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Währungsmärkte vom FED-Statement beeinflusst




09.08.07 09:25
HypoVereinsbank

München (aktiencheck.de AG) - Die FED hat mit ihrem Statement die Währungsmärkte in unterschiedlicher Weise beeinflusst, so die Analysten der HypoVereinsbank.

Während sie durch die Aufrechterhaltung des "tightening bias" einerseits den Eindruck vermittelt habe, dass eine systemische Krise nicht zu erwarten sei, und damit die internationalen Finanzmärkte sichtlich beruhigt habe, habe sie andererseits die Zweifel hinsichtlich eines Übergreifens der Subprime-Krise auf die gesamte US-Konjunktur nicht ausräumen können. Die Folge sei eine nachlassende Risikoaversion mit hoher Bereitschaft zur Wiederaufnahme von Carry-Trades bei gleichzeitiger USD-Schwäche gewesen.

Selbstverständlich bestehe auch zwischen Carry-Trades und USD-Verlauf eine Wechselwirkung, wie die Analysten der HypoVereinsbank mehrmals dargestellt hätten. Die neu entfachte Nachfrage in den Hochzinswährungen habe den Druck auf die US-Währung verstärkt, da beispielsweise der Neuseeländische Dollar oder der Australische Dollar nicht nur gegen den Japanischen Yen, sondern auch gegen den USD gekauft würden. Spill-Over-Effekte würden sich dadurch beim EUR/USD bemerkbar machen.

Auf der anderen Seite halte man die Finanzmärkte aber bei weitem nicht für ausreichend gefestigt, um hinsichtlich neuer Schreckensnachrichten vom Subprime-Sektor resistent zu sein. Für das Einsetzen eines Gewöhnungsprozesses erscheine den Analysten die Zeit noch nicht reif. Damit dürften auch die Carry-Trade-Investoren noch immer ein wachsames Auge auf die Rahmenbedingungen legen.

Solange die Optionsvolatilitäten für Aktien und Währungen relativ hoch bleiben würden und die Kredit-Spreads nicht deutlich zusammenlaufen würden, würden sie voraussichtlich kein volles Risiko gehen, sondern in kürzeren Abständen Gewinnmitnahmen vollziehen.

EUR/USD betreffend würden die Analysten der HypoVereinsbank erwarten, dass die Devisenmärkte in Abhängigkeit der nächste Woche anstehenden US-Immobiliendaten reagieren würden (NAHB-Wohnungsmarktindex, Baubeginne und Baugenehmigungen). Sofern diese die seitens der FED erwartete Fortsetzung der Korrektur im Hausbausektor signalisieren würden, bestehe beim EUR/USD weiterhin das Risiko neuer Höchstkurse. Auf alle Fälle wäre aber das Abwärtspotenzial nach wie vor strikt limitiert. (09.08.2007/ac/a/m)








 
 

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