Analysen
maerkteneutralMarkt & Wirtschaft

Wall Street im Crash-Modus: Trump-Wahlniederlage belastet Tech-Aktien

Die Wall Street erlebt einen historischen Ausverkauf: Der Nasdaq 100 bricht um über 6% ein, der S&P 500 verliert mehr als 4% und rund 3 Billionen USD an Börsenwert werden vernichtet. Sorgen vor strengeren KI-Regulierungen, schwache Unternehmensausblicke und erzwungene Verkäufe verschärfen die Talfahrt

Wall Street im Crash-Modus: Trump-Wahlniederlage belastet Tech-Aktien
Bild: Pexels; KI-generiert

Die Wall Street hat gestern einen der schwärzesten Tage in ihrer Geschichte erlebt, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

So sei der US-Technologieindex NASDAQ 100 um über 6% eingebrochen, während es für den S&P 500 um über 4% bergab gegangen sei. Summa summarum hätten die S&P 500-Unternehmen am Donnerstag somit in etwa 3 Billionen Dollar an Börsenwert eingebüßt - ein neuer Negativrekord.

Die kräftige Korrektur sei wohl vor allem mit dem guten Abschneiden der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen zu erklären. US-Präsident Trumps Republikaner hätten nicht nur traditionell tiefrote Bundesstaaten wie Texas, South Carolina und Kansas verloren, sondern hätten auch die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses abtreten müssen. Nun würden Marktteilnehmer strengere regulatorische Auflagen für Künstliche Intelligenz und einen langsameren Ausbau der Rechenzentren erwarten. Es komme also nicht von ungefähr, dass vor allem KI- und Halbleiterwerte massiv an Wert verloren und damit den gesamten Markt belastet hätten.

Beschleunigt worden sei die Talfahrt in der Folge wohl auch davon, dass Investoren von kreditfinanzierten Wetten auf weiter steigende Kurse gezwungen worden seien, ihre Positionen aufzulösen. Zu allem Überfluss hätten zudem einige Tech-Unternehmen wie beispielsweise der Halbleiterkonzern Qualcomm einen schlechter als erwarteten Ausblick geliefert.

Chancen für risikofreudige Anleger

Welche Richtung der US-Aktienmarkt in den kommenden Tagen einschlagen werde, sei aktuell völlig ungewiss - und sicherlich nicht seriös zu prognostizieren. Sehr wahrscheinlich sei aber, dass die kräftig gestiegene Volatilität zunächst auf hohem Niveau verharren könnte und sich somit vor allem für aktive Trader attraktive Chancen ergeben könnten.

War dieser Artikel hilfreich?

Die Inhalte auf AktienCheck.de dienen ausschließlich der Information und stellen keine individuelle Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden.