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Windenergie-Titel auf dem Vormarsch




22.01.04 12:30
4investors.de

Der Donnerstag stand Zweifels ohne im Zeichen einer Branche, die viele Monate lang in der allgemeinen Hausse völlig unbeachtet da nieder lag: Die Windenergie, berichten die Experten von "4investors.de".

Aktien wie Nordex, P&T, Plambeck und Umweltkontor hätten deutliche Kursverluste verzeichnet. Am Besten habe noch Energiekontor abgeschnitten, die die Experten aufgrund der seit Dezember wieder verbesserten Branchenaussichten vor kurzem für ihr Musterdepot gekauft hätten.

Am Mittwoch sei es nun zu einem eruptivem Ausbruch bei vielen Aktien der Branche gekommen. Allen voran sei Plambeck marschiert, wo man in den vergangenen Tagen bereits mehrfach auf charttechnische Trading-Chancen auf der Long-Seite hingewiesen habe. Um mehr als 50 Cent bzw. mehr als 20 Prozent sei es intraday aufwärts gegangen, bevor gegen Handelsende leichte Gewinnmitnahmen stattgefunden hätten.

In den einschlägigen Börsenforen herrsche Jubel ob der Gewinne der Aktie. In der euphorisch gestimmten Diskussion gehe unter, dass sich die fundamentalen Chancen und Risiken in der Aktie über Nacht nicht geändert hätten. Würden sich die fundamentalen Daten bei Plambeck nicht zum besseren ändern, könnte der Ausbruch wie schon öfter in der Vergangenheit schnell wieder in sich zusammen brechen. Verkaufen sollte man aufgrund des entstandenen Momentums derzeit nicht, allerdings die Stopps stetig nachziehen.

Ausgangspunkt der Rallye sei aber Nordex gewesen, deren Aktie seit einigen Tagen deutliche Gewinne aufweise. Den Recherchen der Experten zufolge solle sich die spanische Gamesa für einen Einstieg bei den Norderstedtern interessieren, wobei hier längst nichts spruchreif sei. Nordex kommentiere die Entwicklungen bei einer möglichen Partnersuche nicht, habe sich in der Vergangenheit aber stets gegenüber strategischen Partnern offen gezeigt. Auch die WestLB dürfte ihr Nordex-Paket kaum in alle Ewigkeit halten wollen.

Am Markt seien darüber hinaus Gerüchte zu verzeichnen gewesen, dass Nordex den Zuschlag für ein Großprojekt in Norwegen erhalten könnte. Hier dämpft ein Unternehmenssprecher gegenüber "4investors.de" die Euphorie: Man habe für das Projekt im Volumen von 250 Megawatt ein Angebot abgegeben, allerdings müsse man von Wettbewerbern ausgehen.

Zwar würde man sich freuen, den Zuschlag für ein derartiges Projekt zu erhalten, allerdings sei nichts in trockenen Tüchern und dazu würde ein derartiges Großprojekt die Ressourcen des Unternehmens in der Produktion erheblich belasten. Insofern würde man auch mit einem Teil des Projekts zufrieden sein. Ohnehin sei die Euphorie verfrüht: Zwar dürfte die Ausschreibung im ersten Quartal entschieden werden, das Projekt werde aber Aussagen von Nordex zufolge rund zwei Jahre Vorlaufzeit benötigen.








 
 

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