Die Kursrally nach den Quartalszahlen hat bei Jefferies keinen Optimismus ausgelöst, eher im Gegenteil. Das Analysehaus schneidet sein Kursziel für Hellofresh von 8,35 auf 4,70 Euro zusammen. An seiner Kaufempfehlung hält es dennoch fest.
Hellofresh Aktie: Jefferies kappt Kursziel deutlich
Jefferies reduziert das Kursziel auf 4,70 Euro und senkt Prognosen bis 2028, bestätigt jedoch die Kaufempfehlung.

Modell an die Zahlen angepasst
Analyst Giles Thorne passte sein Bewertungsmodell für den Kochboxen-Versender am Freitag an die jüngsten Quartalszahlen an. Als Begründung nennt er anhaltende operative und konjunkturelle Herausforderungen. Entsprechend kürzte er seine Umsatz- und Margenschätzungen für die Jahre bis 2028.
Die Botschaft ist zweigeteilt: Das Kursziel sinkt um mehr als 40 Prozent, die Einstufung bleibt "Buy". Aus Sicht von Jefferies bietet die Aktie trotz gesenkter Erwartungen weiter Aufwärtspotenzial. Gemessen am zuletzt gehandelten Kurs von gut 3 Euro liegt das neue Ziel gut 57 Prozent darüber.
Kurs zwischen Erholung und Rückschlag
Am Donnerstag hatte die Aktie die Quartalszahlen noch mit einem Plus von knapp 11,5 Prozent quittiert, und das gegen den allgemeinen Markttrend. Die Zahlen überzeugten in einer Hinsicht, ließen aber in einer anderen Fragen offen. Am Freitag gab das Papier auf Lang & Schwarz dann um rund 8,7 Prozent nach.
Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von gut 27 Prozent zu Buche. Über zwölf Monate hat die Aktie allerdings mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 521 Millionen Euro.
Analystenbild bleibt breit gefächert
Das Meinungsspektrum ist weit. Von den zuletzt erfassten acht Analysten empfehlen fünf, die Aktie zu halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,50 Euro, die Spanne reicht von 2,00 bis 8,00 Euro. Mit 4,70 Euro bewegt sich Jefferies damit klar im oberen Bereich der Schätzungen.
Die gekappten Prognosen bis 2028 zeigen, dass auch Befürworter die Erholung des Geschäfts langsamer einpreisen als bisher. Ob die Zahlen des Schlussquartals diese Einschätzung stützen, dürfte sich mit der nächsten Berichtsrunde zeigen.
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