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Vistra Energy Aktie: Rekordsommer treibt Prognose

Höhere Energiepreise und Zukäufe steigerten das Quartalsergebnis; Vistra erwartet für 2027 ein operatives EBITDA von 7,7 bis 8,5 Milliarden Dollar.

Vistra Energy Aktie: Rekordsommer treibt Prognose
Bild: boerse-global.de

Ein heißer Sommer, neue Nachfragerekorde und ein frisch abgeschlossener Zukauf: Vistra hat für das dritte Quartal 2026 Zahlen vorgelegt, die den Stromversorger operativ klar nach vorn bringen. Das bereinigte operative EBITDA der fortgeführten Geschäfte stieg um mehr als 50 Prozent auf 2,38 Milliarden Dollar. Der Konzern hebt daraufhin seine Jahresprognose an und gibt erstmals einen Ausblick auf 2027.

Preise und Wetter schieben das Ergebnis

Der Nettogewinn sprang auf 1,14 Milliarden Dollar, nach 652 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Darin steckt ein nicht realisierter Gewinn aus Absicherungsgeschäften von 559 Millionen Dollar, der erst in späteren Jahren fällig wird. Das operative Plus geht laut Unternehmen vor allem auf höhere realisierte Energie- und Kapazitätspreise zurück. Hinzu kamen die zugekauften Lotus-Kraftwerke und die Rückkehr von Martin Lake Block 1 in den Betrieb.

Im Juli markierten die Netze ERCOT und PJM neue Allzeit-Spitzenwerte bei der Nachfrage. Die Kraftwerksflotte war nach Unternehmensangaben zu fast 95 Prozent verfügbar. Das Segment Texas lieferte mit 1,23 Milliarden Dollar den größten Beitrag, die Region East kam auf 979 Millionen Dollar.

Ein Wermutstropfen: Eine teilweise Wertminderung der Anlage Moss Landing 350 belastete das Ergebnis mit 269 Millionen Dollar.

Prognose steigt, Rückkäufe wachsen

Für 2026 erwartet Vistra nun ein operatives EBITDA von 7,1 bis 7,5 Milliarden Dollar. Die Spanne wurde enger gefasst, die Mitte steigt. Für 2027 peilt der Konzern 7,7 bis 8,5 Milliarden Dollar an. Der bereinigte Free Cashflow vor Wachstum soll 2027 zwischen 4,3 und 5,1 Milliarden Dollar liegen.

Die Aktionäre profitieren zusätzlich: Der Verwaltungsrat genehmigte weitere Aktienrückkäufe über 1,5 Milliarden Dollar. Insgesamt bleiben rund 2,5 Milliarden Dollar Ermächtigung, die bis spätestens Ende 2028 genutzt werden sollen. Seit November 2021 schrumpfte die Aktienzahl um etwa 30 Prozent auf rund 339 Millionen.

Cogentrix und neue Verträge

Im Oktober schloss Vistra die Übernahme von Cogentrix Energy mit rund 5.500 Megawatt Gaskraftwerksleistung ab. Das hat seinen Preis: Rund 2,2 Milliarden Dollar flossen in bar, Schulden von etwa 1,7 Milliarden Dollar wurden getilgt, und die Vorzugsaktien über eine Milliarde Dollar wurden vollständig zurückgekauft. Die verfügbare Liquidität sank dadurch pro forma auf etwa 5,4 Milliarden Dollar, nach knapp 8,9 Milliarden Ende September.

Beim Wachstum gibt es ebenfalls Fortschritte. Die Solaranlage Pulaski in Illinois mit 405 Megawatt, die Strom an Microsoft liefert, ging in Betrieb. Dazu kommt Deer Creek in Kalifornien mit 100 Megawatt. Für das Gaskraftwerk Odessa in Texas unterzeichnete Vistra außerdem einen 20-jährigen Liefervertrag über 207 Megawatt mit New Era Energy and Digital.

Die Absicherung gibt Planungssicherheit: Für 2026 sind etwa 100 Prozent der erwarteten Erzeugung gehedgt, für 2027 rund 98 Prozent und für 2028 etwa 78 Prozent. Die Prognose für 2027 steht damit auf einem weitgehend fixierten Preisfundament.

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