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Der Bausektor der Eurozone bleibt schwach




08.11.24 09:36
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Der Bausektor der Eurozone bleibt schwach, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Der HCOB PMI sei im Oktober zwar auf 43,0 Punkte gestiegen und habe damit den höchsten Stand des laufenden Jahres erreicht, signalisiere jedoch weiterhin eine deutliche Schrumpfung. Die Schwäche ziehe sich durch alle Subsektoren, wobei der Wohnimmobilienbereich in der tiefsten Krise sei. Weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank wären aus Sicht der Branche in den kommenden Monaten wünschenswert. Allerdings sei die jährliche Verbraucherpreisinflation in der Eurozone im Oktober 2024 auf 2% gegenüber 1,7% im September gestiegen. Angesichts der Inflationsrisiken dürfte die EZB hier vorsichtig agieren.

Deutschland bleibe das Sorgenkind im Bausektor der Eurozone. Der HCOB PMI für die Branche sei im Oktober maßgeblich durch die anhaltende Schwäche der größten Volkswirtschaft der Eurozone belastet worden. Deutsche Bauunternehmen würden mit einer rückläufigen Aktivität im kommenden Jahr rechnen, auch wenn sich die Stimmung seit September leicht aufgehellt habe. Der anhaltende Pessimismus hinsichtlich der zukünftigen Aussichten spiegele die wachsenden Sorgen über die allgemeine Wirtschaftsentwicklung wider und verstärke die Unsicherheit in der Branche.

Der Inflationsdruck im europäischen Bausektor lasse nach. Trotz der anhaltend schwachen Nachfrage sei bemerkenswert, dass die Inputpreise stabil bleiben würden. Allerdings zeige sich bei den Preisen für Subunternehmer ein klarer Entlastungseffekt: Der Kostendruck auf Bauunternehmen habe sich im Vergleich zum Vormonat vor allem seitens Subunternehmer merklich verringert.

Der Ausblick im Bausektor bleibe düster. Die Auftragseingänge seien zum Vormonat erneut stark gesunken und würden tief im schrumpfenden Bereich verbleiben. Besonders alarmierend sei die rapide Verschlechterung der Prognosen für die künftige Aktivität: Diese seien auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Datenerfassung. (Ausgabe vom 07.11.2024) (08.11.2024/ac/a/m)







 
 
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