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Einmal abgesehen von der Rede von Alan Greenspan am Dienstag, in der er positive Kommentare zur konjunkturellen Situation der USA verlauten ließ, und der Dividendenankündigung von Microsoft, gab es nicht viel Positives in der abgelaufenen Woche, so die Experten von "iWatch".
Das Öl sei wieder über 41 US-Dollar gestiegen, Unruhen in Irak, der sich zum Skandal ausweitende Streit um den russischen Ölgiganten Yukos sowie auch immer neue Gerüchte über eine instabile politische Lage in Saudi Arabien würden den Ölpreis in die Höhe treiben.
Greenspan habe verkündet, dass die US-Volkswirtschaft stabil genug sei, um weitere Zinserhöhungen zu verkraften. Nachdem am 30.6. der US-Leitzins von 1% auf 1,25% angehoben worden sei, habe Sir Alan noch den Eindruck vermittelt, dass zumindest keine Zinsrallye befürchtet werden müsse. Nun habe er jedoch auch darauf hingewiesen, dass dies nicht bedeute, dass die Zinsen unverändert bleiben müssten. Die Experten von "iWatch" schließen daraus: Weitere moderate Zinsschritte werden in diesem Jahr noch folgen.
Eine moderate Zinsentwicklung werde von den Börsen positiv aufgenommen, da Unternehmen sich auf leicht veränderte Rahmenbedingungen vorbereiten könnten. Lediglich unerwartet starke Veränderungen könnten die Geschäfte der Unternehmen beeinträchtigen.
Die Aktienbörsen, die sich im gesamten Wochenverlauf überwiegend auf Talfahrt befunden hätten, hätten nach der Rede von Greenspan am Dienstag einen Tag Pause eingelegt. Und auch der US-Dollar habe sich am Dienstag erholt und im Umkehrschluss dafür gesorgt, dass der Preis für eine Feinunze Gold wieder unter 400 US-Dollar gerutscht sei.
Nach Börsenschluss habe Microsoft am Dienstag endlich bekannt gegeben, was es mit den extrem hohen Barreserven in Höhe von aktuell 56 Mrd. US-Dollar anfangen wolle: Es werde auf die nächsten vier Jahre verteilt Dividendenzahlungen in Höhe von insgesamt 75 Mrd. US-Dollar geben. Der Kurs der Microsoft-Aktien sei am Mittwoch um 3,5% in die Höhe gesprungen. Am Donnerstag Abend jedoch sei das Quartalsergebnis bekannt gegeben worden. Mit 28 Cent Gewinn je Aktie seien die Erwartungen um einen Cent verfehlt worden. Weiterhin sei die Ergebnisprognose für die kommenden Quartale gesenkt worden, als Grund dafür sei die Dividendenausschüttung genannt worden. Der Kursgewinn vom Mittwoch sei somit am Freitag wieder egalisiert worden.
Neben Microsoft habe in dieser Woche auch Amazon.com sein Quartalsergebnis veröffentlicht. Das Umsatzziel sei erreicht worden, der Gewinn sei jedoch leicht schwächer ausgefallen als erwartet. Amazon sei einer der aktivsten Werber im Internet und nach Einschätzung der Experten seien die angestiegenen Werbungskosten die Ursache für die schlechte Gewinnsituation bei Amazon. Am Freitag seien Internetaktien, die mit Werbung ihr Geld verdienen würden, ebenso ausverkauft worden wie Amazon.
Wenn sich die Experten die Ereignisse der letzten Woche so vor Augen führen würden, so könne man nichts vom viel gefürchteten Sommerloch entdecken. Es gehe rund an der Börse, Gefahren würden überall lauern, Gelegenheiten würden sich auftun. In den letzten Wochen hätten die Experten vermehrt Positionen aufgelöst. Die gewonnenen Barreserven würden sie in den nächsten Wochen in neue Anlagen investieren.
Eine Warnung wolle das Expertenteam jedoch aussprechen: Man erwarte, dass die Seitwärtsbewegung dieses Jahres allmählich in einen neuen Abwärtstrend übergehe. Anleger sollten also bei Gelegenheit ihre spekulativen Positionen verkaufen und sich verstärkt konservative Anlagen suchen.
Mehrere Indikatoren würden dafür sprechen: Zum einen habe die FED begonnen, den US-Leitzins anzuheben. Es sei nicht zu erwarten, dass es bei der einmaligen Zinsanhebung bleibe, sondern weitere Schritte in den nächsten Monaten seien vorprogrammiert. Steigende Zinsen würden die Refinanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen verteuern und alternative Anlageinstrumente für Aktionäre attraktiver machen. Aktien würden also in den nächsten Monaten an Attraktivität verlieren.
Zum anderen sei das Bewertungsniveau im S&P 500 hoch. Aktuell betrage das KGV der gemeldeten Gewinne der letzten 12 Monate etwa 21,6. Historisch gesehen sei ein KGV unter 17 günstig, darüber teuer. Die Aussage, dass das KGV in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gestiegen sei und das nun ein KGV um 20 als günstig zu bezeichnen sei, könnten die Experten nicht nachvollziehen, denn noch immer würden Investoren in einer angemessenen Zeit einen entsprechenden Gewinn aus ihrer Anlage erwarten.
Und zum Dritten ist der Trend am S&P 500 seit dieser Woche als fallend zu bezeichnen, denn der S&P 500 sei unter seine 200-Tages-Durchschnittslinie gerutscht. "The Trend is your friend" heiße es, also sollte man sich auf eine Zeit mit fallenden Kursen einrichten.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das Öl sei wieder über 41 US-Dollar gestiegen, Unruhen in Irak, der sich zum Skandal ausweitende Streit um den russischen Ölgiganten Yukos sowie auch immer neue Gerüchte über eine instabile politische Lage in Saudi Arabien würden den Ölpreis in die Höhe treiben.
Greenspan habe verkündet, dass die US-Volkswirtschaft stabil genug sei, um weitere Zinserhöhungen zu verkraften. Nachdem am 30.6. der US-Leitzins von 1% auf 1,25% angehoben worden sei, habe Sir Alan noch den Eindruck vermittelt, dass zumindest keine Zinsrallye befürchtet werden müsse. Nun habe er jedoch auch darauf hingewiesen, dass dies nicht bedeute, dass die Zinsen unverändert bleiben müssten. Die Experten von "iWatch" schließen daraus: Weitere moderate Zinsschritte werden in diesem Jahr noch folgen.
Eine moderate Zinsentwicklung werde von den Börsen positiv aufgenommen, da Unternehmen sich auf leicht veränderte Rahmenbedingungen vorbereiten könnten. Lediglich unerwartet starke Veränderungen könnten die Geschäfte der Unternehmen beeinträchtigen.
Die Aktienbörsen, die sich im gesamten Wochenverlauf überwiegend auf Talfahrt befunden hätten, hätten nach der Rede von Greenspan am Dienstag einen Tag Pause eingelegt. Und auch der US-Dollar habe sich am Dienstag erholt und im Umkehrschluss dafür gesorgt, dass der Preis für eine Feinunze Gold wieder unter 400 US-Dollar gerutscht sei.
Nach Börsenschluss habe Microsoft am Dienstag endlich bekannt gegeben, was es mit den extrem hohen Barreserven in Höhe von aktuell 56 Mrd. US-Dollar anfangen wolle: Es werde auf die nächsten vier Jahre verteilt Dividendenzahlungen in Höhe von insgesamt 75 Mrd. US-Dollar geben. Der Kurs der Microsoft-Aktien sei am Mittwoch um 3,5% in die Höhe gesprungen. Am Donnerstag Abend jedoch sei das Quartalsergebnis bekannt gegeben worden. Mit 28 Cent Gewinn je Aktie seien die Erwartungen um einen Cent verfehlt worden. Weiterhin sei die Ergebnisprognose für die kommenden Quartale gesenkt worden, als Grund dafür sei die Dividendenausschüttung genannt worden. Der Kursgewinn vom Mittwoch sei somit am Freitag wieder egalisiert worden.
Wenn sich die Experten die Ereignisse der letzten Woche so vor Augen führen würden, so könne man nichts vom viel gefürchteten Sommerloch entdecken. Es gehe rund an der Börse, Gefahren würden überall lauern, Gelegenheiten würden sich auftun. In den letzten Wochen hätten die Experten vermehrt Positionen aufgelöst. Die gewonnenen Barreserven würden sie in den nächsten Wochen in neue Anlagen investieren.
Eine Warnung wolle das Expertenteam jedoch aussprechen: Man erwarte, dass die Seitwärtsbewegung dieses Jahres allmählich in einen neuen Abwärtstrend übergehe. Anleger sollten also bei Gelegenheit ihre spekulativen Positionen verkaufen und sich verstärkt konservative Anlagen suchen.
Mehrere Indikatoren würden dafür sprechen: Zum einen habe die FED begonnen, den US-Leitzins anzuheben. Es sei nicht zu erwarten, dass es bei der einmaligen Zinsanhebung bleibe, sondern weitere Schritte in den nächsten Monaten seien vorprogrammiert. Steigende Zinsen würden die Refinanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen verteuern und alternative Anlageinstrumente für Aktionäre attraktiver machen. Aktien würden also in den nächsten Monaten an Attraktivität verlieren.
Zum anderen sei das Bewertungsniveau im S&P 500 hoch. Aktuell betrage das KGV der gemeldeten Gewinne der letzten 12 Monate etwa 21,6. Historisch gesehen sei ein KGV unter 17 günstig, darüber teuer. Die Aussage, dass das KGV in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gestiegen sei und das nun ein KGV um 20 als günstig zu bezeichnen sei, könnten die Experten nicht nachvollziehen, denn noch immer würden Investoren in einer angemessenen Zeit einen entsprechenden Gewinn aus ihrer Anlage erwarten.
Und zum Dritten ist der Trend am S&P 500 seit dieser Woche als fallend zu bezeichnen, denn der S&P 500 sei unter seine 200-Tages-Durchschnittslinie gerutscht. "The Trend is your friend" heiße es, also sollte man sich auf eine Zeit mit fallenden Kursen einrichten.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.










