e-m-s nicht zeichnen




16.11.00 00:00
GoingPublic-Online

Vom 14. bis zum 17. November können die Aktien des DVD-Spezialisten e-m-s new media (WKN 521280) in einer Bookbuilding-Spanne von 6,50 bis 8,50 Euro gezeichnet werden, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Die Erstnotiz am Neuen Markt soll am 21. November erfolgen. Emittiert würden 5,4 Mio. Aktien, die komplett aus einer Kapitalerhöhung stammen würden. Darüber hinaus würden im Rahmen einer Überzeichnungsreserve (Greenshoe) weitere 0,6 Mio. Papiere aus dem Besitz eines Altaktionärs zur Verfügung stehen. Begleitet werde der Börsengang von der WGZ-Bank (Lead Manager), Gontard & MetallBank, SSK Köln, VEM, Dortmunder Volksbank, Entrium Direct Bankers und SSK Dortmund. Nach dem IPO werde der Free Float maximal 29,3 % betragen.

Das Unternehmen sei 1997 vom heutigen Vorstandschef Werner Wirsing-Lüke gegründet worden. e-m-s new media habe sich auf die Produktion von DVDs in den Bereichen Film, Musik und Spiele spezialisiert. Einerseits würden die Rechte von den Rechtehändlern und Produzenten erworben, andererseits betätige sich das Unternehmen selbst als Co-Produzent. Filmrechte könnten so frühzeitig gesichert und die komplette Wertschöpfungskette über Kino und TV abgedeckt werden. Der Erwerb von Verwertungsrechten stehe im Vordergrund, doch solle zukünftig auch darüber hinaus verstärkt in Lizenzen investiert werden. Zu den Kunden von e-m-s würden in erster Linie Elektro-Großmärkte und Kaufhäuser, z.B. Media Markt, Saturn Hansa, Karstadt, Metro und Kaufhof gehören.

Die Prognosen für den Vertrieb von DVDs würden recht hoch gegriffen erscheinen: Für die nächsten Jahre gehe das Unternehmen durchschnittlich von einer Verdoppelung des Einzelhandelsumsatzes pro Jahr aus. Dabei bleibe jedoch der Trend unberücksichtigt, dass zunehmend Spiele, Musik und ganze Filme über das Internet–zum Teil als legaler, kostenloser Download oder gar durch Piraterie–bezogen werden könnten. Der fehlende Kopierschutz bei DVDs werde diese Entwicklung eher noch weiter verstärken.

Am ehesten vergleichbare Unternehmen aus dem Bereich DVD-Spiele und -Musik wie Edel Music, Jack White Productions und Swing sowie aus dem Sektor Filmverwertung (CineMedia, F.A.M.E. und VCL) seien allesamt deutlich günstiger bewertet. Das verstärkte Engagement bei Co-Produktionen von Filmen sei zudem mit hohen Investitionen verbunden. Die Empfehlung laute daher „Nicht zeichnen“.








 
 
hier klicken zur Chartansicht

Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
  = Realtime
Aktien des Tages

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
RSS Feeds




Bitte warten...