Wirecard dabeibleiben




03.07.08 07:59
ExtraChancen

Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen Anlegern, die in der Aktie von Wirecard (ISIN DE0007472060 / WKN 747206) investiert sind, dabeizubleiben.

Die Wirecard AG, die von den Experten als "Aktie des Tages" zum ersten Mal im Mai 2006 zu 6,96 Euro vorgestellt worden sei, habe, nachdem sie Anfang Januar um 10 Euro noch einmal zum Einstieg empfohlen worden sei, Mitte Mai das mehrfach erhöhte Kursziel der Experten von 14,50 Euro erreicht - doch danach sei es steil bergab gegangen, in der Spitze um fast 60% auf 6,26 Euro.

Diskutiert werde über den Jahresabschluss 2007, der nach Ansicht der SdK, der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, irreführend sei. Die Aktionärsschützer hätten auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche unter anderem bemängelt, dass die Kapitalflussrechnung und die Herkunft der Gewinne nicht transparent seien.

Das werde vom Unternehmen, das Anfang der Woche auf seiner Homepage zu diesen Vorwürfen Stellung genommen habe, heftig bestritten, verbunden mit dem Vorwurf an die SdK, sie lasse sich von Hedgefonds instrumentalisieren. Auch der in der letzten Woche zurückgetretene Aufsichtsratschef Klaus Rehnig habe inzwischen erklärt, dass er nicht im Unfrieden ausgeschieden sei und auch keine Aktien verkauft habe. Die SdK sehe durch diese Erklärungen ihre Fragen weiterhin nicht ausreichend beantwortet.

Die Wirecard-Verantwortlichen würden hingegen einen gezielten Angriff auf den Aktienkurs sehen und sich gegen "offenbar aus London und Frankfurt gesteuerte Leerverkaufs-Attacken" wehren. Allein am Donnerstag sei der Aktienkurs um 30% eingebrochen. Das habe das Unternehmen auf Leerverkäufe durch Hedgefonds zurückgeführt, die geliehene Aktien erst verkauft hätten, um sie dann bei gesunkenen Kursen wieder zurückzukaufen. Dabei seien gezielt Gerüchte gestreut worden, um für Verunsicherung zu sorgen.

In einer Erklärung des Unternehmens heiße es am 27. Juni: "Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nach eigener Auskunft bereits die Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation zulasten der Wirecard AG und ihrer Aktionäre aufgenommen. Die Ermittlungen laufen; es werden alle Trades der vergangenen Wochen im Detail analysiert. Der BaFin liegen sämtliche Daten über die Verkäufe vor, die nun kurzfristig geprüft werden."

Dennoch bleibe die Verunsicherung. Nachdem die Aktie sich am Dienstag zunächst wieder deutlich erholt habe und bis auf fast 9 Euro geklettert sei, hätten derzeit wieder die Verkäufer die Oberhand.

Die Analysten würden überwiegend zuversichtlich bleiben: Gestern habe die Commerzbank ihr Kursziel von 13,50 Euro bestätigt, davor hätten bereits die Analysten von Cheuvreux (Kursziel 14,20 Euro) und J.P. Morgan ("overweight") ihre Einschätzungen erneuert.

Die WestLB ("kaufen") bleibe zwar bei ihrer positiven Einschätzung, senke aber dennoch das Kursziel von 14 auf 11 Euro, da die Düsseldorfer Aktienexperten erwarten würden, dass es einige Zeit dauern werde, bis das Vertrauen der Anleger zurückkehre - und der TecDAX-Titel wieder seinen fairen Wert erreiche.

Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen investierten Anlegern, bei der Aktie von Wirecard zunächst dabeizubleiben. Von Neu- oder Nachkäufen raten würden sie allerdings aufgrund der großen Verunsicherung gegenüber diesem Titel abraten. (Analyse vom 02.07.2008) (03.07.2008/ac/a/t)








 
 
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