USU Software kaufen




01.06.07 15:42
GBC-Research

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Schnabel und Sylvia Schulz, Analysten von GBC-Research, empfehlen die Aktie von USU Software (ISIN DE000A0BVU28 / WKN A0BVU2) zu kaufen.

Im ersten Quartal 2007 habe die USU Software AG erneut mit einem deutlichen Umsatzplus aufwarten können. Konzernweit hätten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zur Vorjahresperiode um 33,1% auf 7,6 Mio. Euro erhöht. Dieser Umsatzzuwachs resultiere nach Schätzung der Analysten, mit rund 1,3 Mio. Euro aus der zum 6. November 2006 voll konsolidierten und im Vorfeld übernommenen LeuTek GmbH. Bereinigt um dieses anorganische Wachstum betrage der aus dem operativen Geschäft generierte Umsatzzuwachs rund 10,5% (0,6 Mio. Euro).

Verglichen mit der Wachstumsrate aus der Vorjahresperiode in Höhe von 18,5% zeige sich somit die bereits im Vorfeld erwartete Verlangsamung der Wachstumsdynamik. Diese resultiere zum einen aus der begrenzten Skalierbarkeit des Umsatzwachstums sowie zum anderen aus der Fokussierung des Unternehmens auf das höhermargige Produktgeschäft. Weiteren Anteil an der Verlangsamung des Umsatzwachstums dürfte aber auch die erfolgte Integration der LeuTek in den USU Konzern haben, welche im ersten Quartal verstärkt Ressourcen gebunden habe. Gegenüber dem direkten Vorquartal Q4 2006 zeige sich wie in den Vorjahren ein deutlicher Umsatzrückgang. Dieser Rückgang resultiere jedoch überwiegend aus der saisonalen Stärke des vierten Quartals bei der USU Software AG und lasse sich in ähnlichem Umfang auch in den Vorjahren feststellen.

Zum 31.3.2007 habe die USU Software AG einen Auftragsbestand in Höhe von 10,1 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 7,5 Mio. Euro) vermelden können. Dieser resultiere dabei neben dem hinzugewonnenen Bestand aus der LeuTek GmbH, aus einem starken Auftragseingang aus dem Neu- und Bestandskundengeschäft. Das Book to Bill bleibe somit auch im ersten Quartal 2007 mit 1,33 (Vorjahresquartal 1,31) weiterhin überaus erfreulich.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe gegenüber dem Vorjahresquartal, getrieben durch die Konsolidierung der LeuTek, spürbar zulegen können. Demnach habe das EBITDA bei 0,631 Mio. Euro (Vorjahr: 0,345 Mio. Euro) gelegen. Dies entspreche einer EBITDA-Marge von 8,1% (Vorjahr: 6,1%). Ausgehend von einer anvisierten Zielmarge im aktuellen Geschäftsjahr von über 12% sei allerdings festzustellen, dass einige Sondereffekte das Wachstum verlangsamt hätten. So hätten im ersten Quartal trotz des hervorragenden Wartungsgeschäfts vereinzelt verlagerte Lizenzerträge die Ergebnismarge gedrückt. In den Folgequartalen würden die Analysten hier insbesondere bei der LeuTek überproportional ansteigende Ergebnisbeiträge erwarten.

Ebenfalls belastend auf die EBITDA-Marge sei auch das etwas schwächere Service Geschäft gewesen, welches im ersten Quartal durch vorübergehend niedrigere Margen geprägt gewesen sei. Für das Gesamtjahr würden die Analysten allerdings auch hier wieder einer spürbaren Ergebnisverbesserung entgegen sehen.

Die planmäßigen Abschreibungen hätten in Q1 2007 bei 0,293 Mio. Euro und damit merklich über dem Vorjahreswert von 0,133 Mio. Euro gelegen. Einmal mehr sei für diese Differenz die Übernahme der LeuTek verantwortlich gewesen, aus der nun Abschreibungen auf das zum Zeitpunkt der Übernahme nicht steuerlich abzugsfähige immaterielle Vermögen notwendig geworden seien. Diese würden derzeit mit einer Größenordnung von rund 0,2 Mio. Euro im Quartal anfallen und in dieser Höhe noch rund 4 Jahre das Ergebnis belasten.

Folglich habe das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 0,320 Mio. Euro (Vorjahr: 0,212 Mio. Euro) betragen. Aufgrund des hohen Bestands an liquiden Mitteln und des anziehenden Zinsniveaus sei das Finanzergebnis mit 0,058 Mio. Euro, wie in den Vorjahren auch, deutlich positiv ausgefallen. In Summe habe somit auch der Periodenüberschuss gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert werden können und habe sich auf 0,436 Mio. Euro (Vorjahr: 0,295 Mio. Euro) belaufen, was einem Ergebnis pro Aktie von 0,04 Euro (Vorjahr: 0,03 Euro) entspreche.

Der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit habe 0,320 Mio. Euro erreicht. Die Abschreibungen hätten mit 0,293 Mio. Euro weit über den Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielles Vermögen in Höhe von 0,045 Mio. Euro gelegen. Die liquiden Mittel hätten sich zum 31.03.2007 auf rund 9,753 Mio. Euro belaufen, was einem Cash-Bestand von 0,94 Euro pro Aktie entspreche. Gegenüber dem Vorquartal ergebe sich daraus ein markanter Anstieg der Liquidität um rund 1,353 Mio. Euro. Dieser resultiere in erster Linie aus zum Jahresbeginn erhaltenen Einzahlungen für Wartungsaufträge, denen unterjährig noch entsprechende Aufwendungen bzw. Auszahlungen gegenüberstehen würden. Unter dem Strich seien somit die Erwartungen hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung eher leicht rückläufig auf eine Zielstruktur um die 8,0 Mio. Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007 würden die Analysten nach wie vor einen deutlichen Umsatzsprung bei der USU Software AG erwarten, welcher sowohl durch organisches Wachstum als auch durch die Vollkonsolidierung der LeuTek getragen werde. Zusätzliche Umsatzimpulse seien zum Ende der zweiten Jahreshälfte zudem aus den verstärkten Marketing und Vertriebsanstrengungen zu erwarten. Auch begünstige die im ersten Quartal erfolgte Zusammenführung der einzelnen Produktwelten die weitere Entwicklung positiv. Die Analysten würden daher auch weiterhin an ihrer ursprünglichen Umsatzprognose von 33,7 Mio. Euro festhalten. Dies entspreche einem Umsatzwachstum von erwarteten 30%. Somit habe das erste Quartal 2007, mit einem Wachstum in Höhe von 33,1% bereits voll im Trend gelegen.

Beim EBITDA sein die Analysten für das aktuelle Geschäftsjahr zudem optimistisch, dass das vom Unternehmen selbst gesteckte Ziel, über die 4,0 Mio. Euro Marke zu schreiten, erreicht werde. Ausschlaggebend für den Optimismus sei zum einen die in den letzten Jahren geschaffene, äußerst schlanke Kostenstruktur der USU Software AG. Diese in Verbindung mit dem verstärkten Fokus auf das margenstärkere Produktgeschäft sollte dem Unternehmen nicht nur im aktuellen Geschäftsjahr einen wesentlichen Ertragsvorteil bieten. Zum anderen dürfte sich die in den letzten Jahren durchwegs hervorragende EBITDA-Marge der LeuTek auf Gesamtjahresbasis auch bei der USU im Konzerngebilde spürbar auswirken.

Aufgrund des hohen Verlustvortrags (über 60,0 Mio. Euro) würden die Analysten nach wie vor eine niedrige Steuerquote (unter 10%) erwaten, welche nunmehr nochmals durch die Unternehmenssteuerreform gesenkt worden sei. Unter dem Strich liege daher für 2007 ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,29 Euro in Sichtweite. Nicht in die Schätzung der Analysten mit eingeflossen sei dabei die nach IFRS möglicherweise erneut anstehende Bildung von aktiven latenten Steuern. Zwar habe bereits im Vorjahr eine Neubebewertung der Ertragsaussichten für Aktivierungsbedarf gesorgt. Dies deshalb für das laufende Jahr auszuschließen, wäre jedoch faktisch falsch.

Mit einem Kursziel in Höhe von 6,76 Euro raten die Analysten von GBC-Research die USU Software-Aktie nach wie vor zu kaufen. (Analyse vom 01.06.2007) (01.06.2007/ac/a/nw)

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