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US-Wirtschaftsdaten im Fokus




16.08.07 13:38
HypoVereinsbank

München (aktiencheck.de AG) - Die zuletzt gesehene Schwäche in den US-Einkaufsmanagerindices im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor gibt zu denken, so die Analysten der HypoVereinsbank.

Sollte sich eine ähnliche Schwäche im nächsten Monat zeigen, könnte die Diskussion um eine Wachstumsrezession schnell Gestalt annehmen. Ob sich eine Stabilisierung in den Immobilienmarktdaten abzeichne, bleibe ebenfalls abzuwarten. Wenngleich man keinesfalls den Teufel an die Wand malen wolle und in 2008 eher mit einer Rückkehr zum Potenzialwachstum von rund 3% rechne, dürften die kommenden vier Wochen zunächst die Unsicherheit verstärken. Inflationsbefürchtungen würden angesichts dieses Umfelds im Hintergrund bleiben.

Die Aussage der Notenbank anlässlich des jüngsten FOMC-Treffens habe an Klarheit wenig zu wünschen übrig gelassen. Im Klartext: An eine Leitzinssenkung sei trotz der gestiegenen globalen Risikoaversion nicht zu denken. Dies sei umso erstaunlicher, dass die Marktteilnehmer annähernd zwei Leitzinssenkungen bis Ende Januar nächsten Jahres eingepreist hätten. Wenngleich uns diese Erwartung noch einige Wochen begleiten mag, sehen wir diese Befürchtung als überzogen an, so die Analysten der HypoVereinsbank. In Richtung Jahresende dürften sich damit nicht nur die 10j-Swapsätze wieder an einem rund 20 Bp höheren Niveau orientieren, die Kurve sollte sich ebenfalls deutlich abflachen.

Momentan scheine der USD gegenüber dem EUR von einer Rückkehr in den heimatlichen Hafen zu profitieren. Dies sei zuzeiten hoher globaler Risikoaversion keine Seltenheit. Zudem habe der Fall IKB gezeigt, dass die Subprime-Krise zwar in den USA beheimatet sei, Euroland aber aus Sicht der Finanzmarkt-Verknüpfungen kräftig mit involviert sei. Im Umkehrschluss würde dies eine nochmalige Aufwärtsbewegung des EUR/USD-Kurses suggerieren, sobald die Phase höherer Risikoaversion abflaue, bevor die deutliche Rücknahme der US-Zinssenkungserwartungen den USD dann aber letztendlich doch gegenüber dem EUR stärke.

Eine Währungspositionierung würden die Analysten der HypoVereinsbank derzeit nicht eingehen, wohl aber über ein Engagement in Richtung einer flacheren Kurve nachdenken. (16.08.2007/ac/a/m)








 
 

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