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proAlpha kein Handlungsbedarf




22.11.00 00:00
GoingPublic-Online

Bis zum 23. November können die Aktien der proALPHA AG (WKN 565830) in einer Preisspanne von 13,50 bis 16,50 Euro gezeichnet werden, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Die Erstnotiz am Neuen Markt sei für den 27. November geplant. Begleitet werde der Börsengang von der Bankgesellschaft Berlin (Lead) und Concord Effekten. Des weiteren würden more-IPO und die Stadtsparkasse Kaiserslautern als Selling Agents fungieren. Emittiert würden bis zu 1,5 Mio. Aktien (inkl. Greenshoe). Hiervon würden 1,2 Mio. Stück aus einer Kapitalerhöhung stammen. Weitere 150.000 Aktien sowie der Greenshoe von 150.000 Papieren würden aus einer Umplatzierung stammen, die größtenteils vom Finanzinvestor Berlin Capital Funds bereitgestellt worden seien. Nach der Emission werde sich der Free Float auf etwa 29 % belaufen.

proALPHA entwickele und vertreibe eine selbstentwickelte, internetfähige und plattformunabhängige ERP-Software, die speziell auf mittelständische Unternehmen mit 50 bis 1.000 Mitarbeitern abziele. Die Software sei modular aufgebaut und könne durch weitere eigenentwickelte Komponenten wie SCM-, CRM oder Dokumenten-Management-Module erweitert werden. Neben dem Vertrieb und der Implementierung der Softwarelösung würden eigene Systemhäuser, die meist als Tochterunternehmen betrieben würden, alle ergänzenden Dienstleistungen wie Organisationsberatung, Projektmanagement und Schulungen anbieten. Der Bereich Dienstleistungen habe im Geschäftsjahr 1999/2000 ca. 40 % zum Gruppenumsatzes beigetragen. proALPHA gehe davon aus, dass dieses Segment, vor allem durch den hier angesiedelten ASP-Bereich, weiter an Bedeutung gewinnen werde.

Nach Marktuntersuchungen von Advanced Manufacturing Research (AMR) solle der Markt für ERP-Software bis zum Jahr 2003 jährlich über 30 % wachsen. Für den Markt von CRM- und SCM-Lösungen würden noch größere Wachstumsraten prognostiziert. proALPHA plane, in den nächsten Jahren deutlich schneller als der Markt zu wachsen. Das Wachstumspotential solle aus dem weiteren Ausbau der Marktanteile in den angestammten Geschäftsfeldern (ERP-Standard-Software im Mittelstand), dem erfolgreichen Verkauf der add-on-Module (u.a. CRM, SCM) und der Ausweitung des internationalen Geschäfts resultieren. Allerdings sei die Konkurrenz im ERP-Markt groß. Neben Branchenprimus SAP, der zunehmend auch immer mehr mittelständische Unternehmen ins Visier nehme, würden sich auch zahlreiche Neuer Markt-Unternehmen wie PSI, bäurer, Infor oder Easy Software in diesem Segment befinden.

Auf Basis der Planzahlen ergebe sich ein 2001er KGV am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne von etwa 18. Vergleichbare Unternehmen wie Infor, Easy Software oder PSI würden zur Zeit nicht gerade zu den Lieblingen der Anleger gehören und würden mit KGVs von 13 bis 20 bewertet werden. Sollte es proALPHA gelingen, die Planzahlen zu erreichen und damit schneller als die Konkurrenz zu wachsen, dürfte der Kurs Spielraum nach oben haben. Solange aber Software-Aktien bei Anlegern weiterhin nicht gefragt seien und der Neue Markt seine Schwächephase nicht überwunden habe, bestehe auch bei proALPHA kein Handlungsbedarf.








 
 

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