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Albemarle Aktie: Lithiumpreis dreht Verlust

Höhere Lithiumpreise bringen Albemarle zurück in die Gewinnzone; für das vierte Quartal rechnet der Konzern mit schwächerem Geschäft.

Albemarle Aktie: Lithiumpreis dreht Verlust
Bild: boerse-global.de

Vom Verlust zum Gewinn in zwölf Monaten: Albemarle hat im dritten Quartal 2026 den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Treiber ist der Lithiumpreis, der sich im Jahresvergleich fast verdoppelt hat. Der Konzern hebt außerdem die Prognose für die Spezialchemie an.

Lithium liefert den Ertrag

Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 297 Millionen Dollar oder 2,15 Dollar je Aktie, nach einem Verlust von 160,7 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt waren es 2,58 Dollar je Aktie.

Das bereinigte EBITDA kletterte um 186 Prozent auf 646 Millionen Dollar. Das Segment Energy Storage trug mit 560 Millionen Dollar den Löwenanteil bei. Der durchschnittlich erzielte Lithiumpreis lag bei 20,02 Dollar je Kilogramm, im Vorjahr waren es 10,28 Dollar.

Der Absatz sank dagegen um knapp 19 Prozent. Das Unternehmen verweist auf Sondereffekte im Vorjahr: Damals hatten Lagerabbau und ungewöhnlich hohe Spodumen-Lieferungen das Rekordvolumen getrieben.

Spezialchemie hebt Ausblick

Auch die Spezialchemie legte zu. Der Umsatz stieg um knapp 13 Prozent auf 389 Millionen Dollar, getragen von höheren Preisen und Mengen, vor allem bei Brom. Kostensteigerungen durch den Konflikt im Nahen Osten fing das Management durch Produktivitätsgewinne auf.

Die Folge: Das bereinigte EBITDA dieses Segments soll 2026 bei 350 bis 375 Millionen Dollar liegen, zuvor waren 275 bis 325 Millionen Dollar angepeilt. Die Investitionen sinken auf 300 bis 350 Millionen Dollar, ursprünglich waren rund 500 Millionen vorgesehen.

Die Bilanz hat sich spürbar entspannt. Die Verschuldung liegt bei 1,9 Milliarden Dollar, die Nettoverschuldung beträgt nur noch das 0,3-Fache des bereinigten EBITDA. Der freie Cashflow erreichte im Quartal 325 Millionen Dollar.

Dämpfer im Schlussquartal

Ganz ungetrübt ist das Bild nicht. Für das vierte Quartal erwartet Albemarle sinkende Umsätze und ein geringeres EBITDA, weil die Lithiumpreise nachgeben. Hinzu kommt teureres Spodumen aus früheren Einkäufen, das die Marge drückt.

Zudem verzögert ein Brand vom 9. Juni den Hochlauf der Talison-Anlage CGP3. Sie erreichte im September immerhin 30 Tage Nennleistung. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Absatz von 225 bis 235 Kilotonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent.

Wie stark das Gesamtjahr ausfällt, hängt am Lithiumpreis. Bei rund 20 Dollar je Kilogramm, dem Niveau des ersten Quartals, nennt der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 2,4 bis 2,6 Milliarden Dollar. Bei rund 10 Dollar wären es nur 0,9 bis 1,0 Milliarden. Die Telefonkonferenz zu den Zahlen beginnt heute um 8:00 Uhr Eastern Time.

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