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US-Verbraucher werden deutlich optimistischer




19.10.12 11:47
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (08:23 Uhr) bei 1,3065, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Höchstkurse im europäischen Handel bei 1,3128 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 79,35. In der Folge notiere EUR/JPY bei 103,68, während EUR/CHF bei 1,2085 oszilliere.

Heute Morgen sehe man sich mit einer stärkeren Risikoaversion konfrontiert. Das gestrige Debakel bei und um Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) sei dabei nur der krönende Abschluss gewesen. Positive Wirtschaftsdaten, die gestern überwogen hätten, als auch ein imposanter Erfolg Spaniens am Kapitalmarkt seien professionell ausgeblendet worden.

Der Markt war fokussiere auf den Gipfel in Brüssel. Im Vorwege werden von "unseren Freunden", die gerade gestern noch auf den Zerfall der Eurozone aggressiv spekulierten, gerne bezüglich der Eurozone hohe Erwartungen medial geschürt, um dann substantielle Erfolge, die dem erwarteten Tempo/Resultat nicht entsprechen, abstrafen zu können, so die Analysten der Bremer Landesbank. Nun denn, das sei unsere Realität, der wir leider in Kontinentaleuropa aus welchen Gründen auch immer zu helotisch folgen würden…

Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten seien in der Gesamtbetrachtung ein weiterer Beleg für eine positive konjunkturelle Veränderung in den USA und damit für die Weltwirtschaft gewesen. Die Ausnahme hätten die US-Arbeitslosenerstanträge dargestellt. Per 13. Oktober habe sich unerwartet ein Anstieg von zuvor 342.000 (revidiert von 339.000) auf 388.000 ergeben. Die Prognose habe bei 365.000 gelegen. Um den "Columbus Holiday" gebe es häufiger Verwerfungen. Ergo würden die Analysten diesem Ergebnis keine überragende Bedeutung zumessen.

Die US-Verbraucher würden deutlich optimistischer. Der "Bloomberg Consumer Comfort Index" habe in der Berichtswoche per 14. Oktober deutlich von -38,5 auf -34,8 Punkte zugelegt und damit den höchsten Wert seit dem Frühjahr 2012 markiert.

Die Frühindikatoren nach Lesart des Conference Board" hätten per September einen unerwartet starken Anstieg um +0,6% nach zuvor -0,4% (revidiert von -0,1%) verzeichnet. Die Prognose habe bei +0,2% gelegen. Der Index stehe damit auf dem höchsten Niveau seit dem Einbruch 2008: Die Luft gebe es noch nach oben.

Der Philadelphia FED Business-Index habe einen deutlich stärkeren Anstieg verzeichnet als von Analysten unterstellt. Der Index habe per Oktober von zuvor -1,9 auf +5,7 Punkte zugelegt. Die Prognose sei bei lediglich +1,0 Punkten angesiedelt gewesen. Mit positiven Werten werde hier wieder eine klare Implikation für Wachstum gegeben.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2780 bis 1,2810 neutralisiere das positive Bias des Euros. (19.10.2012/ac/a/m)








 
 

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