Winter AG vor IPO




25.09.00 00:00
Stock-World

Kundenkarte, Kreditkarte, Versicherungskarte, Vielfliegerkarte, Mobilfunkkarte Ein Blick in das eigene Portemonnaie genüge, um den Boom der Chipkartenbranche zu erkennen, so die Experten von Stockworld .

Auch für die kommenden Jahre erwarteten Marktbeobachter "im Reich der Plastikkarten" rasante Zuwächse: So solle das weltweite Chipkarten-Marktvolumen von 1,8 Milliarden US-Dollar in 1998 auf 6,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004 steigen. Mit dem Münchener Börsenaspiranten Winter AG (WKN 555560) strebe nun nach OTI und AmaTech ein weiterer Hersteller der mit einem Chip bestückten Plastikkarten an den Neuen Markt.

Im Gegensatz zu den beiden Neuer Markt-Mitstreitern setze das bereits 1924 gegründete Traditionsunternehmen mit dem frostigen Namen auf ein komplettes Lösungsangebot, um sich von der margenschwachen Kartenherstellung abzugrenzen. So böten die Bayern als sogenannter One-Stop-Shop-Supplier vom
Layout und Druck der Rohlinge über die Implementierung der Chips und deren Personalisierung mit Name und Konto-Nummer bis hin zum Versand der Karten alles aus einer Hand an.

Obwohl die Winter AG in diesem Jahr etwa 100 Millionen Mark umsetzen wolle und mit rund 250 Finanzinstituten (Sparkassen, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank, ConSors ), Versicherungsgesellschaften (Allianz) und Telekommunikationsunternehmen (D2-Mannesmann, T-Mobil, Swisscom, Mobilcom, Omnitel) zahlreiche renommierte Adressen in der Kundenliste vertreten seien, gehöre der Newcomer mit einem bescheidenen Marktanteil von weniger als zwei Prozent international nur zur zweiten Garde. Schließlich tummelten sich in dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld neben den Branchengrößen Gemplus und Schlumberger noch zahlreiche andere Anbieter wie Giesecke & Devrient, Orga, OTI oder AmaTech.

Darüber hinaus mahne die magere Eigenkapitalquote in Hihe von gerade einmal 2,6 Prozent und die recht dünne Nettoumsatzrendite von knapp zwei Prozent zur Vorsicht. Bei den Gewinnmargen sei auch in naher Zukunft kaum Besserung in Sicht, da das margenstärkere neue Geschäftsfeld "IT-Security" über Jahre hinaus nur zu den Randaktivitten von Winter gehören und erst ab 2002 nennenswerte Umsatzbeiträge liefern werde.

Die Winter AG sei zwar in einem rasanten Wachstumsmarkt vertreten allerdings mit niedrigen Gewinnmargen, starker Konkurrenz und keinem Alleinstellungsmerkmal. Sollten sich die aktuell hohen Graumarktkurse bis zum Börsenstart halten, empfehlen die Analysten von Stockworld, die Zeichnungsgewinne mitzunehmen und erst bei Kursen um die 15 Euro langfristig wieder einzusteigen.








 
 
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