch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis ist im abgelaufenen Jahr seinem Ruf als "Krisenwährung" gefolgt, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".

Der Preis für eine Unze Gold habe in Dollar, in Euro und in allen übrigen Währungen gemessen einen historischen Höchststand erzielt.

An geopolitischen Turbulenzen habe es im Jahr 2023 nicht gemangelt. Ukraine, Naher Osten, Taiwan und mehrere andere stünden an der Spitze der Liste. Verstärkt worden seien diese Turbulenzen durch hausgemachte Krisen, wie z.B. Inflation, Geld- und Verschuldungspolitik, oder die globalen Folgen der Corona-Pandemie und insbesondere der Klimaerwärmung.

Die Verteuerung des Edelmetalls sei trotz steigender Alternativen an den Finanzmärkten erfolgt. So hätten die Märkte für Rohstoffe und für Aktien deutliche Gewinne erzielt. Entgegen manchen Erwartungen hätten die gestiegenen Zinsen den Preisanstieg des Goldes nicht gebremst. Der Einfluss der Zinsen auf den Goldpreis sei offensichtlich zweitrangig. Auch die Devisenmärkte hätten im Jahr 2023 dem Preistrend nicht entgegengestanden. Der US-Dollar habe sich wegen seines "Militärbonus" entgegen den Entwicklungen in der heimischen Wirtschaft behauptet. Der Abstand in den Preisen zwischen den beiden Edelmetallen Gold und Silber sei zwar hoch, aber gleichgeblieben.

Was erwarte den Goldpreistrend im Jahr 2024? Alles Zukünftige sei ungewiss, aber mit einiger Wahrscheinlichkeit könne man jetzt schon abschätzen, dass die geopolitischen Turbulenzen nicht abnehmen, eher sogar zunehmen würden. Auch die Klimaerwärmung mit allen Konsequenzen bleibe höchstwahrscheinlich erhalten. Der Einfluss der Zinsen, wenn überhaupt, wirke für den Preistrend positiv, da die meisten Marktteilnehmer Zinslockerungen durch die Zentralbanken erwarten würden. Die Verschuldungspolitik bleibe in den meisten Volkswirtschaften äußerst unsolide. Fast überall müsse mit einem weiteren Anstieg der Verschuldungsquote des Staates gerechnet werden. An den Devisenmärkten erscheine der US-Dollar überbewertet, doch er könne sich bei anhaltenden politischen Turbulenzen behaupten.

Die Marktteilnehmer an den Finanzmärkten würden sinkende Inflationsraten erwarten. Diese Erwartungen seien jedoch in ihrem Ausmaß übertrieben, weshalb die Zinsen, vor hauptsächlich in der Eurozone, langsamer und später sinken könnten.

Dem Einfluss der Konjunkturentwicklung lege der WGC folgende Wahrscheinlichkeit zugrunde: Einem "Hard Landing" der Weltwirtschaft werde die größte Wahrscheinlichkeit zugeordnet. Das würde Konsequenzen nach sich ziehen, die heute noch schwer überschaubar seien. Eine Reserve in Gold sei in diesem Fall jedem Investor zu empfehlen. (02.01.2024/ac/a/m)








 
 
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