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Asset Management - Chancen für jedermann




17.07.23 09:45
Dolphinvest Consulting GmbH

Frankfurt a.M. (www.aktiencheck.de) - Am 14. Juni 2023 kündigte die US-Notenbank weitere Zinserhöhungen für das zweite Halbjahr an. Kein guter Tag für viele kleine und mittlere börsennotierte Asset Manager, so Michael Klimek, Geschäftsführer der Dolphinvest Consulting.

Zwar seien steigende Zinsen gut für das klassische Bankgeschäft, würden sich jedoch nachteilig auf den Anleihebestand von Asset Managern und die daraus stammenden Erträge auswirken. Auch Aktien könnten unter einem solchen Umfeld in Mitleidenschaft gezogen werden. Zinserhöhungen würden typischerweise von kleinen Unternehmen schlechter verkraftet als von großen. Auch wenn Asset Manager zumeist wesentlich unabhängiger von Fremdkapital und Bankenfinanzierung als Nebenwerte aus der Realwirtschaft seien, hätten sie wohl dennoch unter einem negativen Spill-over-Effekt gelitten.

"Wie stark ein Rebound ausfallen und wann er einsetzen wird, hängt von der Inflationserwartung und vom weiteren Zinsgeschehen ab. Optimisten werden möglicherweise jetzt bereits eine Kaufgelegenheit wittern", so Michael Klimek. Und weiter: "Vieles hängt nun davon ab, ob der Scheitelpunkt der Zinsentwicklung erreicht ist und ab wann die Mehrheit der Aktienanalysten beginnt, dies in ihren Modellen einzupreisen und den Diskontierungszins bei der Berechnung der Unternehmensbewertungen abzusenken. Im Moment scheint der Markt noch auf ein klares Signal zu warten."

Laut Klimek würden Aktien als Instrument der Vermögensbildung derzeit an Attraktivität bei politisch motivierten Anlegern gewinnen, weil das Nutzen der Mitspracherechte auf Hauptversammlungen zum Beispiel umweltpolitische Einflussnahme auf Unternehmen ermögliche. Ein weiterer interessanter Aspekt: "Dividenden bieten privaten Anlegern außerdem die Möglichkeit, - wie mit Anleihen oder Immobilienbesitz - zusätzliches Einkommen zu erzielen und somit eine breitere Einkommensbasis zu schaffen. Die Asset-Management-Branche gehört seit Jahren im Vergleich sowohl mit der Real- als auch der Finanzwirtschaft zu den Himmelsstürmern in Sachen Dividendenrenditen," so der Experte.

Mit einem Engagement in diesem Sektor hätten Aktienanleger in der Vergangenheit attraktive Einkommen generieren können. Denn Asset Management gelte aufgrund optimaler Zahlungsströme als "cash-rich". Klimek bestätige: "Fremdkapital ist bei Asset-Management-Unternehmen fast ein Fremdwort."

Per Ende Mai 2023 habe der Median der Börsenkapitalisierung von Asset-Management-Unternehmen bei 818 Millionen Euro und die auf die vorausgegangenen zwölf Monate bezogene Dividendenrendite bei 5,3% gelegen. Zum Vergleich: im Mai 2021 habe sich die Dividendenrendite auf 3,9% bei einer mittleren Börsenkapitalisierung von 1.097 Millionen Euro belaufen. Parallel zur Inflations- und Zinsentwicklung seien also die Assets under Management gesunken und die Dividenden gestiegen.

Hervorzuheben sei hier vor allem ein Asset Manager, wisse Branchenexperte Klimek: "Als einziges der großen Unternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von mehr als 10 Milliarden Euro kam in diesem Jahr die französische Amundi (ISIN FR0004125920/ WKN A143DP) auf eine Dividendenrendite oberhalb des Medians. Damit nahm der Asset Manager nicht nur gegenüber den anderen Branchengrößen eine Spitzenposition ein, sondern auch im gesamten Wettbewerbsumfeld." (17.07.2023/ac/a/m)







 
 
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