Telesens kaufen




19.10.00 00:00
Suntrade

Die Telesens AG (WKN 529970) entwickelt Billing-Lösungen, die dem Kunden die Sicherheit geben, auch die Dienste, Techniken und Tarife von morgen erfassen und abrechnen zu können - gleich, ob es sich dabei um eine hochkomplexe Anwendung eines international operierenden Carriers, das ausgefeilte unternehmensinterne Netzwerk eines multinationalen Konzerns oder um ein System zum Empfang von elektronischen Rechnungen für kleinere und mittelständische Unternehmen handelt, berichten die Analysten von Suntrade.

Die Produktpalette der Telesens AG teile sich in vier Bereich auf. Telesens sei einer der weltweit ersten Anbieter von verbrauchsbezogenen Billing-Lösungen für Breitbanddienste (z.B. ATM. Frame Relay und X.25), IP-Daten und Sprachverkehr. Unter anderem verwende die Deutsche Telekom AG das Produkt Billforce von Telesens zur Abrechnung der Telekommunikationsleistungen in ihrem ATM-Netz.

Das Produkt Exabill IP leiste die Trennung und Abrechnung einzelner Netzakivitäten in Form unterschiedlicher Kostenbewertungen von Web-Zugriffen, IP-Telefonie und E-Mail Verkehr in TCP/IP Netzwerken z.B. auf Kostenstellen-Basis. Auf der Systems 2000 werde die Telesens AG zusammen mit der Deutschen Telekom AG die Anwendung Electronic Billing Information Service IP vorstellen, mit der große Unternehmen sämtliche elektronisch empfangene Rechnungen für IP-Verkehr nach Abteilungen und Kostenstellen auswerten könnten.

Ein weiterer Geschäftsbereich, in dem die Telesens AG tätig wäre, sei die Inter-Carrier Abrechnung. Bei jedem Gespräch, dass man in das Ausland tätige oder bei vielen Call-by-Call Gesprächen sowie Gesprächen in Mobilfunknetze würden die Telekommunikationsnetze verschiedener Carrier benutzt. Mit dem Produkt Exabill Interconnect biete Telesens eine leistungsfähige Lösung für die Abrechnung der Telekommunikationsdienstleistungen zwischen verschiedenen Telefongesellschaften, dessen Genauigkeit von Price Waterhouse geprüft worden sei.

Einen wichtigen Schritt in diese Richtung werde die Telesens AG mit der für den Dezember geplanten Übernahme der Berliner Nexnet zu 70,1% machen. Mit Nexnet runde der Kölner Software- Spezialist für Abrechnungssysteme im Telekommunikationsmarkt seine Angebotspalette viel versprechend ab. Ab Februar nächsten Jahres sei die Deutsche Telekom nicht mehr verpflichtet, für die Call-by-Call-Anbieter die Forderungen an säumige Zahler einzutreiben. Diese Aufgabe und das Klären von Reklamationen könne Nexnet für die mehr als 40 aktiven CbC-Unternehmen übernehmen. Für sie dürfte das Einrichten eigener Mahnabteilungen zu kostenaufwendig sein. Zukunftsträchtig sei das Geschäft allemal, da in absehbarer Zukunft CbC auch im Mobilfunk-vor allem bei WAP-Abfragen-und bei Internet-Zugängen zum Einsatz komme.

Alle Hersteller von Abrechnungssoftware würden derzeit ihre Produkt für die elektronische Aufbereitung der Abrechnungsdaten (Electronic Bill Presentment) erweitern, um sie den Kunden über das Internet oder auf CDs zukommen zu lassen. Bei Telesens ermögliche der Exabill Web Applicator den Zugriff auf Abrechnungsdaten über das Internet.

Der liberalisierte Telekommunikationsmarkt habe alle Teilnehmer mit einer völlig neuen Dimension von Anforderungen konfrontiert. Die bis dahin nicht vorstellbare Flexibilität im Umgang mit Tarifen und Diensten sei ausschlaggebend für die Entwicklung der Billing-Lösungen von Telesens gewesen. Eine präzise Darstellung der Struktur der Telekommunikationskosten bis zur kleinsten Einheit werde schon in kurzer Zeit für Unternehmen jeder Größe unumgänglich sein. Dies werfe sowohl bei Service-Providern als auch bei den Anwendern die Frage nach exakten, nutzungsorientierten Abrechnungen auf.

Telesens habe sich dabei hohe Ziele gesetzt. Im Jahr 2001 wolle man weltweit zu den 5 größten Herstellern von Abrechnungssoftware gehören. Das Marktvolumen werde bis zum Jahr 2002 auf weltweit 27 Mrd. USD geschätzt.

Erreichen wolle Telesens dies durch strategische Allianzen und Partnerschaften, die einen extrem breiten Marktzugang sichern sollen. Partnerschaften würden u.a. mit dem zweitgrößten IT-Systemhaus CSC Ploenzke und mit T-Nova (ehemalige Bosch Telekommunikationstochter) bestehen, von denen Telesens jeweils Großaufträge erhalten habe. Im 2. Quartal diesen Jahres sei mit der debis ein weiteres Systemhaus als Partner gewonnen worden. Zudem sei der Telesens AG der Eintritt in den US-amerikanischen Markt gelungen. Mit der OpenCon Communication Systems Inc. sei eine Partnerschaft geschlossen worden, die Telesens einen ersten Vetriebskanal zu US-amerikanischen Kunden eröffne.

Im Hinblick auf das stark wachsende IP-Billing und Multimedia-Segment sei Telesens eine Kooperation mit der Aachener Datus AG eingegangen. Damit verschaffe sich Telesens einen Marktzugang direkt über einen Netzwerkanbieter. Datus sei vor allem bekannt für seine Switching-Produkt für Datennetzwerke (X.25, u.a.).

Für das Jahr 2000 plane Telesens einen Umsatz von 50 Millionen DM. Das möge noch recht gering klingen, doch die Steigerungen seien sehr beachtlich: Im ersten Quartal 2000 seien 5,9 Millionen DM erzielt worden, im zweiten Quartal 2000 bereits 10,5 Millionen DM und im dritten Quartal würden nach aktuellen Meldungen die Schätzungen der Analysten von 14 Millionen DM Umatz mit einem voraussichtlichen Umsatz von 17,8 Millionen DM weit übertroffen werden. Im ersten Halbjahr sei zwar noch ein Verlust von 31 Millionen DM, bzw. 28 Millionen DM auf EBIT Basis erzielt worden, der Break-Even werde aber bereits für das 2. Quartal 2001 erwartet.

Durch seine Produktlinie spreche Telesens nicht nur Telekommunikationsunternehmen, Carrier und ISPs, sondern vor allem auch große Unternehmen an, die eigene Netzwerke betreiben würden. Zu den aktuellen Kunden würden die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post, o.tel.o, Arcor, Volkswagen, Bertelsmann und die Metro gehören.

Die intelligente Architektur der Telesens Produkte mache die Systeme bereits heute fit für die Abrechnung neuer Märkte wie Strom, Gas, Wasser, Pay-TV, Video on demand etc., so dass noch ganz neue Kunden gewonnen werden könnten. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von etwas über 1 Milliarden Euro sei Telesens zwar längst nicht mehr billig (KuV auf 2001er Basis solle irgendwo zwischen 7 und 8 liegen, das KGV werde ohne Berücksichtigung der Übernahmen auf 104.2 geschätzt), aber Telesens sei technologisch hervorragend aufgestellt und rüste sich bereits heute für eine Reihe von interessanten Zukunftsmärkten der Telekommunikationssoftware. Diese Gründe würden für ein Investment in die Telesens AG sprechen.








 
 
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