farmatic nicht zeichnen




04.04.01 00:00
GoingPublic-Online

Die Aktien der farmatic biotech energy AG (WKN 605192) können seit Montag bis zum 5. April gezeichnet werden, berichten die Experten von „GoingPublic-Online“.

Die Papiere des Herstellers von Biokraftwerken sollten zwischen 17 und 21 Euro kosten. Unter Führung der West/LB Panmure und Mitarbeit der Dresdner Kleinwort Wasserstein, der Flensburger Sparkasse und des Hanseatischen Wertpapierhandelshauses sollten bis zu 2,75 Mio. Aktien (Greenshoe 375.000 Stück) an den Frankfurter Neuen Markt gebracht werden. Damit ergebe sich nach vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsreserve ein Free Float von ca. 34 %. Die zu plazierenden Aktien würden zu 80 % (2,2 Mio.) aus einer Kapitalerhöhung stammen. Die restlichen 550.000 Aktien würden von Altaktionären abgegeben.

farmatic stelle Kraftwerke zur Erzeugung von Biogas und geruchslosem Biodünger aus organischen Stoffen (z.B. Gülle, Reststoffe aus der Nahrungsmittelindustrie) her. Dieses Biogas werde zum einen in Wärme und Energie umgewandelt, welche dann z.B. in Verbundgasnetze eingespeist würden. Zum anderen solle Biogas auch in anderen Bereichen Verwendung finden, z.B. in Brennstoffzellen für Kraftfahrzeuge.

Derzeit gebe es in Deutschland keine börsennotierten Unternehmen, die mit farmatic vergleichbar seien. Der Markt für Biogasanlagen werde zur Zeit unter sechs Wettbewerbern aufgeteilt. Hierbei habe farmatic nach einer aktuellen Studie von L.E.K. Consulting einen Marktanteil von 41 %. Zur Sicherung dieses Marktanteiles wolle das Unternehmen mit den Erlösen aus dem Börsengang frühzeitig geeignete Standorte erschließen, die Forschung vorantreiben und das internationale Vertriebsnetz mittels Akquisitionen ausbauen.

Im Jahr 2000 habe farmatic 18,2 Mio. Euro umgesetzt und dabei einen Jahresüberschuss von etwa 0,4 Mio. Euro ausgewiesen. Für 2002 plane das Unternehmen eine Umsatzsteigerung auf 87 Mio. Euro nach 41,4 Mio. Euro im Jahr 2001. Der Gewinn solle von 0,4 Mio. Euro in 2000 über 1 Mio. Euro in 2001 auf 4,4 Mio. Euro im Jahr 2002 wachsen.

Auf Basis der Planzahlen errechne sich damit am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne für 2002 ein KGV von 39 bei einem KUV von 2,0. Trotz des momentanen Booms bei Umweltaktien und angesichts des schwachen Gesamtmarktes sei diese Bewertung zu hoch. Auch das hohe Abgabevolumen der Altaktionäre (inkl. Greenshoe bis zu 11,6 Mio. Euro) spreche nicht gerade für die farmatic-Aktie. GoingPublic rate von einer Zeichnung ab.








 
 
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